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Hecken und Sträucher schneiden

Zierstraeucher und Hecken pflanzen

Halte Hecken und Sträucher immer in Form! Der richtige Schnitt entscheidet maßgeblich über Vitalität, Wuchskraft und Blühfreudigkeit Deiner grünen Gefährten. Hier gibt's viele Infos über Zeitpunkt und Art des Schnitts sowie einen Überblick über die wichtigsten Werkzeuge.

Lesezeit 6 min. Heckenscheren im Shop

Es gibt nur wenige Hecken, die nicht geschnitten werden müssen. Das ist dort der Fall, wo Platz genug ist und sie nicht eingedämmt werden müssen. In der Regel muss eine Hecke regelmäßig geschnitten oder in Form gebracht werden.

Und auch Bäume solltest Du fachgerecht schneiden. Das ist keine schwierige Sache, wenn du Dich an ein paar Regeln hältst. Und ein Schnitt ist von Zeit zu Zeit wichtig, damit sich der Baum oder die Hecke optimal entwickeln kann.

Eine Hecke kannst Du ganzjährig schneiden, außer bei Temperaturen unter minus 5 Grad Celsius. Beachte trotzdem den Wachstumszyklus der einzelnen Pflanzenart. Blühgehölze werden darum meist zu einem anderen Termin eingekürzt oder in Form gebracht als normale Hecken.

Hecken, Bäume und Sträucher richtig schneiden

Worauf muss ich achten, wenn ich Hecken und Bäume schneide?

  • Nadelgehölze von Anfang an schneiden, sonst sind sie nicht an den Schnitt gewöhnt. Lieber öfter schneiden, dafür weniger kürzen.
  • Nadelgehölze treiben schlecht/gar nicht aus altem Holz aus.
  • Nicht in der Sonne schneiden! Besser an wolkigen Tagen schneiden, sonst droht 'Sonnenbrand'.
  • Auf das richtige Werkzeug achten: elektrische Heckenscheren sind nicht immer geeignet!
  • Auf den richtigen Schnitttermin achten.
  • Mittels Richtschnur siehst Du, wo entlanggeschnitten wird, damit alles gerade bleibt.
  • Du kannst gleich die abgestorbenen inneren Äste entfernen, z. B. beim Lebensbaum: Der wächst so dicht, dass innen kein Licht ankommt.
  • Immer von unten nach oben schneiden.

Schnittarten

Tipp

Egal welchen Schnitt Du vornimmst, gehe beim Schneiden immer behutsam und sorgfältig vor. Betrachte Dein Werk immer wieder und korrigiere Unebenheiten. Mit Hilfe von Schablonen kann eine exakte Form geschnitten werden.

Verwende nur scharfes Werkzeug, das die Triebe und Blätter nicht quetscht.

Frühjahrsblühende Heckenpflanzen schneiden

Frühblühende Sträucher und Heckenpflanzen schneidest Du erst nach der Blüte.

Im Februar oder März würdest Du die jungen Blüten mit abschneiden, die sich kurze Zeit später öffnen würden. Lass die Gehölze blühen und wenn sie abgeblüht sind, dann schneide sie. Zu den frühjahrsblühenden Heckenpflanzen gehören:

  • Gewöhnliche Berberitze
  • Deutzien
  • Großer Federbuschstrauch
  • Forsythie
  • Frühblühender Ginster aus der Familie der Leguminosen
  • Gemeiner Flieder
  • Roter Holunder
  • Duft- oder Gartenjasmin
  • Japanische Kerrie
  • Pfeifenstrauch
  • Sanddorn
  • Spierstrauch (einige Sorten)
  • Weißdorn
  • Öfterblühende Wildrosen

Fruehjahrsbluehende Heckenpflanzen Flieder

Mediterrane Heckenpflanzen schneiden z. B. Glanzmispel oder Ölweide

Hier gilt die Regel nicht zu früh oder zu spät schneiden, da Frostgefahr besteht. Deshalb entweder im Frühjahr ab Mitte März/April und/oder im Sommer Mitte Juni/Juli. Später solltest Du diese Hecken nicht mehr schneiden.

Die Glanzmispel blüht in Frühjahr. Wenn Du also die weißen Blüten der Photinia magst, dann warte ab bis nach der Blüte.

Die Ölweide blüht im Herbst. Hier gilt die gleiche Schnittregel, wie bei der Glanzmispel.

Tipp

Die Glanzmispel blüht sehr üppig, aber nach der Blüte ist sie sehr geschwächt und verliert oft ihre Blätter. Bis in den Hochsommer bleibt sie dann relativ kahl. Wenn Du also eine dichte Glanzmispel haben möchtest, dann kannst Du auf die Blüte oder einen Teil davon verzichten.

Glanzmispel

Immergrüne Nadelgehölze schneiden (Lebensbaum, Zypressen , Scheinzypresse, Eibe)

Sie verzeihen Schnittfehler nicht so leicht wie die Laubhecken. Ist es erst einmal passiert, dass die Pflanzen verkahlen, können die Schäden nur noch schwer oder auch gar nicht korrigiert werden. Bei Scheinzypressen und Thuja braucht es einige Jahre, bis Löcher wieder zuwachsen, bei echten Nadelbäumen klappt das nie.

Schnittzeit: Frühjahr (März bis Mai), Sommer (Juni bis Juli) und Herbst (Mitte Oktober bis Anfang November)

Wichtig ist, dass Du von Anfang an schneidest, damit sich die Pflanze daran gewöhnt. Gehe dabei vorsichtig vor. Lieber schneidest Du öfter und dafür nicht so viel. Nadelgehölze treiben ganz schlecht oder sogar gar nicht aus dem alten Holz aus. Bei jungen Hecken solltest Du nicht so spät schneiden. Dann besteht Frostgefahr!

Immergrüne Laubgehölze schneiden

Zum Beispiel Kirchlorbeer, Buchs, Bergilex, Duftblüte, Stechpalme, etc.

Schnittzeit: Frühjahr (März-Mai), Sommer (Juni-Juli)

Gerade großblättrige immergrüne Hecken solltest Du nicht mit der elektrischen Heckenschere schneiden. Dabei werden zwangsläufig viele Blätter verletzt. Das sieht unschön aus und durch die offenen Wunden können Krankheitserreger eindringen.

Schneide solche Hecken besser mit der Gartenschere von Hand. Das macht deutlich mehr Arbeit, bzw. kostet mehr Zeit, aber es sieht besser aus und ist gut für die Pflanze.

Schneide die Triebe bis zu einer Blattachse zurück. So kann sich schnell ein Neuaustrieb entwickeln, welcher die Schnittstelle verdeckt. Nur bei langen Hecken ist eine elektrische Heckenschere die bessere Wahl.

Laubabwerfende Gehoelze

Laubabwerfende Gehölze schneiden

(Buche, Hainbuche, Feuerdorn, Ahorn, Liguster, etc)

Schnittzeitpunkt: Sommer Juni-Juli

Laubhecken haben den Vorteil, dass sie meist stark zurückgeschnitten werden können. Sie treiben zuverlässig auch aus dem alten Holz wieder aus. Sie können sogar auf den Stock gesetzt werden und wachsen danach wieder los.

Lücken in meiner Hecke – Was kann ich tun?

Wenn die Hecke Lücken aufweist, kann genügend Sonnenlicht dafür sorgen, dass das Loch sich wieder schließt. Schneide hierfür angrenzende Äste zurück, die Schatten auf die Hecke werfen.

Ist die Lücke etwas größer, kannst du zwei benachbarte Triebe mithilfe zweier gekreuzter Bambusstöcke waagerecht oder diagonal über das Loch legen. Jetzt noch die Spitzen der Triebe leicht kürzen und etwas abwarten. So wird die erneute Verzweigung angeregt und die Stelle sollte sich bald schließen.

Wenn für diesen Trick die Länge der Triebe nicht ausreicht, dann hilft nur Nachpflanzen. Hier solltest du Pflanzen wählen, die in etwa so hoch sind wie der Rest der Hecke, sonst braucht der Nachwuchs zu lange, um aufzuschließen.

Welche Heckenschere ist die richtige?

Die Heckenschere ist natürlich das wichtigste, wenn Du Deine Hecke schneiden willst. Neben ihr brauchst Du aber noch ein paar andere Helfer.

  • Astscheren und Baumsägen für dickere Äste
  • Gartenscheren für dünnere Triebe
  • Gartenhandschuhe (bei bedornten Gewächsen gerne bis zum Ellenbogen)
  • Leiter (wenn nöttig)
  • Wundverschlussmittel für Pflanzen um größere Wunden zu behandeln
  • Abfallsack

Bei den Heckenscheren hast Du einige Auswahl, denn sie unterscheiden sich in Antrieb, Gewicht und einigen anderen Punkten.

Achte bei allen Werkzeugen darauf, dass die Klingen scharf sind. Das erleichtert das Arbeiten und reduziert das Verletzungsrisiko, weil Du nicht so schnell abrutschst. Astscheren und Sägen sollte kräfigt sein.

Mit der folgenden Tabelle kannst Du herausfinden, welche für Deine Zwecke geeignet ist. Wenn Du Dir trotzdem unsicher bist, dann lass Dich in Deinem HORNBACH Markt beraten.

  Manuelle Heckenschere Akku-Heckenschere Elektrische Heckenschere Benzin-Heckenschere
Vorteile
  • arbeiten fast geräuschlos
  • kleine empfindliche Hecken können gut geschnitten werden
  • sind handlich und eignen sich für für schwer zugängliche Stellen
  • kaum Wartung nötig
  • arbeiten leise
  • sind umweltfrendlich, da sie kein Bezin brauchen
  • noch recht handlich
  • produzieren keine Abgase
  • sind leicht und leise
  • können lange arbeiten
  • sind nicht auf Kabel oder Akkulaufzeiten angewiesen
  • haben mehr Power als Akku- oder Elektroheckenscheren
Nachteile
  • bei großen Hecken stoßen sie an ihre Grenzen
  • es dauert länger als mit einer motorisierten Schere
  • durch Akku-Laufzeit ist ihre Betriebsdauer begrenzt
  • leistungsschwächer als Benzin-Heckenscheren
  • muss an das Stromnetz angeschlossen sein
  • Kabel kann störend sein
  • sind sehr laut
  • prodzieren Abgase
  • sind wartungsaufwändiger
  • meist schwerer und unhandlicher

Wichtiges Merkmal einer Heckenschere – die Schnittlänge

Wenn Du eine Heckenschere brauchst, ist die Schnittlänge eines der wichtigsten Produktmerkmale. Je länger das Schwert, desto mehr Heckenfläche kannst Du auf ein Mal schneiden und desto schneller bist Du mit der Arbeit fertig.

Bedenke: Mit zunehmender Schwertlänge steigt der Leistungsbedarf und damit das Gewicht des Gerätes – darunter leidet die Handlichkeit.

Schnittlänge vs. Schwertlänge

Die Schnittlänge ist nicht das gleiche, wie die Schwertlänge. Die Schwertlänge sagt Dir, wie lang die eigentliche Säge ist. Die Schnittlänge ist immer etwas kleiner als die Schwertlänge. Schließlich kann nicht das komplette Schwert zum Schneiden verwendet werden.

Heckenschere

Wenn Du in verwinkelten oder schwer zugänglichen Bereichen arbeiten willst – zum Beispiel von einer Leiter aus – solltest Du lieber eine handlichere Schere mit kürzerer Schnittlänge benutzen.

Erreichst Du die Hecke nur von einer Seite und ist sie zudem sehr tief, solltest Du eine Heckenschere mit einem möglichst langen Schwert verwenden, damit Du auch an die hinteren Bereiche der Hecke ran kommst.

Eine besondere Form der Heckenscheren ist die Stabheckenschere. Hier sorgt nicht nur die Schnittlänge der Schere für eine größere Reichweite, sondern auch der Haltegriff. Mit Stabheckenscheren kannst Du höhere Hecken schneiden, ohne eine Leiter benutzen zu müssen.

Messerarten bei motorisierten Heckenscheren

Es gibt bei Heckenscheren zwei Arten von Messern:

  • Beim einfach gegenläufigen Messer ist eine Schneide unbeweglich, die andere bewegt sich und führt die Schnittbewegung aus.
  • Beim doppelt gegenläufigen Messer bewegen sich beide Schneiden. Das sorgt für eine bessere Schnittqualität.

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