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Alles über Bauholz

Bauholz

Holz ist der älteste und natürlichste Rohstoff der Erde. Als Bauholz dient es vorrangig als Baustoff für den Haus- und Gebäudebau. Aufgrund seiner unterschiedlichen Formen und Verarbeitungsmöglichkeiten wird Bauholz in die Kategorien Vollholz, Brettschichtholz und Holzwerkstoff unterteilt.

Lesezeit 5 min. Bauholz im Shop

Definition von Bauholz

Holz ist aufgrund seiner positiven Eigenschaften bzgl. Verarbeitungsmöglichkeiten, Beständigkeit und Tragfähigkeit ein wunderbares Baumaterial. Daher wird Bauholz in erster Linie zur Errichtung von Gebäuden und anderen Bauwerken verwendet – hauptsächlich im Bereich des Rohbaus wie z. B. Dachkonstruktionen, Fertigteilhäusern, Fachwerkhäusern. Form und Verarbeitungsgrad bestimmen das Endprodukt. Dabei unterscheiden wir zwischen Vollholz, Brettschichtholz und Holzwerkstoff.

Bei Vollholz unterscheidet man zwischen Rundholz, das aus entasteten, entrindeten und rundgeschälten Baumstämmen hergestellt wird und Schnittholz, das aus Rundholz durch paralleles Sägen zur Stammachse hergestellt wird (Kantholz, Balken, Bohlen, Bretter, Latten).

Verschiedene Normen definieren die Qualitätsansprüche und Eigenschaften von Bauholz. So werden beispielsweise hochwertigere Qualitätsklassen als Konstruktionsvollholz vom Bauholz unterschieden.

Weitere Holzprodukte wie z. B. Fenster, Türen, Parkett oder Schalungen, die im Betonbau als Hilfskonstruktionen eingesetzt werden, gehören nicht zum klassischen Bauholz.

Definition von Bauholz

Produktinformationen zu Bauholz

Für jedes Vorhaben das passende Holz. Für bestimmte Einsatzbereiche eignen sich einige Bauhölzer besser als andere. Wir erklären Ihnen die Unterschiede zwischen Konstruktionsvollholz (KVH), Brettschichtholz und Furnierschichtholz und erläutern Ihnen die Vorteile der Hölzer.

Brettschichtholz

Brettschichtholz besteht aus mindestens drei flachkantigen Brettern oder Brettlamellen, die in gleiche Faserrichtung miteinander verleimt werden. Daher bezeichnet man es auch als Leimbinder oder Leimholzbalken.

Brettschichtholz (BSH) ist ein Premiumprodukt für tragende Konstruktionen die beispielsweise beim Ingenieurholzbau zum Einsatz kommen. Es wird aus Fichte, Tanne, Kiefer, Lärche oder Douglasien hergestellt. Dabei werden die Bretter technisch getrocknet (Kammertrocknung) , gehobelt und dann der Länge nach mithilfe einer Keilzinkung zu sogenannten Lamellen verbunden.

Durch das Herausschneiden von Fehlstellen und das schichtweise Verleimen der Bretter ist Brettschichtholz ein vergütetes Produkt. Es weist eine bis zu 80 % höhere Tragfähigkeit im Vergleich zu üblichem Bauholz auf und übertrifft sogar die positiven Eigenschaften des Vollholzes.

Genauso wie Konstruktionsvollholz unterliegt auch Brettschichtholz einer sorgfältigen, technischen Trocknung – das Endprodukt darf eine Holzfeuchte von 8–12 % nicht überschreiten. Sie entspricht der zu erwartenden Holzfeuchte während der Verarbeitung und beugt größere Schwindverformungen vor, wie sie durch das Nachtrocknen feuchten Holzes auftreten können.

Vorteile von Brettschichtholz

  • hohe Festigkeit
  • hohe Formstabilität
  • exakte Maßhaltigkeit
  • minimale Rissbildung
  • hohe Belastbarkeit bei geringerem Eigengewicht
  • ökologisch unbedenklich

Brettschichtholz

Tipp!

Bei der Außenanwendung sollte BSH behandelt werden, um eine Vergrauung sowie Insekten- und Pilzbefall zu verhindern. Eine direkte Bewitterung sollte vermieden werden.

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Konstruktionsvollholz

Als Vollholz werden Erzeugnisse bezeichnet, deren Querschnitte aus einem Baumstamm gearbeitet und eventuell spanabhebend weiterverarbeitet wurden. Im Gegensatz zu Brettschichtholz und Holzwerkstoffen wird das Gefüge nicht mechanisch bzw. mechanisch-chemisch verändert.

Konstruktionsvollholz (KVH) wird aus Fichte, Tanne, Kiefer, Lärche und Douglasie hergestellt und nach Tragfähigkeit, Holzfeuchte, Einschnittart und Maßhaltigkeit sortiert. KVH gehört zur Kategorie Bauschnittholz, dabei handelt es sich allerdings um ein veredeltes hochwertigeres Produkt, dessen Feuchtegehalt 15 % nicht überschreiten darf. Dadurch sollen nachträgliche Verformungen an Bauwerken – durch das Austrocknen des Holzes – minimiert werden. Diese Reduktion wird durch eine künstliche Trocknung (Kammertrocknung) erreicht.

Die Abkürzung KVH ist eine geschützte Produktbezeichnung für spezielles Bauholz, dessen Qualitätseigenschaften über die Anforderungen der DIN 4074 hinausgehen. Hier unterscheidet man Konstruktionsvollholz für sichtbaren Einbau (KVH Si) und für nicht sichtbaren Einbau (KVH NSi).

KVH ist in größeren Längen als übliches Bauholz erhältlich, da eine Verlängerung durch Keilzinkung möglich ist.

Vorteile von Konstruktionsvollholz

  • hohe Qualität durch das Heraustrennen von Holzunregelmäßigkeiten
  • maschinelle und visuelle Sortierung
  • hohe Tragfestigkeit durch Keilverzinkung
  • hohe Verzugssicherheit
  • definierte Qualität und Dimensionsstabilität
  • maßhaltig
  • naturbelassen
  • insektenunempfindlich

Konstruktionsvollholz

Tipp!

Bei der Außenanwendung sollte KVH behandelt werden, um eine Vergrauung sowie Insekten- und Pilzbefall zu verhindern. Eine direkte Bewitterung sollte vermieden werden.

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Furnierschichtholz

Furnierschichtholz besteht aus mehreren ca. 3 mm starken Furnierschichten Nadelholz (z. B. Fichte), die mithilfe von Phenolharz miteinander verleimt werden. Es findet überwiegend im Holzbau seine Verwendung wie z. B. zur Herstellung von Trägern, Balken, Platten und Scheiben. Zudem eignet sich FSH als Trägerverstärkung im Auflagerbereich bei der Sanierung von geschwächten Deckenbalken.

Furnierschichtholz (FSH) ist ein Holzwerkstoff für höchste Beanspruchungen. Es verfügt über wesentlich höhere charakteristische Festigkeitswerte und Elastizitätsmoduln als normales Holz und mit einer Endfeuchte von ca. 9 % sind Schwindverformungen wie Verdrehungen und Risse bei sachgemäßer Anwendung nahezu ausgeschlossen.

Man teilt FSH in drei Nutzungs- bzw. Gefährdungsklassen – je nachdem, ob es im Trocken, Feucht- oder Außenbereich zum Einsatz kommt. Zudem erhält es eine Kennzeichnung, die nach tragender und nicht tragender Verwendung unterscheidet.

Vorteile von Furnierholz

  • hohe Festigkeiten und geringe Verformungen
  • leichte Ver- und Bearbeitung
  • natürlicher Rohstoff umweltfreundlich veredelt
  • hohe Wirtschaftlichkeit

Furnierschichtholz

Tipp!

Mit geschliffener Oberfläche und einseitig ausgesuchten Deckfurnieren kann das Holz auch für den sichtbaren Bereich verwendet werden.

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Produktion und Technik

Holz ist nicht gleich Holz. Bevor aus waldfrischem Holz Bauholz entsteht, muss es durch verschiedene Verfahren weiterbearbeitet werden. Z. B. muss die Feuchtigkeit im Holz reduziert werden und das Holz muss dauerhaft gegen Insekten, Pilze und Umwelteinflüsse geschützt werden.

Waldfrisches Holz enthält rund 40 % Wasser. Um den Feuchtegehalt zu reduzieren, bedarf es einer Trocknung, die entweder natürlich oder künstlich herbeigeführt werden kann.

Die natürliche Freilufttrocknung kann bei ca. 50 % relativer Luftfeuchtigkeit erfolgen, allerdings dauert sie sehr lange (4–12 Monate) und es kann zu Trocknungsschäden (Reißen, Verschalen, Verwerfen des Holzes) kommen. Aus diesem Grund hat sie im Bereich der Schnittholztrocknung an Bedeutung verloren und wurde durch technische Verfahren wie beispielsweise die Kammertrocknung ersetzt. Diese Form der kontrollierten Trocknung erfolgt in elektronisch gesteuerten Trockenkammern, in denen die Feuchte einfach verdampft wird. Die gewünschte Endfeuchte kann individuell bestimmt werden. In der Regel ist das die Verwendungsfeuchte der entsprechenden Holzarten:

  • Konstruktionsvollholz max. 15 %
  • Bauschnittholz max. 12 %
Der Trocknungsprozess wird während der gesamten Zeit überwacht und kann ggf. gesteuert werden. Das geschieht mithilfe von speziellen Sonden im Holz, die mit einer elektronischen Auswertung an den Prozessrechner angeschlossen sind.

Achtung: Das kammergetrocknete Holz muss vor dem Einbau in beheizte Räume, die in der Regel eine relative Luftfeuchtigkeit von ca. 30 % aufweisen, akklimatisiert werden. Das kann je nach Holzart unterschiedlich lange dauern.

Die Keilzinkung, auch Keilzinkenverbindung genannt, ist eine moderne Verbindungstechnik zweier Vollhölzer, wie beispielsweise Konstruktionsvollholz (KVH) oder Brettschichtholz (BSH), die die Produktion von sehr langen Bauteilen ermöglicht.

Bei diesem Verfahren werden an den Endstücken der Holzbauteile symmetrisch keilförmige Zinken eingefräst und zu Endlossträngen verleimt. Für die Keilzinkenverbindungen werden üblicherweise modifizierte Melaminharze verwendet und für die Verleimung der Lamellen Polyurethan-Klebstoffe.

Man unterscheidet zwischen der horizontalen Keilzinkung, die hauptsächlich im Möbel- oder Fußbodenbereich eingesetzt wird und der vertikalen Keilzinkung, die im konstruktiven Holzbau Verwendung findet.

Die Kesseldruckimprägnierung auch Wechseldruckverfahren genannt, gehört zu den Holzschutzverfahren. Dabei handelt es sich um ein Wechselspiel zwischen Vakuum- und Druckphasen. Sie soll das Holz vor äußerlichen Einflüssen schützen und dem natürlichen Zerfall entgegenwirken. Durch eine qualitativ hochwertige Kesseldruckimprägnierung ist das Holz dauerhaft gegen Insekten, Pilze und Moderfäule sowie Erde und Wasser geschützt.

Es gibt Hölzer, die bereits von Natur aus sehr resistent sind, aber gerade bei einheimischen Naturhölzern wie Kiefer, Fichte oder Douglasie muss mit Holzschutzmitteln nachgeholfen werden. Vor allem im Holzbau ist es wichtig, die eingesetzten Baustoffe möglichst lange zu erhalten.

Mit dieser Technik werden gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen – während der Vakuumphasen wird Flüssigkeit aus dem Holz gesaugt und während der Druckphasen wird dann Schutzflüssigkeit bis in den Splintanteil des Holzes eingepresst.

Achtung: Bei diesem Verfahren gibt es qualitative Unterschiede, die durch die Konzentration der Schutzsalze und die Dauer der Behandlung im Druckkessel bestimmt werden. Dadurch kann sich natürlich auch die Lebensdauer des Holzes erheblich reduzieren!

Produktion und Technik

Holzverbinder und Baubeschläge für Haus und Garten

Mit Holzverbindern und Baubeschlägen gewinnt Ihr Projekt an Stabilität. Egal ob es sich um Dachkonstruktionen, Carports, Terrassenüberdachungen oder Möbel handelt, mit Holzverbindern und Baubeschlägen verhinderst Du, dass Dein Konstrukt beim ersten Windstoß wieder in sich zusammenfällt. Die kleinen praktischen Helfer gibt es in unterschiedlichen Formen und für verschiedene Anwendungen an Haupt- und Nebenträgern.

Verbindung ist nicht gleich Verbindung

Wenn Du kleinere Holzteile miteinander verbinden möchtest, auf die zudem keine große Last ausgeübt wird, reichen häufig schon Holzdübel oder Klebstoff aus. Bei Hausdächern, Carports oder anderen größeren Konstruktionen, solltest Du Holzverbinder und Beschläge verwenden. Diese sorgen für die nötige Stabilität und Haltbarkeit.

Hier die wichtigsten Holzverbinder und Beschläge:

Holzverbinder & Baubeschläge Zu den Artikeln

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