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Estrich verlegen

Estrich verlegen

Estrich ist das Fundament für Deinen Bodenbelag. Deshalb sollten Du raue Betonböden und unebene Flächen für den späteren Bodenbelag vorbereiten. Für einige Räume sind Bodenbeschichtungen empfehlenswert, die den Boden schützen oder eine schnelle Abnutzung verhindern.

Lesezeit 2 min. Estrich & Ausgleichsmassen im Shop

Estricharten im Überblick

Eine Variante, einen planebenen Untergrund zu erhalten, ist die Verwendung von Estrich. Man unterscheidet zwischen Nass- und Trocken-Estrich, also Verlegeplatten. Nass-Estrichmasse wird auf den Untergrund gegossen. Sie passt sich allen Unregelmäßigkeiten des Bodens an.

Man unterscheidet je nach dem zugrunde liegenden Bindemittel (ÖNORM B2232 / EN 13813 ) fünf Estricharten und kennzeichnet diese durch folgende Kurzzeichen: CT, CA, AS, MA und SR.

Estrichsorten im Überblick

  Bestandteile Eigenschaften
Trocken-Estrich
(CA)
Es gibt Holzspanplatten, Holzweichfaserplatten, Gipsfaserplatten, Gipskartonplatten und Betonfertigelemente. Die Vorteile: Sie sind leicht aufzubauen, bedürfen keiner Wartezeit nach dem Verlegen und bauen keine Materialspannung auf, da sie nicht trocknen. Dafür ist der Schallschutz nicht so gut, und bei größeren Belastungen besteht die Gefahr, dass sie sich absenken oder einbrechen. Außerdem sind sie feuchtigkeitsempfindlich.
Zement-Estrich
(CT)
Zement, Wasser und Sand Er ist unempfindlich gegen Feuchtigkeit und kann innen wie außen verwendet werden.Leider hat er eine lange Trocknungsdauer. Erst nach 20–30 Tagen können Sie Teppich, Fliesen etc. darauf verlegen.
Anhydrit-Estrich
(CA)
Gips, Wasser und Zuschlagsstoff Er muss gegen Feuchtigkeit geschützt werden, weil Gips leicht Wasser aufnimmt. Daher ist er in Feuchträumen nur bedingt, im Außenbereich gar nicht einsetzbar. Er ist schneller begehbar als Zementestrich, ökologisch unbedenklich und leicht zu verarbeiten. Besonders gut eignet er sich als Heiz-Estrich, da er Wärme sehr gut speichert und leitet, nicht brennbar ist und nur wenig Materialspannung aufbaut.
Magnesit-Estrich
(MA)
Magnesiumchlorid, Magnesia (Pulver aus Dolomitgestein, wird u. a. beim Klettern verwendet) und Zuschlagsstoffe (Sägespäne, Textilfasern, Quarzsand etc.). Er wird aufgrund seiner speziellen Eigenschaften selten verwendet: Er ist elektrisch leitfähig und staubarm, weswegen er für Antistatikböden geeignet ist. Außerdem ist er extrem schlag- und stoßfest, sehr gut wärme- und schalldämmend und immun gegen Mineralöle, Lösemittel und Treibstoffe. Aufgrund seiner Empfindlichkeit gegenüber Nässe kann er aber außen und in Feuchträumen nicht eingesetzt werden.
Gussasphalt
(AS)
Bitumen, Sand, Splitt und Füllstoffe Er ist nach einem Tag belegfertig, geruchlos, staub- und wasserfrei. Er lässt sich gut außen und in Nassräumen verwenden und hat sehr gute Wärme- und Schallschutzeigenschaften.Allerdings wird er bei Temperaturen zwischen 220 und 250 °C aufgetragen. Das macht ihn für die Verwendung im Heimwerkerbereich untauglich.
Kunstharzestrich
(SR)
Epoxidharze, Polyurethane, Polymethylmethacrylate , ungesättigte Polyesterharze Die Vorteile: Er kann nahezu fugenlos verlegt werden und härtet sehr schnell aus. Er ist unempfindlich gegen Feuchtigkeit, Wasser und viele Chemikalien, extrem verschleißresistent sowie frostbestädig. Allerdings muss er sehr schnell verarbeitet werden und ist zumeist aufgrund seiner individuellen Zusammensetzung mit hohen Stoff- und Verarbeitungskosten verbunden. Die optimale Verlege-Temperatur liegt je nach Kunstharztyp in der Regel bei 15° C bis 25° C. Er ist im allgemeinen nach 8 bis 12 Stunden begeh- und nach 3 bis 7 Tagen mechanisch belastbar.

Trocken- und Nassestrich

Ein bisschen schief hat Gott lieb, sagt der Volksmund. Wir wissen nicht, wer diese Idee in die Welt gesetzt hat. Eines aber wissen wir: das kann fatale Folgen haben – einfallende Wände, einbrechende Fußböden, einstürzende Neubauten. Deswegen sorge unbedingt für einen ebenen, geraden und stabilen Boden, z. B. mit einem Estrich. Dabei unterscheidet man zwischen Trocken- und Nassestrich.

Trockenestrich

Trockenestrich ist mit einer Ausgleichsschüttung für den Heimwerker sehr einfach zu verlegen und hat hervorragende Wärme- und Schalldämmeigenschaften. Und der wesentliche Vorteil: Trockenestrich ist nach dem Verlegen sofort begehbar und die nachfolgenden Arbeiten können umgehend durchgeführt werden. Alternativ können statt Trockenestrichelementen auch OSB-Platten auf der Schüttung verlegt werden. Diese sind ein natürlicher Werkstoff mit einer sehr guten Umweltbilanz. Sie sind leicht zu verarbeiten, haben sehr gute Wärmedämmeigenschaften und sind, je nach persönlichem Geschmack, auch als Endfinish nutzbar.

Trockenestrichelemente werden direkt auf einer Schüttung aus porigen, mineralischen Körnern verlegt. Diese verkrallen sich ineinander und sorgen so für eine hohe Standfestigkeit. Trockenschüttung ist sehr leicht, nicht brennbar und dämmt gut gegen Schall und Wärmeverlust. Auf Holzdecken muss vorher ein Rieselschutz ausgelegt werden, damit die Körner nicht durch die Ritzen fallen.

Der Trockenestrich ist besonders für den Trockenausbau wie z. B. den Dachausbau geeignet. Es sind keine Wartezeiten durch Austrocknung von Estrichmasse einzuhalten. Trockenestrich mit Trockenschüttung gleicht Unebenheiten im Untergrund aus und ist für den Selbermacher leicht zu verarbeiten.

Trockenestrich

Nassestrich

Nassestrich bedeutet, dass dem Estrich ein Fließmittel zugegeben wird, das ihn sehr weich und selbstnivellierend macht. Sehr praktisch, denn dann wird er von ganz alleine vollkommen eben. Je nach verwendeter Estrichart, kann es nach dem Einbringen einige Tage bis Wochen dauern, bis der Bodenbelag verlegt werden darf.

Nassestrich verlegen
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