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Aquarium gestalten und dekorieren

Aquarium gestalten und dekorieren

Ob Pflanzen, Fotorückwand, Kies, Felsen oder Holzelemente: Schaffe Deine eigene faszinierende Unterwasserwelt! Mittlerweile gibt es hierfür unzählige Möglichkeiten, die Dir helfen, Dein Aquarium ganz individuell zu gestalten.

Lesezeit 7 min.

Aquariumpflanzen auswählen

Deko sieht nicht nur gut aus, sondern dient Deinen Fischen auch als Versteck und kann außerdem technische Ausrüstungsgegenstände verbergen. Dabei ist vieles, was dekorativ ist, auch hübsch im Aquarium - zum Beispiel die Wasserpflanzen.

In Aquarien dürfen sie auf gar keinen Fall fehlen. Sie gehören ebenso zum Aquarium wie die Kiemen zum Fisch. Ein toll gestaltetes Aquarium zieht sofort alle Blicke auf sich. Neben den Aquariumbewohnern sind die Wasserpflanzen darin ein wesentlicher Blickfang.

Aber das ist längst nicht alles! Die Pflanzen produzieren Sauerstoff, der für die Fische lebenswichtig ist. Zudem entziehen sie dem Wasser überschüssige Nährstoffe, die durch das Futter hineingelangen. In unserem Onlineshop findest Du mehr als 230 verschiedene Pflanzenarten.

Wasserpflanzen im Aquarium

Damit Du die richtigen Wasserpflanzen für Dein Aquarium auswählst, solltest Du vorab einen Fachmann befragen, ob die Pflanzen Deiner Wahl die Temperatur und Härte des Aquariumwassers aushalten. Zudem sollten sie für die Fische geeignet sein, die Du in Deinem Aquarium hältst. Frag einfach unser Fachpersonal in Deinem HORNBACH Markt.

  • Künstliche Wasserpflanzen: Künstliche Aquarienpflanzen gibt es in einer großen Auswahl an Formen und Farben. Sie bestehen aus widerstandsfähigem und „wartungsfreiem“ Material, wie z. B. Seide oder Plastik.
  • Natürliche Aquariumpflanzen: Diese sind wertvolle Helfer für das ökologische Gleichgewicht. Sie absorbieren Stoffe wie Ammoniak, Nitrit und Phosphat und tragen so zum Filterungsprozess bei. Zudem erzeugen natürliche Wasserpflanzen Sauerstoff und nehmen Kohlenstoffdioxid auf, wovon das gesamte Aquarium und dessen Nutzbakterien profitieren.

Die richtigen Pflanzen auswählen

Erkundige Dich vor dem Einsetzen der Fische und Pflanzen danach, ob Deine Fische die ausgewählten Pflanzen vielleicht „zum Fressen gern“ haben. Es gibt Fischarten, die gerne Wasserpflanzen vertilgen. Wenn Du solche Arten halten willst, beispielsweise einige Welsarten, nimmst Du am besten robustere, also hartblättrige Pflanzen.

Aquariumpflanzen einsetzen

  • Entferne vor dem Einsetzen überschüssiges Pflanzsubstrat von den Wurzeln und kürze die Wurzeln um etwa ein Viertel mit einer Schere.
  • Setze die Aquariumpflanzen in Gruppen und nicht einzeln ein.
  • Achte darauf, dass Du mindestens 40 % der Grundfläche bepflanzt. Wasserpflanzen sind die Lebensversicherung für die Fische, denn sie halten das biologische Gleichgewicht im Aquarium aufrecht. Wähle sie nach der Wuchshöhe, abhängig von der Höhe des Beckens und nach dem Pflanzort (z.B. Vorder- oder Hintergrund) aus.
  • Platziere schnellwüchsige Wasserpflanzen (z. B. Haarnixen) im Hintergrund. Drücke hierbei die Wurzeln in den Bodengrund und beschwere sie mit Kieselsteinen.
  • Setze im mittleren Teil des Aquariums in die Breite wachsende Wasserpflanzen ein (z. B. Amazonasschwertpflanze). Bohre ein Loch in den Untergrund und setze die Pflanze behutsam ein.
  • Die kleinwüchsigen Pflanzen setzt Du in den Vordergrund (z. B. kleines Speerblatt). Sie vervollständigen das Gesamtbild. Auch Aufsitzerpflanzen machen sich gut an vorderster Front. Befestige sie am besten mit Nylonfäden an umliegenden Steinen oder Wurzeln.

Aquarienbeleuchtung

Brauchen Wasserpflanzen Dünger?

Ja, denn sie nehmen die Nährstoffe über ihre gesamte Oberfläche auf. Daher benötigen Wasserpflanzen eine Flüssigdüngung zur Aufnahme bestimmter Nährstoffe über die Blätter und eine Depotdüngung zur Aufnahme von Nährstoffen über die Wurzeln. Für den ultimativen Kick sorgt eine zusätzliche CO2-Düngung, da im Leitungs- oder Quellwasser nicht genügend CO2 enthalten ist.

Die CO2-Düngung beugt auch dem Algenwachstum vor. Sie unterstützt das Wachstum der Pflanzen, und das steht mit dem Wachstum der Algen in Konkurrenz.

Wer Qualität sät, erntet gute Wasserwerte!

Gerade schnellwachsende Pflanzen wie beispielsweise die Kanadische oder dunkelgrüne Wasserpest nehmen Phosphate und Nitrate auf und verhindern somit übermäßiges Algenwachstum.

Generell wachsen nur vitale, kräftige Pflanzen schnell und können ihre lebenswichtigen Funktionen ausüben. HORNBACH legt daher großen Wert darauf, dass die Wasserpflanzen aus Gärtnereien stammen, die auf die Zucht qualitativ hochwertiger Wasserpflanzen Wert legen.

Warum sind gesunde Pflanzen für mein Aquarium eigentlich so wichtig?

Wenn die Pflanzen gesund sind, ist das Aquarium gesund und vor allem auch die Bewohner. Denn durch die Fotosynthese der Pflanzen wird Sauerstoff erzeugt – den alle Bewohner des Aquariums brauchen.

Und auch für den Boden ist die Flora wichtig. Gesunde Pflanzen schaffen durch ihre Wurzeln ein Mikroklima im Boden. So wird verhindert, dass sauerstofffreie, faulige Zonen entstehen. Und letzten Endes hat die Gesundheit der Pflanzen auch einen optischen Effekt. Pflanzen, die alles haben, was sie brauchen, leuchten in kräftigen Farben und sehen einfach besser aus.

Licht, Dünger und CO₂ gehören zusammen

Nur der Dünger alleine reicht nicht aus. Licht, CO₂ und Nährstoffe müssen richtig aufeinander abgestimmt sein. Ist das nicht der Fall, wuchern Algen, denn sie können Nährstoffüberschüsse viel besser nutzen als andere Aquarienpflanzen.

Aquariumpflanzen einsetzen

Aquarien schön gestalten

  • Fotorückwände für Aquarien: Eine Fotorückwand kann die Optik Deines Aquariums wirkungsvoll ergänzen und einen großen Effekt auf den Gesamteindruck haben.
    Und praktisch sind sie auch noch. Denn hinter den Rückwänden kannst Du unschöne Kabel, Drähte, Leuchtröhren und Co. verstecken.

  • Deko-Elemente: Bevor Du das Aquarium mit Dekorationen bestückst, sollte es an seinem vorgesehenen Platz stehen und innen sauber und trocken sein. Zunächst schwere Elemente (z. B. Felsen, Holz und Steine) verteilen, Kies aufschütten, dann ggf. noch eine Fotorückwand einsetzen. Wichtig: Felsen nicht zu nah ans Glas stellen!
    Wasche alle Dekorationsartikel vor dem Einsetzen ins Aquarium gründlich ab und verwende keinesfalls kalkhaltigen Sand für die Dekoration im Aquarium! Auch von Gegenständen, von denen Farbe abblättern könnte, solltest Du die Finger lassen.

Dekoration fürs Aquarium

Trendthema: Aquascaping

Du träumst gerne von exotischen und geheimnisvollen Landschaften? Zum Beispiel von Mangrovenwäldern, dem Dschungel von Borneo oder den Everglades in Florida? Dann mach Deinem Fernweh ein Ende und hol' Dir diese faszinierenden Landschaften in Dein Aquarium.

Aquascaping ist eine Technik in der Aquaristik, bei der es genau darum geht: um das Gestalten aufregender Landschaften unter Wasser.

Begriffserklärung

Der Begriff Aquascaping stammt vom englischen Wort landscape also Landschaft ab. Der Reiz beim Aquascaping ist es, natürliche Landschaften, die über Wasser existieren unter Wasser nachzubilden. Das können Wälder, Bergketten oder Schluchten sein. Auch ein moosbewachsener Baumstumpf kann schon als Vorbild dienen.

Auf die Detailtreue kommt es dabei nicht in erster Linie an. Es geht darum, mittels verschiedener Pflanzen und dem Einsatz von Licht Stimmungen zu erzeugen.

Der Aufbau eines Scaping Tanks unterteilt sich in Hardscapes und Softscapes.

  • Hardscapes sind wie der Name schon verrät die harten Materialien wie Kies, Sand, Steine und Hölzer.
  • Softscapes sind die Pflanzen.

Die Hardscape-Teile sind für den grundsätzlichen Aufbau notwendig. Die Kunst liegt darin, Hölzer und Steine so zu platzieren, dass ein harmonisches Bild entsteht. Darin unterscheidet sich das Aquascaping auch von der klassischen Aquaristik. Es ist schon fast eine Kunstform, wie aus diesen rohen Materialien Landschaften entstehen ohne dabei perfekt oder konstruiert zu wirken. Wer sich an diese Form der Aquaristik erst herantasten will, der kann mit einem kleinen Tank anfangen und sich dann steigern.

Für eine ausgewogene Gestaltung des Naturaquariums braucht es nicht nur Steine, Sand und Holz sondern auch Pflanzen. Sie bilden die sogenannten Softscapes und damit den wichtigen lebendigen Gegenpol zu den rauen Hardscapes.

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