Finde Deine Kletterpflanze

Jede Kletterpflanze hat ihre Besonderheiten und speziellen Bedürfnisse. Das fängt bei der Optik an und endet bei den Anforderungen an Licht und Boden. Vergleiche in diesem Abschnitt die verschiedenen Kletterpflanzen und entscheide, welche am besten zu Dir und Deinem Garten passt.

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    Blauregen (Glyzinie)

    • wird bis zu acht Meter hoch
    • Familie der Schmetterlingsblütler
    • bis zu 50 cm lange Blütentrauben
    • Blütezeit im Mai in Blau, Rosa oder Weiß.
    • mag sonnige Standorte in geschützter Lage
    • winterhart
    • stickstoffhaltiger Boden sorgt für starkes Wachstum aber wenige Blüten
    • braucht eine stabile Rankhilfe
    • zweimal im Jahr radikaler Rückschnitt – Sommer und Winter

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    Efeu

    • erdrückt andere Pflanzen nicht und stiehlt ihnen auch keine Nährstoffe – nutzt Bäume und Hecken nur als Kletterhilfe
    • braucht keine Rankhilfe – Wurzeln finden auch auf glatten Oberflächen Halt
    • bevorzugt ältere Wände – neue Betonwände haben meist einen hohen pH-Wert, der ist schlecht für Efeu
    • weiße Wände werden vom Efeu gemieden – die helle Farbe reflektiert das Licht, dadurch würden sich die Triebe vom Untergrund abwenden
    • sollte nicht an rissigen Fassaden ranken – kleine Wurzeln können in die Risse eindringen
    • Efeu schützt Fassaden vor Wind und Wetter
    • immergrün

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    Geißblatt

    • bis zu acht Meter hoch
    • duftet schon im Frühsommer und lockt viele Insekten an
    • bevorzugt Schatten
    • anspruchsloser Gartenbewohner
    • Sorte Lonicera henrii als einzige immergrün
    • benötigt eine Rankhilfe
    • wächst unter guten Bedingungen sehr schnell
    • immergrün

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    Kletterhortensie

    • wächst weniger schnell aber besonders dicht und buschig
    • stark duftende weiße Blüten von Mai bis Juni
    • dichtes Blattwerk
    • bevorzugt Schatten bis Halbschatten
    • Boden sollte feucht, durchlässig, humusreich, kalkarm sein
    • bildet kleine Haftwurzeln – kann an glatten Wänden hoch wachsen
    • mit Rankhilfe bis zu 15 Meter hoch
    • harmoniert gut mit Clematis

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    Kletterrose

    • rankende Sorten wachsen besonders stark, blühen aber nur einmal im Jahr
    • wächst kompakt und blüht mehrmals im Jahr – gut geeignet als Sichtschutz
    • brauchen eine Rankhilfe
    • können drei bis fünf Meter hoch wachsen
    • duften sehr intensiv
    • ideale Pflanzzeiten sind Herbst und Frühjahr
    • wurzelt tief und möchte sich auch nach unten ausbreiten
    • keine pralle Sonne, braucht gute Luftzirkulation; Stauwärme oder zu viel Feuchtigkeit zwischen Blättern und Blüten begünstigen Pilze und Schädlinge

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    Klettertrompete

    • kräftig rote Blüte von Juli bis Oktober in außerordentlicher Fülle
    • mag es sonnig und windgeschützt
    • winterfest
    • keine Ansprüche an den Boden mag aber einen kühlen und feuchten Untergrund
    • bildet keine Haftwurzeln – braucht Rankhilfe

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    Knöterich

    • wächst schnell – bis zu drei Meter pro Jahr
    • wird bis zu 18 Meter hoch
    • darf häufiger geschnitten werden
    • von Juli bis Oktober kleine weiße Blüten
    • winterhart
    • bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte
    • bildet keine Haftwurzeln – braucht also Rankhilfen

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    Pfeifenwinde

    • wächst sehr dicht mit herzförmigen Blättern
    • bis zu zehn Meter hoch
    • wächst schnell – bis zu zwei Meter pro Jahr
    • benötigt humusreichen, stark durchlässigen Boden
    • darf nicht austrocknen, das macht sie anfällig für Krankheiten
    • windempfindlich
    • von Mai bis Juli Blüten in purpurbraun bis gelbgrün
    • braucht Rankhilfen

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    Waldrebe / Clematis

    • viele Arten mit unterschiedlichen Blütenfarben
    • Wurzeln sollten im Schatten liegen
    • Blüten und Blätter brauchen viel Sonne
    • bevorzugt humusreichen, gleichmäßig feuchten Boden.
    • verträgt keine Staunässe
    • bildet keine Haftwurzeln – braucht Rankhilfe
    • je nach Sorte immergrün

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    Weinrebe

    • bis zu zehn Meter hoch
    • gelbgrüne Blüte zwischen Mai und Juli – später bilden sich Traubenbeeren
    • brauchen warmen und sonnigen Standort, sonst reifen die Früchte nicht
    • für jeden Boden geeignet – kein Dünger, nur etwas Kompost im Frühjahr
    • regelmäßiger Schnitt damit Blätter den Früchten kein Licht nehmen
    • wächst schnell – braucht Rankhilfen

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    Wilder Wein (Jungfernrebe)

    • manche Arten wachsen auch in der Wohnung im Kübel
    • wachsen auch an glatten Häuserwänden – ohne Rankhilfe.
    • verträgt volle Sonne und Schatten
    • wächst auf fast jedem Boden
    • übersteht längere Trockenphasen
    • robust und unkompliziert
    • außerordentliche Herbstfärbung

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    Winterjasmin

    • blüht schon Ende Dezember in gelb
    • Kletterpflanze, Bodendecker oder Kübelpflanze
    • braucht eine Rankhilfe
    • wird maximal drei Meter hoch
    • bevorzugt sonnigen bis leicht schattigen und frostarmen Standort
    • robust gegenüber Wind und Trockenheit

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Einen geeigneten Standort wählen

Kein Garten bietet für alle Pflanzen die idealen Bedingungen. Ist Dein Garten besonders sonnig? Oder liegt er hauptsächlich im Schatten? Viele Pflanzen mögen keine Extreme, aber unter den Kletterpflanzen gibt es einige Vertreter, die sich unter diesen Voraussetzungen besonders wohlfühlen.

Zu den Sonnenanbetern gehören zum Beispiel der Blauregen, das Geißblatt und die Klettertrompete.

Im Schatten bleiben dagegen lieber das Efeu, die Kletterhortensie und die Pfeifenwinde.

Wie bei den meisten Gartenpflanzen gilt auch bei den Kletterpflanzen: Du brauchst nicht unbedingt einen Garten, um etwas pflanzen zu können. Kletterpflanzen gedeihen hervorragend im Topf und sind auch für Balkon und Terrasse geeignet.

Auf den richtigen Boden kommt es an

Die meisten Kletterpflanzen stellen ähnliche Ansprüche an die Beschaffenheit des Bodens. Sie reagieren empfindlich auf Staunässe im Wurzelbereich, deshalb sollte der Boden reich an Humus und damit durchlässig sein.

Eine Ausnahme bildet die Kletterhortensie: Sie braucht vor allem sauren Boden. Den erzeugst Du am einfachsten, indem Du einen Sack Rhododendronerde mit ins Pflanzloch gibst.

Trotz ihrer geringen Toleranz gegenüber Staunässe haben Kletterpflanzen einen hohen Wasserbedarf. Deshalb bietet sich ein Boden an, der große Mengen Wasser aufsaugt, ohne Staunässe zu bilden. Er sollte zudem möglichst tiefgründig sein, sodass die Pflanze genug Platz zum Wachsen hat und sich auch nach unten ausbreiten kann.

Das solltest Du auch bedenken, wenn Du die Pflanze in ein Gefäß setzt. Das sollte ein großes Fassungsvermögen haben, damit sich die Wurzeln entfalten können.

Achte daher auf hochwertige Pflanzerde, wenn der Boden nicht passt!

Kletterpflanzen pflanzen

Der beste Zeitpunkt, Kletterpflanzen zu pflanzen, ist der Frühling. Dann kann ihnen der Frost nicht mehr gefährlich werden, und sie haben die besten Bedingungen zum Anwurzeln. Unproblematisch ist das Pflanzen auch im Sommer oder Anfang Herbst – an heißen Tagen musst Du dann aber kräftig gießen.

  • boden vorbereiten

    Boden vorbereiten

    Nimm die Pflanzen aus dem Topf und tauche sie etwa 5 bis 10 Minuten in einen Eimer mit Wasser. So kann sich die Erde vor dem Einpflanzen ausreichend vollsaugen und Feuchtigkeit speichern.

    Das Pflanzloch sollte doppelt so groß sein, wie der Pflanzentopf, in dem Du die Pflanze gekauft hast – denn Kletterpflanzen benötigen viel Platz, um sich entfalten zu können. Dabei sollte reichlich Erde unter dem Wurzelballen sein, damit die Wurzeln ausreichend Luft bekommen und anwachsen; sie laufen sonst Gefahr zu verfaulen.

  • kletterpflanzen setzen

    Kletterpflanzen setzen

    Lockere die Ränder und den Boden des Pflanzloch auf. So vermeidest Du Staunässe und förderst das optimale Wachstum.

    Setze die Pflanze vorsichtig ins Pflanzloch, fülle es anschließend mit Erde auf und drücke sie gut an.

    Jetzt gießen! Kletterpflanzen haben viel Durst, ganz besonders, wenn sie noch jung sind und sich im Reifeprozess befinden. Ihre große Blattfläche verdunstet große Mengen Wasser. Gehe beim Gießen aber sorgsam vor – lieber weniger Wasser, aber dafür häufiger gießen; sonst kommt es schnell zur Staunässe.

  • kletterpflanzen in kuebeln pflanzen

    Kletterpflanzen in Kübel pflanzen

    Achte bei der Kübelbepflanzung auf eine angemessene Kübelgröße. Hier gilt das gleiche Verhältnis von Erde und Pflanze wie bei der Freilandpflanzung: Das Pflanzloch sollte doppelt so groß sein wie der Wurzelballen, mit reichlich Erde darunter.

    Für das Einpflanzen in einen Kübel empfehlen wir spezielle Kübelpflanzenerde. Sie liefert wertvolle Nährstoffe und sorgt für optimale Bodenverhältnisse. Besonders wichtig sind auch ein guter Wasserabzug und die regelmäßige Wasserzufuhr.

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Kletterpflanzen pflegen und schützen

pflegen und schuetzen

Bodenpflege

Kletterpflanzen wurzeln tief und profitieren von den positiven Eigenschaften gemulchter Erde: Das Wasser im Boden verdunstet nicht so schnell, der Boden verkrustet nicht und ist vor Wind, Wasser und direkter Sonneneinstrahlung geschützt – gerade Clematis mögen keine direkte Sonneneinstrahlung am Fuß. Zudem unterdrückt der Rindenmulch effektiv das Wachsen von Unkraut.

Befreie den Boden von Unkraut, bevor Du den Rindenmulch mindestens sieben Zentimeter dick ausbringst.

Gießen

Kletterpflanzen haben eine große Blattfläche und verdunsten darüber schnell große Mengen Wasser. Gieße die Kletterpflanzen nach dem Einpflanzen in regelmäßigen Abständen – vorerst öfter, an heißen Tagen ruhig auch mal morgens und abends. Dies gilt besonders auch für Kübelpflanzen.

Düngen

Pflanzendünger fördern das natürliche Wachstum der Pflanze und helfen ihr, zahlreiche und üppige Blüten auszutreiben. Die ausgewogene Nährstoffkombination ist exakt auf die Bedürfnisse der Pflanzen abgestimmt. Angaben zum Düngen findest Du auf der Verpackung.

Pflanzenschutz

Kletterpflanzen haben auch Feinde; typische Schädlinge sind Blattläuse und Dickmaulrüssler. Auch Schnecken sollten vor allem von jungen Pflanzen ferngehalten werden. Pilzerkrankungen sind eher selten. Im HORNBACH Sortiment findest Du eine Vielzahl an Pflanzenschutzmitteln für Deine Kletterpflanzen.

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Kletterpflanzen im Winter - Immergrün und winterhart

Unter den Kletterpflanzen gibt es einjährige und mehrjährige Arten. Die einjährigen wachsen in einer Saison um mehrere Meter in die Höhe und damit etwas schneller als die mehrjährigen. Aber von denen hast Du dann auch im nächsten Jahr noch etwas, denn sie sind winterhart.

Einjährige Kletterpflanzen sind zum Beispiel:

  • Duftwicke
  • Schwarzäugige Susanne
  • Japanischer Hopfen
  • Zierkürbis
Zu den mehrjährigen Kletterpflanzen gehören:

  • Clematis
  • Geißblatt
  • Blauregen
  • Efeu
Unter den mehrjährigen Kletterpflanzen gibt es auch einige immergrüne Sorten. Zum Beispiel das Efeu, das Geißblatt und manche Sorten der Clematis.

Mit oder ohne Rankhilfe

Manche Kletterpflanzen brauchen eine Rankhilfe, andere nicht. Kletterpflanzen, die keine Rankhilfe benötigen, halten sich mit Haftwurzeln am Untergrund fest. Sie finden selbst auf glatten Oberflächen wie Hauswänden und Mauern Halt und können daran emporwachsen.

Zu ihnen gehören Efeu, Kletterhortensie und Wilder Wein.

Kletterpflanzen ohne Haftwurzeln benötigen eine Rankhilfe, an der sie sich hocharbeiten können, beispielsweise ein Rankgitter. Sie schlingen ihre Triebe um die Sprossen der Gitter und schaffen es so nach oben.

Eine Rankhilfe brauchen der Blauregen, das Geißblatt, die Klettertrompete, der Knöterich, die Pfeifenwinde, die Clematis und die Weinrebe.

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