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Rhododendren pflanzen und pflegen

rhododendren pflanzen

Stiefmütterchen kann jeder! Wenn Du die Herausforderung im Garten suchst, dann wage Dich an den Rhododendron. Er ist etwas umstritten, die einen mögen ihn, die anderen hassen ihn und manche können ihn einfach nicht am Leben erhalten. Er ist nämlich nicht die einfachste Pflanze für den Garten. Wenn Du Dich also von den Gänseblümchen-Gießern abheben willst, dann pflanz einen Rhododendron!

Lesezeit 5 min. Rhododendren im Shop

Richtiger Standort und Boden

Wenn Du mit Deinem Rhododendron Erfolg hast, dann hast Du entweder einfach Glück oder Du hast ihm optimale Standortbedingungen ermöglicht. Denn sie sind der Knackpunkt an dem viele Hobby-Gärtner scheitern.

Der Rhododendron wächst ursprünglich dort wo es humusreich, kalkarm und immer ein bisschen feucht ist. Sich zersetzende Pflanzenreste und Blätter liefern ihm wichtige Nährstoffe. Diese kann er über seine unzähligen besonders feinen Wurzeln aufnehmen, die flach unter der Erde verlaufen.

Faktor Licht:
Rhododendren vertragen die Sonne sehr gut, zumindest wenn der Boden feucht ist. Aber im Halbschatten gefällt es ihnen am besten.

Nachbarschaft:
Während mit Eichen, Magnolien, Kiefern und Zierkirschen gute Nachbarschaft möglich ist, solltest Du Deinen Rhododendron nicht neben eine Buche, Birke, Linde oder Weide setzen.

Achte immer darauf, dass sich die Wurzeln von Rhododendron und Nachbarpflanze nicht in die Quere kommen.

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Warum ist der Rhododendron so empfindlich?

Der Grund liegt in seinen besonders feinen Wurzeln. Die sind super, wenn es darum geht aus gut durchlüfteten Böden Nährstoffe zu ziehen. Ist der Boden allerdings fester und weniger locker, zum Beispiel durch einen hohen Lehmanteil, dann sind die feinen Wurzeln zu schwach und können nicht ausreichend viele Nährstoffe transportieren!

Rhododendren pflanzen

Der optimale Pflanzzeitpunkt für Rhododendren ist zwischen März und Mai sowie zwischen September und Oktober. Solltest Du Deinen Rhododendron im Winter pflanzen, achte darauf, dass Du dies nur an frostfreien Tagen machst. Pflanzt Du im Sommer, stelle eine ausreichende Bewässerung sicher.

1. Bodenvorbereitung

Arbeite die Rhododendronerde je nach Boden (sandig, lehmig, schwere Lehm- oder Tonböden) ein, nimm Deinen Rhododendron aus dem Topf und tauche ihn vor dem Einpflanzen etwa 3 Minuten in Wasser.

Bei der Größe des Pflanzlochs gilt, dass es 2 bis 3 Mal so groß sein sollte, wie der Wurzelballen. Der Rhododendron sollte zudem nur so eingepflanzt werden, wie er es vorher im Topf war. Lockere die Sohle des Pflanzlochs mit dem Spaten, damit das Wasser abfließen kann.

2. Pflanzen

Pflanze den Rhododendron ohne Dünger mit dem Gemisch aus Gartenerde und Rhododendronerde ein und tritt den Boden sanft an.

Und jetzt gießen! Auch bei Regenwetter. Gieße dabei direkt unter den Blättern. Sorge zudem für einen Gießrand um die Pflanzung herum, denn der hält das Wasser bei der Pflanze.

3. Düngen

Dünge erst 3 bis 4 Wochen nach der Pflanzung. Von September bis Februar solltest Du komplett auf das Düngen verzichten. Damit Dein Rhododendron sich optimal entwickeln kann, empfehlen wir Dir die Verwendung von speziellem Rhododendrondünger.

4. Rhododendron im Topf

Wenn Du keinen Garten besitzt oder keinen Platz mehr für Deinen Rhododenron findest, kannst Du ihn natürlich auch in einen passenden Topf setzen. Der Kübel muss dann aber groß genug sein. Es gilt das gleiche Verhältnis von Erde und Pflanze, wie bei der Freilandpflanzung. Besonders wichtig ist auch ein guter Wasserabzug!

rhododendren pflegen

So pflegst und schützt Du Deinen Rhododendron

Bodenpflege

Die Wurzeln der Rhododendren liegen flach unter der Bodenoberfläche. Deshalb bloß nicht harken oder hacken, um Unkraut zu entfernen, Du könntest die Wurzel treffen!

Mulchen unterdrückt den Unkrautwuchs in der Regel effektiv und tut dem Rhododendron gut. Einfach nach dem Düngen gütegeprüften Rindenmulch oder älteres Laub um den Rhododendron verteilen (bis 3 cm dick).

Gießen

Gieße den Rhododedron nach dem Pflanzen in regelmäßigen Abständen vorerst öfter. Ein feuchter Boden ist optimal, es darf aber auf keinen Fall Staunässe geben. Bei längeren Trockenperioden kannst Du ihm auch ruhig mal morgens und abends etwa eine Gießkanne Wasser gönnen.

Es gibt viele Rhododendren, die auch im Winter noch Blätter tragen. Die solltest Du auch zu dieser Zeit bei anhaltender Trockenheit (frostfreie Tage) gießen. Keine Angst: Bei Frost rollt der Rhododendron seine Blätter aus Selbstschutz zusammen. Sobald es wärmer wird, gehen diese aber wieder auf.

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Düngen

Rhododendren sind anspruchsvolle Pflanzen, deswegen haben sie auch ihren eigenen Dünger. Rhododendrondünger fördern das natürliche Wachstum der Pflanze und sorgen für eine schöne Grünfärbung der Blätter. Die ausgewogene Nährstoffkombination bewirkt eine reiche, farbenfrohe Blüte.

Gedüngt wird erst 3 bis 4 Wochen nach Einpflanzung!

Der optimale Zeitpunkt für die Einpflanzung liegt zwischen März und Mai, dementsprechend düngst Du Deinen Rhododendron das erste mal 3 Wochen später und ein zweites Mal im Juli.

Die Angaben zum Düngen findest Du auf der Verpackung. Verteile den Dünger unter der ganzen Pflanze. Kleine Pflanzen und Sorten mit kleinen Blättern benötigen nicht so viel Dünger wie die großen Rhododendren.

Schneiden

Einen Zuschnitt braucht der Rhododendron nicht, denn in der Regel entfalten sie sich von alleine.
Rhododendronhecken oder zu groß gewordene Pflanzen kannst Du direkt nach der Blüte von Mai bis Juli zurückschneiden.

Die verwelkten Blüten solltest Du von Hand herausbrechen. Auf diese Weise werden keine Samen gebildet und die Pflanze behält ihre Kraft für neue Blütenknospen.

Pflanzenschutz

Der Rhododendron hat ein paar natürliche Feinde:

Wanzen
Ab dem Frühjahr könnte es sein, dass sich Wanzen auf dem Rhododendren niederlassen und an den Blättern saugen und sie mit schwarzen Tröpfchen verschmutzen. Bei starkem Befall ist es sogar möglich, dass der Rhododendron seine Blätter einrollt und abwirft.
Abhilfe schaffen:
Bei Wanzen und auch bei Zikaden empfehlen wir Dir die Verwendung von konventionellen oder biologischen Pflanzenschutzmitteln gegen Läuse. Einfach in den Morgen- oder Abendstunden nach Anleitung anwenden.

Dickmaulrüssler
Das sind Käfer, die ab Ende Mai vom Rand her Buchten in die Blätter fressen. Die weißlichen Larven der Dickmaulrüssler fressen im Boden an den Wurzeln.
Abhilfe schaffen:
Hole dir ein Mittel mit Nützlingen (Nematoden), dass Du gegen die Larven gießen kannst. So bekämpfst Du sie mit ihren natürlichen Feinden.

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Herkunft und Verbreitung

Rhododendren gehören zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Der Name Rhododendron kommt aus dem griechischen und bedeutet übersetzt „Rosenbaum“.

Es gibt über 1.000 Arten von ihnen in sämtlichen Größen, Farben und Ausprägungen und damit auch mit unterschiedlichsten Ansprüchen. Die meisten Arten sind in Asien beheimatet, besonders im Himalaya-Gebiet. Aufgrund der großen Ähnlichkeiten, lassen sich ebenso die früher eigenständigen Azaleen heutzutage zu den Rhododendren zählen.

Rhododendren gibt es in kugeliger Form, duftender Wildform oder mit verspielten Blüten, farblich einheitlich oder knallig bunt. Im Asia Garten darf ein Rhododendron natürlich auch nicht fehlen!

Du hast keinen Garten oder keinen Platz mehr zum Pflanzen? Kein Problem – pack den Rhododendron ruhig in einen Topf oder Kübel.

Typische Fragen um den Rhododendron

Wann der Rhododendron blüht, kommt darauf an, zu welcher Sorte er gehört. Früh blühende Sorten sind bereits ab März soweit, aber die meisten Rhododendren zeigen ihre Farbenpracht so richtig im Mai. Späte Sorten blühen erst im Juni bis August.

Rhododendren sind anpassungsfähig, pralle Mittagssonne mögen sie aber in der Regel nicht. Im totalen Schatten ist wiederum der Wuchs lockerer und die Blütenpracht fällt geringer aus.

Wie viel Platz Ihr Rhododendron braucht, kommt auf die Sorte an, für die Du dich entschieden hast. Rhododendren gibt es schnell und langsam wachsend. Manche Rhododendren können erstaunliche Höhen erreichen, andere wiederum bleiben klein. Im HORNBACH Onlineshop findest Du diese Angaben bei den Rhododendren im Artikeldetail.

Vor allem im Hochsommer, wenn es über mehrere Tage oder Wochen heiß und trocken ist, benötigen Rhododendren ausreichend Wasser und sollten täglich gegossen werden. Grundsätzlich ist ein feuchter Boden optimal, angestautes Wasser hingegen sollte vermieden werden!

Immergrüne Rhododendron benötigen auch im Winter etwas Wasser. Aber bitte nur an frostfreien Tagen gießen.

Rhododendren mögen keinen Kalk. Gießen Sie sie daher möglichst mit Regenwasser oder extrem kalkarmen Leitungs- oder Grundwasser.

Damit nicht so viel Wasser verdunstet, kannst Du Deinen Rhododendron zudem mit einer etwa drei cm dicken Mulchschicht versorgen. Die hilft auch gegen Unkraut.

Bei jungen Pflanzen hilft es, Verblühtes herauszubrechen, da sich damit viele neue Blütenknospen bilden können. Größere Pflanzen hingegen schaffen das von selbst.

Gelbe sind ein Zeichen dafür, dass etwas mit Deinem Rhododendron nicht stimmt. Hast Du ihn zu wenig gegossen oder zu viel? Beides kann ein Absterben der Wurzeln zur Folge haben.

Auch zu viel Kalk im Boden lässt die Blätter der Rhododendren gelb werden, da die Eisenversorgung gestört wird. Achte daher unbedingt auf den geeigneten Boden.

Vielleicht fehlen Deiner Pflanze aber auch einfach wichtige Nährstoffe. Deswegen nicht das Düngen zwei Mal im Jahr vergessen!

Braune Knospen bei Rhododendron deuten auf den Befall einer Zikade hin. Dieses kleinen Insekten können Rhododendren mit einem Pilz infizieren, indem sie ihre Eier in den Blütenknospen ablegen. Abhilfe schaffst Du mit dem geeigneten Pflanzenschutzmittel.

Achtung bei den immergrünen Sorten. Deren Blätter können bei starkem Frost geschädigt werden. Im Winter bietet es sich deshalb an, diese Sorten mit einem Netz oder Vlies zu schützen.

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