
Orchideen umtopfen
Damit Deine Orchideen mit ihren Blüten für Farbe in Deinem Wohnzimmer sorgen, müssen sie gesund sein. Und dazu gehört, dass sie genügend Platz in ihrem Topf haben. Orchideen umtopfen ist also ein Muss und solltest Du regelmäßig machen. Wie das geht und was Du beachten musst, zeigen wir Dir hier Schritt für Schritt. Ihr Wachstum ist Dein Antrieb.

Orchideen umtopfen: Der beste Zeitpunkt
Die Wurzeln ragen an allen Ecken und Enden aus dem Topf, das Orchideensubstrat ist bereits stark zersetzt? Dann heißt es: Orchideen umtopfen.
Regelmäßig bedeutet im Fall der Orchidee etwa alle 2 Jahre. Der beste Zeitpunkt, um Orchideen umzutopfen ist das Frühjahr – und zwar sobald sich neue Triebe und Wurzelspitzen zeigen.
Geh' beim Umtopfen Deiner Orchidee lieber kleinschrittig vor. Der Kulturtopf sollte beim Umtopfen immer nur eine Nummer größer werden.

Weil der Kulturtopf nicht ganz so schick aussieht und Du den wahrscheinlich nicht ins Wohnzimmer stellen möchtest, gibt es auch speziell auf Orchideen zugeschnittene Übertöpfe.

Orchideen umtopfen: Das brauchst Du
Orchideen umtopfen: So geht's
Orchidee vorbereiten
Die Orchidee vor dem Umtopfen kräftig gießen und leicht düngen – direkt nach dem Umtopfen ist beides schlecht möglich.
Leg Dir alles bereit, was Du fürs Umtopfen Deiner Orchideen braucht. Dazu gehört ein neuer Plastiktopf, eine scharfe Schere, Orchideen-Substrat, eine Sprühflasche und Blähton. Desinfiziere die Schere und besprühe das Substrat mit Wasser.
Orchidee aus dem Topf kneten
Nimm die Orchidee vorsichtig aus dem Pflanztopf heraus. Den Pflanztopf dabei kneten, damit sich die Wurzeln lösen. Das alte Substrat durch Schütteln von den Wurzeln lösen. Eventuell musst Du die Wurzeln vorsichtig auseinanderziehen, um das Substrat zu entfernen.
Orchidee untersuchen und pflegen
Schlecht lösbare Rindenstücke o. ä. lässt Du an der Pflanze, um die Wurzeln nicht zu beschädigen. Du kannst Substratreste auch vorsichtig mit fließendem, handwarmem Wasser abspülen.
Untersuche die Wurzeln nach Schädlingen und gib sie dann ggf. für ein paar Stunden in ein Wasserbad. Die Schädlinge ersticken. Faule oder abgestorbene Wurzeln abschneiden. Gesunde Wurzeln nicht kürzen.
Orchidee umtopfen
In den neuen Topf kommt eine dünne Schicht Blähton oder Styroporkügelchen als Drainage. Setz die Orchidee mit einer leicht drehenden Bewegung in den Topf ein.
Orchideen-Substrat einfüllen
Die Orchidee richtest Du im neuen Topf so aus, dass die Neutriebe möglichst viel Abstand zum Topfrand haben. Das neue Substrat einfüllen. Nach dem Umtopfen nur sehr sparsam gießen. Den Blattbereich kannst Du aber täglich besprühen. Erst nach 3-4 Wochen wieder düngen.
Tipps zur Orchideenerde
Willst Du Deine Orchideen umtopfen, dann gönne ihnen beim Umtopfen auf jeden Fall das passende Substrat. Da die meisten Orchideenarten auf Bäumen wachsen, fühlen sie sich in normaler Blumenerde nicht wohl. Blumenerde deckt die empfindlichen Wurzeln ab und sorgt damit schnell für Fäulnis.
Im Vergleich zu normaler Blumenerde ist Orchideenerde gröber und luftdurchlässig. Das Substrat simuliert quasi die Rahmenbedingungen, die Orchideen in den Tropen gewohnt sind.
Grobe Rindenstücke sind in der Regel der Hauptbestandteil von Orchideensubstrat. Damit hilft Dir das Substrat dabei, Staunässe zu vermeiden – und es kommt genug Luft an die Wurzeln.
Es gibt auch Orchideen-Arten, die ganz ohne Substrat auskommen. Die Vanda-Orchidee zum Beispiel wächst in der Natur auf Bäumen und braucht daher gar keine Erde. Diese Orchidee kannst Du einfach ohne Erde in ein Glas setzen. Wie in der Natur auch, bekommen die Wurzeln dann viel Licht.
Ein bis zwei Mal pro Woche gießt oder tauchst Du diese Orchideen und gib am besten alle zwei Wochen etwas Flüssigdünger zum Gießwasser.

Orchideen umtopfen: Häufige Fragen
Orchideen müssen nicht in einen durchsichtigen Topf gepflanzt werden. Meist werden sie ja ohnehin in einen lichtundurchlässigen Übertopf gestellt, was ihrem Wachstum nicht schadet.
Du kannst mit einem transparenten Topf aber sehr gut überwachen, ob Deine Orchidee genug Wasser hat, ob sich Fäulnis bildet oder ob sie von Schädlingen befallen ist. Die Wahl des transparenten Topfes hat also praktische Gründe.
Vor dem Umtopfen sollte die Orchidee gut gewässert und gedüngt werden. Die Schere, die Du verwendest, sollte scharf und desinfiziert sein. Wenn Du die Orchidee aus dem Topf genommen hast, löst Du vorsichtig das "alte" Substrat und untersuchst die Pflanze auf Schädlinge und Krankheiten. Faule oder abgestorbene Wurzeln kannst Du abschneiden.
In den neuen Topf kommt dann eine Schicht Blähton, auf den Du die Orchidee setzt, um dann mit frischem Substrat aufzufüllen. Eine detaillierte Anleitung findest du im Abschnitt








