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Rasen nachsäen und reparieren

Rasen nachsäen und reparieren

Hat Dein Rasen ein paar kahle Stellen? Siehst du Deinen Rasen vor lauter Unkraut nicht mehr? Oder ist es schon so weit, dass Du ihn gar nicht mehr anschauen kannst? Keine Panik - hier wird Deinem Rasen geholfen!

Lesezeit 5 min. Rasensamen im Shop

Allgemeine Ursachen finden und lösen

Vor dem Reparieren und Sanieren ist es wichtig zu wissen, woran es überhaupt hakt. Die Ursachen eines unschönen, lückigen oder kranken Rasens können nämlich vielfältig sein.

Aufgehellte, gelbe oder kahle Stellen im Rasen haben oftmals allgemeine Ursachen, die mit Standort, Bodenbeschaffenheit oder Lichtverhältnissen zusammenhängen können.

Ursache Maßnahme
Nährstoffmangel (Gelbe Halmspitzen, blassgrüner Rasen, Unkrautwuchs) Rasen düngen (Blattdünger für schnelle Wirkung und Langzeitdünger) oder ggf. pH-Wert korrigieren (nach vorangegangener Überprüfung mit einem Test-Set)
Lichtmangel Speziellen Schattenrasen anbauen; bei sehr starker Beschattung bzw. hohem Wurzeldruck entweder Schattenspender wie Bäume beseitigen oder alternative Bepflanzung bzw. Bodenbedeckung andenken
Staunässe und/oder feuchte Flächen

Wasserdurchlässigkeit erhöhen (z.B. Drainage anlegen oder Boden auflockern, vertikutieren, besanden)
Ausgetrockneter Rasen

Rasen nicht zu kurz schneiden, Trockenrasen anbauen; an sehr trockenen Stellen mit hohem Wurzeldruck (z.B. unter Fichten) trockenheitstolerante Bodendecker pflanzen oder Boden mit Unkrautvlies und Rindenmulch abdecken

Rasenkrankheit erkennen und bekämpfen

Wenn Dein Rasen Symptome aufweist, die nicht auf allgemeine Ursachen zurückzuführen sind, dann könnte es eine der folgenden Krankheiten sein.

Keine Panik - mit den richtigen Maßnahmen kriegst Du Deinen Rasen wieder gesund.

Was tun bei Unkraut und Moos im Rasen?

Moos und Unkraut ist dem Rasenfreund ein Graus. Sie drängeln sich gerne zwischend die Rasenpflanzen. Aber mit Unkraut- und Moosvernichter bekommst Du Deinen Rasen wieder in den Griff:

  • Unkraut- und Moosvernichter einfach in der angegebenen Dosierung auftragen.
    Achtung: Nur selektive Unkrautvernichter verwenden und Gebrauchsanleitung beachten!
  • Dann das braun gewordene Moos bzw. abgestorbene Unkraut mit der einem Metallrechen oder Fächerbesen entfernen.
  • Am besten gleichzeitig düngen oder kombinierte Rasendünger plus Unkrautvernichter verwenden.
  • Um weiterem Unkraut- und Mooswachstum vorzubeugen, achtest Du am besten auf eine gute Pflege: Regelmäßig bewässern und düngen, den Rasen nicht zu kurz schneiden (nicht unter 4 cm), im Frühjahr vertikultieren.
  • Durch eine Bodenanalyse und eine Überprüfung der örtlichen Gegebenheiten kann die Ursache für die Vermoosung ausgemacht und gegebenenfalls beseitigt werden. Bei zu niedrigen pH-Werten empfiehlt sich eine Aufkalkung.
  • Moose fühlen sich besonders in schattigen Lagen wohl. Daher ist es empfehlenswert, in schattigeren Lagen spezielle Schattenrasen-Mischungen zu verwenden.

Akkordeon Unkraut und Moos
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Wie werde ich Hexenringe los?

Beschreibung: 2-5 cm große Pilze auf dem Rasen, die ringförmig angeordnet sind und im Boden ein wasserundurchlässiges Pilzgeflecht (Myzel) bilden. Der Rasen ist im Bereich der Pilze manchmal bereits abgestorben.
Auftreten: Häufig in nährstoffarmen, sandigen oder verdichteten Böden, in denen das Bodenleben fehlt sowie in verfilztem Rasen.
Bekämpfung: Je nach Intensität des Auftretens sind unterschiedliche Maßnahmen notwendig.

  • Leichtes Auftreten: Sofortige, stickstoffbetonte Düngung (Flüssig- und Langzeitdünger), Bodenstruktur verbessern durch Aktivierung des Bodenlebens um die Humusbildung zu beschleunigen und Beseitigung von Bodenverdichtungen.
  • Mittleres Auftreten: Tiefenlockerung durchführen, das Mycel muss so tief wie möglich durchstoßen werden sowie Durchführung aller Maßnahmen, die bei leichtem Auftreten empfohlen werden.
  • Starkes Auftreten: Tiefgründige Entfernung des Rasens und Neuanlage.

Akkordeon hexenring

Beschreibung: Schwarzer Blaualgen-Belag zwischen den Rasengräsern.

Auftreten: Vor allem in milden Wintern aufgrund von länger anhaltender feuchte Witterung sowie milden Temperaturen, bevorzugt auf verdichteten Böden mit Staunässe.

Bekämpfung:

  • Entferne den Algenbelag durch Vertikultieren und Harken.
  • Bringe kalibetonten Rasendünger aus, zum Beispiel FloraSelf Select Herbstrasendünger.
  • Verbessere mit Bodenaktivatoren, Kompost und Erden die Bodenstruktur.
  • Mach den Boden bei stärkeren Verdichtungen durchlässiger. Das gelingt Dir duch eine gleichmäßige Besandung.

Beschreibung: Eine Nassfäuleerkrankung des Rasens; zunächst kleine, kreisrunde Flecken, die bis zu 30 cm Durchmesser groß werden können. Die Gräser werden braun, matschig und sterben ab. Außen ist teilweise ein rosa-weißes Mycel sichtbar.

Auftreten: Schneeschimmel kommt an sich häufig vor (im abgestorbenen Rasenfilz, als Mycel oder Konidie) und wird erst dann zum Problem, wenn mehrere befallsfördernde Faktoren zusammenspielen:

  • Längere Bedeckung des Rasens mit Schnee und Laub
  • Staunässe und dichter Rasenfilz
  • Temperaturschwankungen, v.a. wechselnde Temperaturen um den Gefrierpunkt
  • Mildere Winter (Ausbleiben der Winterruhe, die vor Befall schützt)
  • Zu starke Stickstoffversorgung sowie Kalkung vor dem Winter

Bekämpfung: Eine direkte Bekämpfung ist nicht möglich, da der Fungizideinsatz auf Rasenflächen in Haus- und Kleingärten verboten ist. Gewöhnlich verschwinden die Flecken jedoch bei wärmeren Temperaturen, auf jeden Fall solltest Du infizierte Bereiche sofort harken. Vorbeugend kannst Du einige Maßnahmen treffen:

  • Verbessere die Belüftung des Bodens zum Beispiel indem Du im Frühjahr und Spätsommer vertikutierst. Entferne abgefallenes Laub direkt vom Rasen.
  • Erhöhe vor allem bei lehmigen Böden die Durchlässigkeit indem Du nach dem Vertikultieren Rasensand einstreust. Stark verdichtete Böden solltest Du drainieren.
  • Reduziere das Infektionsrisiko: Verwende im Herbst ausschließlich kalibetonte Herbstrasendünger und verzichte auf eine Kalkung (der pH-Wert sollte nicht über 6,5 liegen). Säe an windstillen, schattigen Lagen nur Schattenrasen aus oder verzichte ganz auf Rasen.

Rasen nachsäen und reparieren

Einst Dein ganzer Stolz, jetzt ist er nicht mehr anzusehen? Wenn Dein Rasen wegen Krankheiten, Unkräutern oder ganz allgemein in schlechtem Zustand ist, solltest Du ans nachsäen, reparieren oder in sehr schlechtem Zustand an eine Generalsanierung denken.

Schadhafte Stellen im Rasen reparieren

Rasen nachsaen02

Sind deutliche Lücken im Rasen zu sehen oder ist der ganze Rasen in einem schlechten Zustand, sollte nachgesät und repariert werden. So geht’s:

  1. Mähen: Und zwar so kurz wie möglich, also in der niedrigsten Schnitthöheneinstellung.
  2. Vertikutieren: Am besten mehrmals in Quer- und in Längsrichtung. Je gründlicher, desto besser. Nur so bekommt der Rasensamen überall direkten Bodenkontakt. Passe die Vertikutiertiefe der Höhe der verfilzten Schicht an. Entferne danach den Rasenfilz vollständig mit einem Rechen.
  3. Große Unkräuter entfernen: Große Wurzelunkräuter wie Löwenzahn, die den Rasen deutlich beschatten bzw. verdrängen, kannst Du mit der Wurzel ausstechen.
    Optional kannst Du auch vor dem 1. Schritt, also vor dem Mähen, einen Rasen-Unkrautvernichter ausbringen. Beachte bitte die Gebrauchsanweisung genau!
  4. Dünne Erd-/Torfschicht ausbringen: Falls der Boden sehr hart und verdichtet ist, kannst Du auf den Schadstellen ein wenig Torf oder Rasenerde ausbringen.
  5. Rasen nachsäen: Verwende zum Nachsäen ausschließlich geeignete Nachsaat - oder Reparaturmischungen, die schnell keimen und zügig wachsen. Wichtig ist die Samen gleichmäßig auf allen Schadstellen bzw. Lücken auszusäen - gehe daher am besten nur in Längs- und Quer-Richtung und verwende einen Streuwagen.
  6. Samen leicht abdecken: Die sanierte Fläche mit einer ganz dünnen Torfschicht oder noch besser Rasenerde abdecken.
  7. Gründlich eingießen mit einem feinen Strahl, sodass die Samen nicht weggeschwemmt werden.

Rasen nachsaen01

Nachfolgende Pflege: Achte etwa 1 Monat auf eine gründliche und regelmäßige Bewässerung und mähe den Rasen dann bei einer Höhe von ca. 10 cm erstmals auf 5-6 cm. Nach der ersten Mahd empfehlen wir Dir außerdem eine Düngergabe mit Rasen-Langzeitdünger.

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Nachsäen - Auffrischung für den Rasen

rasen retten

Dein Rasen hat zwar keine deutlichen Lücken, wirkt aber trotzdem nicht mehr dicht und vital? Dann gönne ihm Auffrischung durch eine Nachsaat:

Streue dazu am besten nach dem Vertikutieren gleichmäßig hochwertige Nachsaatsamen über die Fläche. Für eine bessere Verteilung empfehlen wir Dir einen Streuwagen. Arbeite die Samen danach mit einem Laubrechen leicht ein und halte die Fläche für ca. 1 Monat durchgehend feucht.

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Rasen generalsanieren

Rasen ausstechen

Wenn nachsäen nicht ausreicht, die Fläche zu groß ist um nur einzelne Lücken zu reparieren oder Grundbedingungen wie die Bodenqualität nicht passen, kommst Du um eine Generalsanierung nicht herum:

Dafür muss der gesamte Rasen entweder mit dem Spaten oder einem Sodenschneider entfernt werden. Danach gehst Du wie bei der Neuanlage eines Rasens vor.

Zur Anleitung „Rasen neu anlegen"

Sommer - heiße Phase für den Rasen

Rasen im Sommer

Er war eigentlich so schön grün. Aber nach ein paar heißen Sommermonaten ist Dein Rasen eher braun und stoppelig? Das muss nicht sein. Wenn Du weißt, worauf Du achten musst, kannst Du Deinen Rasen mit einem satten Grün durch den Sommer bringen.

Unsere 6 Profitipps zeigen Dir, wie es geht.

Richtig viel gießen ist schon mal der erste Schritt zu gesundem Rasen. Gerade an heißen Tagen wässerst Du am besten früh morgens so lange, bis sich mehrmals hintereinander Pfützen auf jeder Stelle des Rasens gebildet haben.

Ist das nicht Wasserverschwendung? Im Gegenteil. Wenn Du regelmäßig ausreichend wässerst, musst Du nicht so oft gießen. Wenn Du seltener aber durchdringend wässerst kann das Wasser auch die Rasenwurzeln erreichen und verdunstet nicht gleich an der Oberfläche.

Achte darauf, dass der Rasen nicht ständig feucht ist und gib ihm Zeit zu trocknen! Denn eine zu hohe Feuchtigkeit kann zu Rotspitzigkeit im Rasen kommen - eine Pilzkrankheit, die überwiegend in den Sommermonaten vorkommt und sich durch unregelmäßige Flecken mit gelben bis braunen Grashalmen kenntlich macht.

Sind die gelben Stellen einmal da, braucht Dein Rasen Pflege und vor allem Zeit sich zu regenerieren!

Der trockene Schnitt sollte zunächst mit einem Rechen entfernt werden, damit der Boden und die gesunden Grünflächen mit ausreichend Luft und auch Licht versorgt werden. Sonst kann es passieren, dass vertrocknetes Grün schimmelt und den Rasen „erstickt“. Zusätzlich musst Du ausreichend bewässern und düngen.

Um die Toleranz des Rasens gegenüber Trockenheit zu erhöhen, empfehlen wir Dir kaliumbetonte Dünger, wie Herbstrasendünger, anzuwenden. Nach ca. 2 Wochen sollte er dann wieder dicht und grün wachsen.

Ist auch nach 2 Wochen noch keine Besserung in Sicht, solltest Du an den kahlen und gelben Stellen gezielt nachsäen. Dein Rasen braucht jetzt die richtige Mischung aus Saatgut und Dünger. Beim Saatgut haben sich Trockenrasen-Mischungen bewährt.

Denk bitte daran, dass insbesondere zu viel Düngemittel Deinem Rasen schaden kann. Setze deshalb besser auf Rasenlangzeitdünger! Der wirkt am besten, wenn Du ihn in den Boden einarbeitest, bevor Du den neuen Rasen säst. Wenn Du Flüssigdünger verwendest, solltest Du ihn erst einige Wochen nach der Keimung anwenden.

Haben die Tipps 1 - 3 nicht geholfen, solltest Du die Bodenqualität bzw. den pH-Wert mit Hilfe eines Teststreifens überprüfen.

  • Bei einem pH-Wert von >7 spricht man von einem basischen Boden.
  • Ein pH-Wert < 7 ist hingegen ein Anzeichen für einen sauren Boden.
  • Liegt der pH-Wert sogar < 5,5 solltest Du den Boden kalken.
  • Auch bei einem pH-Wert > 6,5 solltest Du den Boden nicht kalken, da Pflanzen so kein Eisen aufnehmen können.

Senken kannst Du den Wert mit versauernd wirkendem Dünger, wie z.B. Ammonsulfat, Torf oder Tannennadeln.

Schon direkt nach dem Winter kannst Du Deinem Rasen etwas Gutes tun. Das macht sich auch im Sommer bemerkbar.

Mähe ihn zum Beispiel nicht gleich, sondern lass ihn erst mal etwas auswachsen. Allerdings solltest Du Laub direkt nach dem Winter entfernen, denn ein mit Laub abgedeckter Rasen kann nicht atmen und wird nicht mit ausreichend Licht versorgt.

Am besten beseitigst Du das Laub schon während dem Herbst, denn auch im Winter braucht der Rasen Lichteintrahlung.

Manchmal ist weniger mehr! Gelbe oder braune Flecken sind meist die Folge von zu kurzem Schneiden oder Mähen.

Ideal ist eine Rasenhöhe zwischen 3,5 cm und 5 cm, im Schatten solltest Du den Rasen nicht kürzer als 4 cm schneiden.

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