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Hochbeet anlegen und befüllen

Hochbeet anlegen KV

Ein Hoch auf Deine Pflanzen! Mach Schluss mit Gartenarbeit in gebückter Haltung und auf den Knien. Leg Dir einfach ein Hochbeet zu. Das hat echt viele Vorteile. Angenehmes Arbeiten auf kleinem Raum ist nur der Anfang. Hochbeete setzen Deine Pflanzen auch hervorragend in Szene!

Lesezeit 7 min. Frühbeete & Hochbeete im Shop

Vorteile eines Hochbeets

Vorteile Hochbeet

  • Ergonomisch sinnvoll: Durch die erhöhte Lage schonst Du Deinen Rücken. Wähle Dein Hochbeet nach Deiner Arbeitshöhe aus. Wir führen auch Hochbeete extra für große Menschen.
  • Behindertengerechtes Gärtnern ist dank der Erhöhung möglich.
  • Ideal zum Anzüchten von Pflanzen, denn schnelles Wachstum von Pflanzen wird durch Bodenwärme von unten und durch den schichtweisen Aufbau eines Hochbeets bzw. Frühbeets begünstigt.
  • Hochbeete setzen Pflanzen hervorragend in Szene.
  • Es gibt sie in unterschiedlichen Größen, also auch für Balkon und Terrasse.
  • Besserer Schutz vor Unkrautwuchs, Schnecken- und Mäusebefall.
  • Du kannst Gartenabfälle sinnvoll verwerten.
  • Ein Hochbeet ist sehr pflegeleicht, da es im Gegensatz zu anderen Beeten nicht umgegraben wird.

So legst Du in wenigen Schritten ein Hochbeet an

Hochbeet als Nutzgarten richtig befüllen

Wenn Du aus Deinem Hochbeet einen kleinen Nutzgarten mit Gemüse und Kräutern oder ein Frühbeet machen willst, gehört das Beet wie folgt mit unterschiedlichen Schichten befüllt:

1. Hochbeeterde: Damit gibst Du den Pflanzen als oberste Schicht eine gute Grundlage für ein prächtiges Wachstum.

2. Hochbeetdünger (optional): Auch wenn im Hochbeet viele Nährstoffe freigesetzt werden, empfehlen wir Dir bei starkzehrenden Pflanzen (Fruchtgemüse, Kohl und Kartoffeln) die Pflanzen mit mildem Hochbeetdünger zusätzlich zu versorgen. Ab dem 3. Jahr generell 1 x jährlich im Frühling diesen Dünger ausbringen.

3. Kompostschicht: Mit halb zersetzten, feineren Pflanzenresten, Gartenabfällen, Bioabfall und Grasschnitt füllst Du die mittlere Schicht Deines Beets. Nutze hierfür z.B. Strauchschnitt und Strauchabfälle, Laub und/oder zerkleinerte Staudenreste. Etwas schneller geht's mit rohem Kompost bzw. Komposterde.

4. Bodenaktivator: Mische der Kompostschicht einen Bodenaktivator bei. Der unterstützt die Verrottung und somit die Bildung von Humus und neuen Nährstoffen und aktiviert zusätzlich die Bodenfruchtbarkeit.

5. Teich- oder Noppenfolie: Verkleide die Wände Deines Hochbeets mit Teich- oder Noppenfolie. So verhinderst Du, dass die Erde zu schnell austrocknet.

6. Umgedrehte Grasnarben/Rasensoden (wenn vorhanden): Sie werden mit den Wurzeln nach oben in das Beet gelegt, helfen den Pflanzen beim Anwachsen und verhindern ein Durchrieseln der feineren Pflanzenreste.

7. Drahtgeflecht: Bedecke die Grundfläche Deines Gemüsebeets mit einem feinmaschigen Drahtgeflecht, um das Eindringen von ungewollten Besuchern wie Nagetieren zu vermeiden.

8. Reisigschicht: Mit den dünnen Ästen, Zweigen und Reisig schaffst Du eine optimale Grundlage und Belüftung für Dein Hochbeet. Auch Häckselgut passt gut dazu. Zu wenig Material aus dem Garten? Mit unserem praktischen Aufffüllmaterial geht's genauso gut!

Hochbeet als Ziergarten richtig befüllen

Du musst aus Deinem Hochbeet aber keinen Nutzgarten machen. Auch Zierpflanzen eignen sich sehr gut für eine erhöhte Pflanzung. Dann ist der Aufbau noch einfacher. Ein Hochbeet mit Zierpflanzen eignet sich zum Beispiel gut als optische Aufwertung oder Unterteilung Deiner Terrasse, bedingt auch als Sichtschutz. So geht die Füllung:

1. Hochbeeterde: Verschafft den Blumen und Gräsern eine optimale Grundlage, guten Halt, speichert Wasser und Nährstoffe.

2. Hochbeetdünger: Versorgt die Zierpflanzen dauerhaft mit Nährstoffen für üppiges Wachstum und Blütenpracht.

3. Teich- oder Noppenfolie: Verkleide die Wände des Hochbeets mit Teich- oder Noppenfolie. So verhinderst Du, dass die Erde zu schnell austrocknet.

4. Gartenvlies: Das Gartenvlies trennt die Pflanzerde vom Blähton.

5. Kies/Blähton: Eine Schicht aus Kies oder Blähton wirkt als Drainage und verhindert Staunässe.

6. Drahtgeflecht: Lege den Boden des Hochbeets mit feinmaschigem Drahtgeflecht oder Wühlmausgitter aus. So schützt Du die Pflanzen vor Nagetieren.

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Tipps rund ums Hochbeet

  • Beim Schichtaufbau für ein Nutzbeet werden in den ersten 2 bis 3 Jahren durch die Zersetzung des organischen Materials viele Nährstoffe freigesetzt. Zugleich wird sich die Erde im Hochbeet senken. Du solltest also bei Bedarf vor dem Pflanzen wieder Hochbeeterde auffüllen.
  • Wenn Du fertige Gemüse-Jungpflanzen oder Kräuter pflanzen willst, verwende ausschließlich Hochbeeterde. Wenn Du direkt säen möchtest, verwende für die obersten 10 cm. nährstoffarme Aussaat- bzw. Anzuchterde.
  • Das geschichtete Hochbeet sollte bei Zeiten komplett neu angelegt werden, denn irgendwann sind die Pflanzenreste in Kompost umgesetzt und alle Nährstoffe freigesetzt. Nach etwa 5 Jahren ist es so weit, mit Düngern kannst du das ganze aber ein paar Jahre hinauszögern.
  • Um das Hochbeet vor Schnecken zu schützen, bringe entweder ein umlaufendes Metallblech mit nach unten abgewinkeltem Rand an der Oberkante des Beets an oder verwende Schneckenkanten, -barrieren oder Kupferbänder.
  • Durch den lockeren Boden des Hochbeets muss immer gut gewässert werden, da die Erde in warmen Zeiten schneller austrocknet. In regenreichen Sommern und Gegenden ist das ein entscheidender Vorteil, da sich die Nässe nicht staut.
  • Wenn Du mehrere Hochbeete Dein Eigen nennst, ist auch die richtige
    Fruchtfolge ein Thema und zahlt sich langfristig aus! Infos zu Fruchtfolge im Garten- und Hochbeet findest Du im Ratgeber „Gemüse anbauen"

Hochbeet Tipps

Hochbeet bepflanzen

Fast grenzenlose Freiheit herrscht im Hochbeet, was die Pflanzenauswahl betrifft. Grundsätzlich eignen sich alle Gemüse-, Kräuter und Blumenkulturen fürs Hochbeet. Wichtig ist nur, welche Pflanzen Du miteinander kombinierst, denn nicht alle Pflanzen vertragen sich.

Unter den Obstkulturen eignet sich Beerenobst fürs Hochbeet. Erdbeere und Himbeere freuen sich besonders über den lockeren Aufbau und die schnell abtrocknende Erde im Hochbeet!

Bei Gehölzen wird es schwieriger: Die meisten wurzeln sehr tief und durchdringen den Schichtaufbau im Hochbeet. Rund um viele Sträucher und vor allem Bäume wächst nicht viel, da das mächtige Gehölz Wasser und Nährstoffe regelrecht verschlingt. Kein schöner Anblick! Eine Alternative zu Obstbäumen ist Spalier- bzw. Balkonobst.

Welche Genusspflanzen wachsen im Hochbeet am besten?
Beachte den natürlichen Wechsel in der Nährstoffversorgung und wähle Pflanzen optimal danach aus: anfangs sogenannte starkzehrende Pflanzen wie Tomaten, Gurken, Lauch und Kohlgewächse. Ab dem dritten Jahr gedeihen dann auch Pflanzen mit geringerem Nährstoffbedarf. Hier fühlen sich dann Salate und Kräuter wohl. Willst Du von Anfang an nur Kräuter anbauen? Dann verzichte beim Befüllen des Hochbeets auf die Reisigschicht und verwenden nur wenig reifen Kompost, dafür mehr Hochbeeterde. Je nach Standort und Pflanzenauswahl solltest Du mehr Wert auf eine gute Drainage legen (Blähton, Kies o.ä.).

Was baue ich wann an?
Mischkultur und Fruchtfolge sind nicht nur in Gartenbeeten, sondern vor allem auch in Hochbeeten wichtige Methoden, um den Ertrag zu steigern und die Pflanzen gesund zu halten.

Hochbeet bepflanzen

Gärtner-Tipp

Zieh Dein Gemüse vom Anfang bis zum Ende – die Pflanzen fürs Hochbeet selbst aus Samen zu ziehen, liegt voll im Trend. Und es ist gar nicht so schwer – unser Ratgeber hilft Dir dabei!
Mehr Infos zum Thema findest Du im Ratgeber „Pflanzen säen und ziehen“.

Auf die Größe kommt es an!

Grundsätzlich eignen sich fast alle Gemüsearten, Kräuter und Blühpflanzen für das Hochbeet. Bei der Sortenauswahl solltest Du jedoch Wuchskraft und Wuchshöhe berücksichtigen.

Bei den Tomaten empfehlen wir die buschig wachsenden Balkon- oder Strauchtomaten (z.B. die Sorten ‚Primabell‘ oder ‚Primagold‘), nicht jedoch jene Sorten, die eine Stange benötigen. Dasselbe gilt für Bohnen: Buschbohnen ja, Stangenbohnen nein. Zuckererbsen ja, Zuckermais nein.

Zucchini, Melonen oder Kürbisse sprengen im Hochbeet den Rahmen. Gut geeignet sind dagegen Gurken, am besten die Sorten, die nicht hochgebunden werden müssen. Hier ist z.B. die Salatgurke ‚Kenia‘ eine gute Wahl. Problemlos sind Radieschen und Rettiche, Salate und Mangold, Gelbe und Rote Rüben, Zwiebeln und Lauch oder Stangen- und Knollensellerie.

Hochbeet bepflanzen Vergleich
Links: So besser nicht! Diese Kombination verheißt nichts Gutes, da Zucchini (wie auch ihre Verwandten Gurke und Kürbis) als sehr starkwüchsige Pflanzen den Salat überwuchern. Setze stark wachsende Pflanzen besser an den Rand und lass sie dort runterhängen. Rechts: Besser so! Tomate und Paprika ranken sich in der Mitte platzsparend in die Höhe, darunter und rundherum gehen sich dann auch noch zahlreiche Kräuter, Salate, Kohlgewächse oder Blumen leicht aus.

Das passende Hochbeet für Dich

Frühbeete & Hochbeete Zu den Artikeln

Gärtner-Tipp

Du bist ein Individualist? Dann bau Dir Dein Hochbeet einfach selber! Zum Beispiel mit dem Baukastensystem von Konsta oder mit unserer Anleitung „Hochbeet aus Paletten bauen" .

Frühbeet anlegen

Verschaffe Deinen Pflanzen einen Vorsprung! Mit einem Frühbeet kannst Du Pflanzen ordentlich unter die Blätter greifen und dadurch die Erntesaison verlängern. Denn wer früher pflanzt, kann auch früher ernten! Wer ein Frühbeet besitzt, kann schon ab Februar das erste Gemüse aussäen.

Im Vergleich zu Gewächshäusern ist die Anbaufläche zwar klein, dafür ist ein Frühbeet wesentlich günstiger und benötigt kaum Platz im Garten. Wir haben Dir hier Infos zu diesen praktischen Gartenhelfern zusammengestellt.

Fruehbeet anlegen

Gärtner-Tipp

Für einige Hochbeete, so unter anderem von Konsta oder Juwel, gibt es mega-praktische Frühbeethauben – dadurch profitierst Du doppelt durch die Vorteile von Frühbeet und Hochbeet!

Tipps wenn Du ein Frühbeet anlegen willst

Frühbeete sind kleine Treibhäuser. Schon bei schwacher Sonneneinstrahlung heizt sich ein Frühbeet auf. Die von der Erde abgestrahlte Wärme wird aber durch die Abdeckung im Beet festgehalten.

Wenn Du ein Frühbeete optimal nutzt, kannst Du die Erntesaison um einiges verlängern und sogar mit einer höheren Erntemenge rechnen. Hier ein paar hilfreiche Infos zu Frühbeeten.

  • Frühbeete werden von Hobbygärtnern meistens zum Anzüchten von Gemüsearten mit langer Kulturdauer benutzt. Du pikierst die Pflänzchen nach der Aussaat noch einmal und setzen sie dann um ins größere Beet. Beliebt hierfür sind zum Beispiel alle Kohlarten, Tomaten, Salat und Gurken.
  • Gemüse- oder Blumensamen können im Frühbeet auch in Multi-Topfplatten oder einzelnen Töpfen ausgesät werden.
  • Mistfüllung und Erdschicht(en) im Frühbeet solltest Du alle paar Jahre erneuern.
  • Das Frühbeet muss an einer sonnigen, geschützten Stelle aufgestellt werden.
  • Die Temperatur im Inneren sollte maximal 22 - 25° erreichen. Vor allem kleine Frühbeete können schnell überhitzen. Ein automatischer Fensterheber erleichtert hier die Arbeit.
  • Genau wie ein großes Treibhaus müssen Frühbeete regelmäßig gelüftet werden.
  • Je kleiner das Frühbeet, desto stärker sind die Temperaturschwankungen. Durch rechtzeitiges Lüften oder wenn Du das Beet mit isolierenden Materialien (z. B. Noppenfolie) in der Nacht und an kalten Tagen abdeckst, kann das ausgeglichen werden.
  • Die Aussaat kann direkt in die Erde erfolgen.

Was kann wann ins Frühbeet?

Ab Februar
  • Gartenkresse
  • Radieschen
  • Rettich
  • frühe Kopfsalatsorten
  • Spinat
Ab März
  • Diverse Kohlarten und Salate
  • manche Sommerblumen (Ringelblume, Kalifornischer Mohn, Löwenmaul)
Ab April
  • Selbst gezogene und gekaufte Pflanzen
  • Sommerastern, Zinnien
Im September und Oktober
  • Radieschen
  • Kopfsalate
  • Endivien (durch Folientunnel oder Frühbeetkasten vor den ersten kalten Nächten schützen)
Den ganzen Winter
  • Vogerlsalat (kannst Du in milden Wintern durchgehend ernten)

Gärtner-Tipp

Achtung: Bis Mitte Mai kann es in den Nächten noch kühl werden und auch im Frühbeet tiefere Temperaturen auftreten, daher sollten wärmeliebende Arten wie alles Fruchtgemüse (Tomate, Paprika, Melanzani, Zucchini, Gurke etc.) bei Außentemperaturen unter etwa 5°C ins Haus gebracht werden!

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