Dachformen von Carports

Carports kannst Du in unterschiedlichen Materialien und mit unterschiedlichen Dächern selber bauen oder bauen lassen. Dabei kommt es in erster Linie auf Deinen Geschmack, die Möglichkeiten auf Deinem Grundstück und die Regelungen und Genehmigungsverfahren in Deinem Wohnort an.

  • Flachdach

    Flach- und Walmdach

    Die kannst Du mit unterschiedlichen Materialien eindecken:

    • PVC: günstig in der Anschaffung, schnell und simpel zu verlegen, allerdings nicht hagelfest.
    • Aluminium: (blank oder farbbeschichtet): Das Material ist bruchsicher, beständig gegen UV-Strahlung und hagelfest.
    • Dachschalung: Diese besticht durch ihre natürliche Optik und ist bauseits mit Dachpappe zu verkleiden. Durch ihre hohe Masse ist die Dachschalung bei Niederschlag die leiseste Variante der möglichen Dacheindeckungen.

  • satteldach

    Satteldach

    Satteldächer kannst Du auf zwei Arten eindecken:

    • Dachschalung für Eindeckung mit Bitumenschindeln
      (geschlossene Dachschalung)
    • Dachlattung für Eindeckung mit Ziegeln. Hier musst Du beim Verlegen auf die Vorgaben des Herstellers achten, zu den Lattenabständen.

  • Runddach

    Runddach

    Dacheindeckung mit Doppelstegplatten: Das Dach wird hier mit Doppelstegplatten eingedeckt. Es handelt sich um leichte und stoßfeste Hohlkammerplatten aus Polycarbonat. Die Platten sind UV-beständig und bis zu einer Körnergröße von 20 mm hagelfest (bei korrekt durchgeführter Montage).

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Das braucht ein Carport noch

Pfosten
Starker Halt – das sollte das wichtigste Merkmal Ihres neuen Carports sein! Die Pfostendimension ist für einen stabilen Halt der Konstruktion verantwortlich. Diese sollte aus statischen wie auch optischen Gründen ein Mindestmaß von 9 x 9 cm haben.

Pfostenanker
Einbetoniert oder aufgeschraubt gewährleisten diese starken Helfer sichere Stabilität und eine lange Lebensdauer.

Regenrinne
Je nach Carport-Variante sollte eine Regenrinne installiert werden, damit Regenwasser vom Dach gezielt ablaufen kann.

Schneelast
Bedenken Sie vor dem Kauf die Schneelast, der Ihr Carport standhalten muss. Auskunft dazu kann Ihnen Ihr zuständiges Bauamt geben. Die bei den Carport-Artikeln angegebene Schneelast ist statisch berechnet.

Carport Schneelast

Das richtige Holz für Deinen Carport

Welches Holz darf’s denn sein? Carports sind – je nach Modell und Ausführung - aus verschiedenen Arten von Holz gefertigt. Bei der Auswahl kommt es für Dich also vor allem auf Deinen persönlichen Geschmack. Gängige Holzarten für Carports sind: Imprägniertes Nadelholz, Douglasienholz, Leimholz und KVH ® (Konstruktionsvollholz).

  • Impraegniertes Nadelholz

    Imprägniertes Nadelholz

    • Ist mit Salzen vorbehandelt und erhält dadurch seine grünliche Färbung. Die Salze schützen das Nadelholz vor Pilzbefall und Insekten.
    • Ist nicht beständig gegen UV-Licht und wird im Laufe der Jahre grau.
    • Da es nicht technisch getrocknet wird, enthält es eine natürliche Restfeuchte.
    • Es empfiehlt sich, das Holz jeweils nach 2 bis 3 Schönwettermonaten nachzubehandeln, um es frisch und schön zu erhalten.

  • Douglasie

    Douglasienholz

    • Ist von Natur aus resistent gegen Pilzbefall und Insekten und somit sehr widerstandsfähig
    • Ist sehr hart und hat dennoch dynamische Eigenschaften.
    • Meist wird technisch getrocknetes Douglasienholz für die Herstellung baulicher Konstruktionen wie Carports und Terrassenüberdachungen verwendet.
    • Im Laufe der Nutzung bekommt das Holz eine edelschimmernde, grausilbrige Oberfläche mit natürlichen Holzschutzeigenschaften.
    • Eine offenporige Lasur bietet dem Holz UV-Schutz.

  • leimholz

    Leimholz

    • Ist ein hochwertiger Verbund mehrerer Holzteile, die nach ihrer Trocknung wetterfest miteinander verleimt werden.
    • Durch diese Art der Herstellung entstehen tragfähige Balken, die im Vergleich zu natürlichem Holz verwindungssteifer sind und weniger zu Rissbildung neigen.
    • Bei Leimholz ist eine Vorbehandlung gegen Befall durch Pilze und Insekten notwendig.
    • Es eignet sich hervorragend für farbige Anstriche (mit einer offenporigen Lasur!)

  • Konstruktionsvollholz

    Konstruktionsvollholz (KVH)

    • bestens geeignet für Konstruktionen für höhere Beanspruchung
    • wird durch maschinelle und visuelle Holzsortierung hergestellt
    • verfügt über höhere Verzugssicherheit und bessere Standfestigkeit als Bauholz
    • ist technisch getrocknet und hat ca. 15 % Restfeuchte
    • hat eine allseitig gehobelte Oberfläche, gefaste Kanten und ist keilgezinkt
    • Sortierung nach DIN 4074/EN 338- Festigkeitsklasse S10/C24

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Die Anwendungsgebiete von KVH sind neben hochwertigen Dachkonstruktionen wie Gauben, Carports, Pergolen und Terrassenüberdachungen auch Konstruktionen des Innenausbaus. KVH ist für Innen- sowie geschützte Außenbereiche ohne maßgeblich optische Ansprüche geeignet. Für eine Außenanwendung sollte KVH vorab behandelt werden, um eine Vergrauung sowie Insekten- und Pilzbefall zu verhindern. Eine direkte Bewitterung solltest Du vermeiden.

Wir von HORNBACH verwenden ausschließlich ausgesuchte Hölzer aus nachhaltig und sozialverantwortlich bewirtschafteten Wäldern. Zertifizierungssysteme wie FSC® stellen dies sicher.

Baugenehmigungen für Carports

Bevor Du mit dem Bau Deines neuen Carports loslegst, solltest Du unbedingt prüfen, ob Du eine Baugenehmigung brauchst. Besser vorher klären, als hinterher wieder abreißen.

Wann brauche ich eine Baugenehmigung für meinen Carport?
Diese Frage lässt sich nicht generell für Österreich beantworten, da dies von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt ist. So brauchst Du beispielsweise in Wien gar keine Bewilligung, in Salzburg ist ein Carport immer bewilligungspflichtig, in den meisten Bundesländern erst bei Überschreitung gewisser Maße. Erkundige Dich daher unbedingt vor der Planung und dem Baubeginn, am besten noch vor dem Kauf, nach den örtlichen Vorschriften. Informationen dazu bekommst Du von der örtlichen Baubehörde.

Erkundige Dich daher unbedingt vor Baubeginn, am besten noch vor dem Kauf, nach den Vorschriften in Deinem Wohnort. Das zuständige Bauamt kann Dir Auskunft geben.

Warum ist die Baugenehmigung erforderlich?
Mit ihr soll verhindert werden, dass Carports bestimmte Vorgaben überschreiten, z. B. was die Höhe angeht. Ohne diese Regelung könnte jeder sein Carport bauen wie er wollte. Dadurch wäre die Sicherheit nicht immer gewährleistet.

Was ist beim Grenzabstand zu beachten?
Auch hier gilt: Die Regelungen sind je nach Bundesland unterschiedlich.
In jedem Fall empfiehlt es sich, vorher mit dem Nachbarn über die Pläne eines Carports zu sprechen und diese dann schriftlich zu fixieren. So können Missverständnisse und möglicher Ärger schon vorab vermieden werden.

Baugenehmigung fuer Carport

Freistehenden oder Anbau-Carport selber bauen

Wichtige Begriffe rund um den Carport

Ist Dein Wunsch-Carport am Artikel mit dem links stehenden Symbol gekennzeichnet, musst Du vor der Bestellung sicherstellen, dass die Entladestelle mit einem 40 Tonnen-LKW erreichbar ist.

Anlieferung Icon

In unserem Sortiment findest Du Einzelcarports, Doppelcarports und welche, wo Du noch mehr Autos unterstellen kannst. Außerdem unterscheiden wir zwischen freistehenden Carports und Anbau-Carports.

Den Carport kannst Du leider nicht einfach auf Deinem Grundstück platzieren. In vielen Bundesländern benötigst Du nämlich eine Baugenehmigung. Ob auch Du davon betroffen bist, erfährst Du bei der örtlichen Baubehörde.

Sorge im Hinblick auf Standfestigkeit und Haltbarkeit für ein stabiles Carport-Fundament. Du hast die Möglichkeit zwischen zwei Arten von Fundamenten zu wählen: Dem Punktfundament oder dem Streifenfundament.

Punktfundament: Für einen klassischen Carport mit Pfosten eignet sich ein Punktfundament – auch wenn der Carport-Boden nur gepflastert werden soll. Dabei wird jeder einzelne Pfosten einbetoniert. Der Vorteil dabei ist, dass Du nicht den gesamten Boden unter dem Carport ausheben musst, um eine Bodenplatte zu gießen.

Hier geht's zur Anleitung für das Punktfundament.

Streifenfundament: Ein alternatives Carport-Fundament stellt das Streifenfundament dar. Es eignet sich vor allem für die Stabilisierung von Mauern und für den Fall, dass eine feste Bodenplatte gegossen werden soll.

Hier geht's zur Anleitung für das Streifenfundament.

Aufstellmaße Breite x Tiefe
Dieses Maß gibt das Außenmaß ohne überstehende Elemente an. Daran kannst Du Dich orientieren, wenn Du wissen willst, wie groß das Fundament für den Carport sein muss.

Außenbreite und Außentiefe inkl. Dachüberstand
Mit diesem Maß kannst Du feststellen, ob auf Deinem Grundstück überhaupt genügend Platz für einen Carport ist. Die Info ist außerdem nützlich, wenn Du eine Dachrinne am Carport anbringen willst und dafür genaue Maße brauchst.

Innenbreite und Innentiefe
Die Innenbreite und Innentiefe erhältst Du, wenn du vom Außenmaß die Pfostenstärke abziehst. Sie geben an, wie viel Platz Dir unter dem Carport tatsächlich zur Verfügung steht. Daran kannst Du auch erkennen, ob der Carport überhaupt die richtige Größe für Dein Auto hat.

Höhe
Die Maßeinheit Höhe gibt die komplette Höhe des Carports an, d.h. inklusive der Dacheindeckung.

Durchfahrtshöhe vorn
Sie gibt an, wie hoch Dein Auto maximal sein darf, damit Du problemlos von vorne in den Carport hineinfahren kannst.

Durchfahrtshöhe hinten
Sie gibt an, wie hoch Dein Auto maximal sein darf, damit Du problemlos von hinten in den Carport hineinfahren kannst.

Pfostenstärke
Die Stärke der Pfosten bestimmt die Tragfähigkeit und die Stabilität des Carports.

Dachfläche
Das Maß der Dachfläche ist wichtig zur Berechnung der Regenwasserabführungsgebühren. In einigen Gemeinden müssen dafür Beiträge bezahlt werden. Zudem ist das Maß wichtig, wenn Du den Bedarf an Schindeln berechnen willst.

Dachstärke
Die Dachstärke ist die Dicke des Daches in Millimeter und ein guter Hinweis auf die Qualität des Carports. Je dicker, desto stabiler.

Die Kesseldruckimprägnierung oder auch Wechseldruckverfahren genannt, beschreibt ein besonderes Holzschutzverfahren. Es basiert auf dem Wechselspiel von Vakuumphasen und Druckphasen, in denen eine Imprägnierflüssigkeit ins Holz eingebracht wird.

Das Verfahren soll das Holz vor äußeren Einflüssen schützen und dem natürlichen Zerfall entgegenwirken. Durch eine qualitativ hochwertige Kesseldruckimprägnierung ist das Holz dauerhaft gegen Moderfäule, Pilze und Insekten sowie Erde und Wasser geschützt. Vor allem für Holz, das seinen Standort im Freien hat und damit jedem Wetter standhalten muss, ist dieser Schutz geeignet.

Je nach Hersteller können kesseldruckimprägnierteHölzer eine grau-grünliche Färbung haben.

Es gibt natürlich auch Hölzer, die bereits von Natur aus resistent sind, aber bei einheimischen Naturhölzern wie Fichte, Douglasie und Kiefer muss mit Holzschutzmitteln nachgeholfen werden.

Die Tauchimprägnierung ist ein spezielles Holzschutzverfahren, bei dem das Holz in ein Schutzmittelbad eingetaucht wird. Das Holz soll somit vorbeugend vor holzzerstörenden und holzverfärbenden Organismen geschützt werden oder einen Befall durch diese Organismen verhindern.

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