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Rasen pflegen und bewässern

Rasen pflegen und bewaessern

Was Grashalme wollen! Eine Rasenfläche besteht aus vielen Millionen Einzelpflanzen. Jedes Pflänzchen für sich will gesund gehalten werden. Sorge dafür, dass die Gemeinschaft der Halme stark zusammenhält und fit bleibt.

Lesezeit 9 min. Rasendünger im Shop

Rasen mähen, aber richtig

Wer richtig mäht, hat länger was von seinem Rasen. Nichts kann einer Rasenanlage mehr schaden als zu spätes Mähen.

Wer mit dem Rasenmähen zu lange wartet, hat nämlich das Problem, dass die schnellwüchsigen Unkrautarten sich verstärkt ausbreiten. Sie brauchen Platz und verdrängen die Rasenpflanzen.

Also lieber einmal öfter mähen, als zu wenig. Wie oft, hängt ganz von der Wachstumsgeschwindigkeit des Rasens ab:

  • In der Hauptwachstumszeit Mai bis Juni mähst Du am besten ein- bis zweimal die Woche, je nach Witterung.
  • In den anderen Monaten reicht es aus, wenn Du einmal die Woche den Rasenmäher auspackst. Ab November bis ca. Ende Februar musst Du gar nicht mähen.

Rasen maehen

Regeln für die richtige Schnitthöhe

  • Die Schnitthöhe sollte zwischen 3 und 6 cm liegen.
  • Wenn der Rasen nach dem Mähen wieder 4 bis 5 cm gewachsen ist, solltest Du wieder ran.
  • Zierrasen kannst Du etwas kürzer schneiden; je nach Bodenbeschaffenheit darf er 2 bis 4 cm kurz sein.
  • Vor und während Hitze- und Trockenperioden stellt Du die Schnitthöhe am Rasenmäher am besten ca. 1,5 cm höher ein als sonst. So vermeidest Du, dass der Rasen austrocknet.
  • Bist Du mal nicht zum Mähen gekommen, dann mach nicht den Fehler den Rasen sofort auf die normale Höhe zurückzuschneiden. Das schadet ihm. Schneide Rasen nie um mehr als die Hälfte der Grashöhe zurück, besser nur 1/3! Lieber nach wenigen Tagen noch mal mähen.
  • Für den Rasen ist es am besten, wenn Du ihn immer mit der gleichen Schnitthöhe bearbeitest.

Rasenmäher Zu den Artikeln

Info

  • Rasenmäher mit Hintenauswurf und angehängtem Container können beim Mähen geschoben oder gezogen werden.
  • Wähle die Schnitthöhe so, dass der Luftstrom im Gehäuse das Mähgut leicht in den Container transportieren kann. Bei zu tief eingestellter Schnitthöhe ist der Luftwirbel zu gering sodass der Container nicht richtig gefüllt wird oder das Gehäuse verstopft.
  • Während Du mähst, können die Lüftungsschlitze des Containers verstopfen. Dadurch verringert sich der Luftaustritt und der Füllgrad des Containers sinkt.
  • Reinige deshalb den Container nach jedem Mähen.

Rasen düngen - wann, wie und womit?

Warum überhaupt Rasen düngen? Gesunder Rasen wächst im Laufe eines Jahres so stark, dass pro Quadratmeter 3 bis 6 kg Schnittgut anfallen. Bei diesem Wachstum entzieht der Rasen dem Boden stets Nährstoffe und laugt ihn aus. Es entstehen kahle Stellen, Moos und Unkraut breiten sich aus.

Wenn Du diese Anzeichen bei Deinem Rasen bemerkst, ist das ein deutliches Indiz dafür, dass ihm wichtige Nährstoffe fehlen. Mit Rasendünger kannst Du solche „Schönheitsfehler" vermeiden oder sie ausbügeln. Im Dünger sind immer die wichtigsten Nährstoffe für den Rasen enthalten: Stickstoff, Phosphor und Kalium. Spezialdünger enthalten darüberhinaus Spurenelemente wie Eisen.

Diese Rasendünger gibt es

Welcher Duenger

Die Vielzahl an Düngern lässt sich wiefolgt, je nach enthaltenen Inhaltsstoffen, grob einteilen in:

  • Rasen-Starterdünger werden direkt bei der Neuanlage einer Rasenfläche sehr nährstoffarmen und sandigen Böden beigemengt. Sie geben den Gräsern zu Beginn einen unmittelbaren Turbo.

  • Klassische Rasen-Langzeitdünger wirken über einen längeren Zeitraum (gewöhnlich 2-3 Monate, siehe Gebrauchsanweisung) und sind besonders stickstoffbetont, um den Gräsern im Frühling und Frühsommer einen ordentlichen Wachstumsschub und einen Vorteil gegenüber Unkräutern zu verpassen.

  • Herbstrasendünger hat einen besonders hohen Kalium-Anteil. Kalium stärkt die Pflanzen gegenüber äußeren Einflüssen (Hitze, Trockenheit, Frost) und ist somit der ideale Rasenbegleiter vor längeren Hitzeperioden im Sommer sowie vor dem Winter.

  • Rasendünger mit Eisen sind vor allem bei Moosbefall empfehlenswert, doch auch so schadet Eisen ab und an nicht.
  • Rasendünger mit Unkrautvernichter enthalten zusätzlich zu den Nährstoffen auch selektive Herbizide. Das heißt die meisten Pflanzen werden abgetötet, die Rasengräser nehmen keinen Schaden.

Verwendung von Rasendüngern mit Unkrautvernichtern

Lies bitte Gebrauchsanleitung und Warnhinweise genau durch und befolge sie! So sollten diese Dünger unter anderem nicht in der Nähe von Gewässern ausgebracht und die Fläche eine Zeit lang nicht betreten werden!

Duengermischer

  • Flüssigdünger mit Blattwirkung sind verglichen mit granulierten mineralischen Düngern eine boden- und resourcenschonende Alternative, da die Nährstoffe direkt an den Ort des Bedarfs gebracht werden. Du kannst sie entweder mit einem Drucksprüher oder, besonders praktisch und einfach, mit einem Düngermischer ausbringen. Sie werden zusätzlich zur Bodendüngung angwendet und Du kannst dadurch die Anwendung von mineralischem Bodendünger reduzieren oder komplett weglassen.

Gärtner-Tipp: Blattdünger und organischen Dünger mischen

Um den Boden fruchtbar zu halten, kannst Du auf mineralischen Langzeitdünger verzichten und stattdessen 2x im Jahr organischen Rasendünger oder einen Bodenaktivator ausbringen. Da der Dünger nicht so stark und etwas zeitverzögert wirkt, kannst Du die Rasengräser zwischenzeitlich mit Blattdünger stärken.

Wann ist der beste Zeitpunkt, um den Rasen zu düngen?

Prinzipiell kannst Du mit der Düngung beginnen, wenn der erste Gras-Wachstumsschub erfolgt. Je nach Gegend ist das im März oder April. Abhängig von der Rasen- und Düngerart sowie den Bodenbedingungen kannst Du granulierte (Feststoff-)Rasendünger 2-4 Mal pro Jahr ausbringen:

Jahreszeit Wenig beanspruchter Rasen / Lehmiger Boden Stärker beanspruchter Rasen / Sandiger Boden
Frühling Rasen-Langzeitdünger Rasen-Langzeitdünger
Frühsommer - Rasen-Langzeitdünger
Sommer - Herbstrasendünger (ggf. vor Hitzeperioden)
Herbst Herbstrasendünger Herbstrasendünger
Duengen

So düngst Du Rasen richtig

  • Bevor Du den Dünger einstreust, solltest Du die Erde auflockern, beispielsweise durch Vertikutieren. Durch den Bodenkontakt löst sich der Dünger besser auf und das Regen- und Gießwasser kann besser zu den Wurzeln durchdringen.
  • Achte darauf, das Düngemittel gleichmäßig zu verteilen. Ein Streuwagen kann dabei behilflich sein.
  • Wichtig: Nach dem Düngen musst Du den Rasen ausgiebig und regelmäßig bewässern! Denn die Nährstoffe gelangen nur in Wasser aufgelöst zu den Rasenpflanzen.
  • Am besten ist es daher, vor angekündigten Regenperioden zu düngen.
  • Flüssigdünger verteilst Du je nach Flächengröße am besten mit Gießkanne oder Düngermischer.

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Vertikutieren - Auch der Rasen braucht Luft

Vertikutieren

Durch schlecht abgekehrtes, eingemulchtes Schnittgut in Verbindung mit flachwachsendem Unkraut verfilzt und vermoost die Grasnarbe im Laufe der Zeit.

Daher empfehlen wir, zweimal im Jahr zu vertikutieren: einmal im späten Frühjahr, einmal im späten Sommer.

In diesen Zeiten sind die Temperaturen nicht allzu hoch. Damit entstehen keine Trockenschäden und das Wachstum der Rasengräser wird nach dem Vertikutieren gefördert.

Beim Vertikutieren - was soviel bedeutet wie „vertikal schneiden" - trennen die Messer des Vertikutiergerätes den Rasenfilz auf. Dadurch kann der Rasen wieder besser „atmen" und auch die Wasser- und Düngerzufuhr funktioniert dann wieder einwandfrei:

Gärtner-Tipp

Nach dem Vertikutieren sollte Dein Rasen unbedingt ein paar Wochen geschont werden, damit er sich wieder vollständig regenerieren kann.

Vertikutieren bedeutet lüften

Jeder Rasen braucht Belüftung, besonders schwere Böden, die das Wasser aufstauen, und stark beanspruchte Rasenflächen. Denn durch starke Beanspruchung verdichtet sich die Rasenoberfläche und der Rasen vermoost und verfilzt. Der Wurzelbereich leidet dadurch unter Luftmangel.

Das hat zur Folge, dass der Rasen sich nur kümmerlich entwickelt. In diesem Fall wählst Du die Arbeitstiefe des Rasenlüfters so, dass die Rasenfläche nur leicht angeritzt wird. Die Messer durchtrennen das Wurzelwerk, was den Rasen zu stärkerem Wachstum anregt.

Vertikutieren 2

So vertikutierst Du Deinen Rasen richtig

  • Kürze Deinen Rasen auf ca. 2 – 4 Zentimeter.
  • Bitte nur trockenen Rasen vertikutieren! Der Boden sollte trocken, aber nicht knochentrocken sein, denn in zu harte Böden können die Vertikutiermesser nicht eindringen.
  • Die Räder oder die Messer des Vertikutierers sollten so eingestellt sein, dass die Grasnarbe etwa drei Millimeter tief eingeritzt wird.
  • Führe das Gerät in einem gleichmäßigen, schnellen Tempo über die Fläche. Bleibe mit einer Vertikutiermaschine nicht stehen, sonst schaltet sich das Gerät aus.
  • Ist Dein Rasen gepflegt, dann brauchst Du nur in eine Richtung zu vertikutieren. Beim nächsten Vertikutieren arbeitest Du dann versetzt zur vorherigen Richtung. Wurde die Rasenfläche mehrere Jahre vernachlässigt, vertikutierst Du einmal in Längs- und nochmal in Querrichtung.
  • Es kann sein, dass nach dem Vertikutieren kahle Stellen zurückbleiben. Die solltest Du neu einsäen mit geeigneten Rasen-Nachsaatmischungen.
  • Bei warmem trockenem Wetter bewässere den Rasen nach dem Vertikutieren gut. Gönn ihm nach der Prozedur ein paar Wochen Pause zur Regeneration.
  • Das Vertikutiergut solltest Du von der Rasenfläche entfernen. Du kannst es kompostieren.
  • Nach dem Vertikutieren ist eine kräftige Nährstoffzufuhr - also Dünger - wichtig.
  • Der Rasen sollte vorzugsweise einmal im Frühjahr und noch einmal im Herbst vertikutiert werden.

Beim Vertikutieren können nicht fest verwurzelte Gräser herausgeschnitten werden. Deswegen: frisch angelegte Rasenflächen nie vertikutieren! Warte lieber 1-2 Jahre. Dann ist der Rasen robuster.

Ein Vertikutierer braucht Platz im Schuppen. Wenn Du den nicht hast, kannst Du ihn auch einfach zweimal im Jahr ausleihen und den Platz im Schuppen sparen.

So funktioniert das Rasenlüften

Nachdem Du schön vertikutiert hast, wird Dein Rasen geflüftet. Dem Grün geht es besser, wenn es mal eine Frischluftzufuhr bekommt. Fachleute nennen diesen Vorgang aerifizieren.

Der Rasen kann entweder mit einer speziellen Lüftungsgabel oder mit einem motorisierten Rasenlüfter aerifiziert werden. Bei beiden Geräten werden mit röhrenförmigen Zylindern Löcher in den Boden gedrückt. Danach wird der Aushub sauber entfernt.

  • Bei kleinen Flächen reicht zum Lüften in der Regel die Lüftungsgabel.
  • Für größere Flächen eignet sich natürlich eher eine motorisierte Variante.

Lüften tut der Rasenfläche gut - es ist wie eine Art Peeling. Egal, ob der Rasen viel oder wenig belastet wird, verdichtet sich die Erde unter den Pflanzen nach und nach und wird immer stärker zusammengedrückt. Dadurch gelangt weniger Sauerstoff in den Boden.

Unter diesem Sauerstoffmangel und der Enge leidet das Wurzelwachstum des Rasens. Deshalb ist das Lüften eine wichtige Pflegemaßnahme. Zudem kann Regenwasser nicht mehr so gut in den Untergrund abfließen. Die schädliche Folge ist Staunässe.

Moose und Algen haben leichtes Spiel und nehmen den Rasenpflanzen noch mehr Platz weg. Damit es gar nicht erst soweit kommt oder um diesen Zustand zu ändern, solltest Du ab und an „durchlüften“.

Tipp

Du kannst das ganz Jahr Deinen Rasen „durchlüften“ und es spricht auch nichts dagegen das Ganze zwei Mal im Jahr zu machen.

Vertikutierer & Rasenlüfter Zu den Artikeln

Rasen bewässern

Wasser ist das A und O für einen gesunden und damit schönen Rasen. Aber Du hast wahrscheinlich wenig Lust mit der Gießkanne Deine ganze Rasenfläche zu wässern. Und das am besten noch zweimal am Tag. Keine Sorge - es gibt Alternativen!

Impulskreisregner

Neu angelegten Rasen bewässern

Egal, ob Du Deinen Rasen frisch gesät oder ausgerollt hast, das Wichtigste ist jetzt: Wasser! Bis zur Keimung und einige Wochen danach sollte der Boden durchgehend feucht sein. Das heißt außer an regnerischen Tagen 1-3 Mal bewässern pro Tag.

Bewässere den Rasen, indem Du den Wasserstrahl nach oben richtest, damit das Wasser von oben herabregnet - wie ein leichter Sommerregen. So werden die neuen Rasensamen nicht unkontrolliert weggeschwemmt und das Wasser hat die richtige Temperatur, weil es an der Luft noch ein wenig erwärmt wird.

Gärtner-Tipp: Leben erleichtern!

Bis die Rasenpflanzen angewachsen sind, darf der Boden niemals austrocknen. Halse Dir nicht zu viel Arbeit auf und setze auf eine automatisierte Bewässerung!

Bewässerungssteuerung Zu den Artikeln

Regelmäßige Rasenbewässerung

Faustregel: Wenn Dein Fußabdruck auf dem Rasen sichtbar bleibt, solltest Du zum Gartenschlauch greifen! Denn dann reicht der Wassergehalt nicht mehr aus, um die einzelnen Grashalme wieder aufzurichten.

Wie die meisten Pflanzen, findet es auch der Rasen nicht toll, wenn er unregelmäßig gewässert wird. Also erst Dürre, dann Überschwemmung, kommt nicht gut an.

  • Beim Rasen sollte eine ausreichende Bewässerung bis tief zu den Wurzeln vordringen, d. h. ca. 10 bis 15 Liter pro qm Rasenfläche.
  • Im Bereich von Bäumen, üppigen Bepflanzungen oder sonstigen wasserdurstigen Gartenbewohnern solltest Du den Rasen noch intensiver bewässern.

Genaue Angaben für die perfekte Wassermenge bei der Rasenbewässerung gibt es nicht. Um zu wissen, wie viel Du gießen musst, solltest Du Deinen Boden kennen. Böden, die sehr lehmhaltig und daher nicht durchlässig sind, müssen nicht so häufig gegossen werden. Dann musst Du nicht mal im Hochsommer jeden Tag wässern.

Dann kann sich das Wasser nämlich stauen und die Wurzeln der Rasenpflanzen verfaulen. Dann hilft nichts mehr, dann ist der Rasen hin. Ist der Boden in Deinem Garten sehr durchlässig, also sandig oder steinig, dann brauchst Du mehr Wasser.

Rasenpflegekalender

Damit Du nicht den Überblick verlierst, wann Dein Rasen welche Pflege braucht, gibt's unseren Rasenpflegekalender. So vergisst Du nicht, wann Du düngen, mähen oder vertikutieren musst.

Rasenkalender

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