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Zubehör zum Boden verlegen

Zubehoer zum Boden verlegen

Du hast Dich für einen Bodenbelag entschieden und willst gleich loslegen? Hast Du an alles gedacht? Hier erfährst Du z. B., wie Du Deinen Bodenbelag vor aufsteigender Feuchtigkeit schützt, Laufgeräusche reduzierst und Deine Verlegearbeiten mit verschiedenen Bodenbelägen sauber abschließt.

Lesezeit 8 min. Fußbodenzubehör im Shop

Unterlagsfolien und Trittschalldämmung

Bei allen Bodenbelägen, die auf mineralischen Untergründen (Estrich, Natursteine, Fliesen usw.) verlegt werden, muss zur Feuchtigkeitsisolierung immer zuerst eine Dampfbremse verlegt werden. Der nachfolgenden Übersicht kannst Du entnehmen, ob eine Trittschalldämmung für Deinen Untergrund empfehlenswert und eine Dampfbremse unbedingt erforderlich ist.

Da die angegebenen Trockenzeiten von klimatischen Bedingungen abhängen, sind diese nur als grobe Richtlinie zu verstehen. Zur Sicherheit rechnet man 2 Wochen hinzu. Als Untergründe nicht geeignet sind: alte Teppichböden, Nadelfilzböden (unhygienisch, teilweise zu weich, fehlende Dampfbremse), Steinholz-Estriche (zu hohe Restfeuchte) und ähnliche.

Untergrund Trockenzeit Restfeuchte CM-% Trittschalldämmung Dampfbremse unbedingt erforderlich
Zementestrich 1 Woche je cm < 2,5 % ja ja
Anhydritestrich 2 Wochen je cm < 0,3 % ja ja
Gussasphalt ab 18 °C - ja nein
Magnesiaestrich - Ausgleichsfeuchte ja ja
mineralische Nivelliermassen nach Angabe des Herstellers - ja ja
Trocken-Estrichsystem - - ja nein
Trocken-Estrichsystem - - ja nein2)
Holzdielen - - ja nein2)
PVC (verklebt) - - ja nein1)
Keramikfliesen - - ja ja
1) Wenn dieser unbeschädigt ist.
2) Die Holzkonstruktion muss ausreichend hinterlüftet sein. Beachte auch die Herstellerinformationen auf den entsprechenden Beipackzetteln der Produkte. Grundsätzlich darf ein Untergrund aus Holz (Spanplatten, Holzdielen etc.) durch Aufbringen anderer Werkstoffe nicht luftdicht geschlossen werden, da sonst unterhalb der Absperrung ein ideales Kleinklima für Mikroorganismen entsteht und diese den Unterboden zerstören.
Deshalb muss für eine ausreichende Be- und Entlüftung gesorgt werden.

Beim Wandanschluss sind Leisten mit Hinterlüftung einzubauen und Durchlässe durch die Fußbodenkonstruktion und den Fußboden herzustellen. Es muss gewährleistet sein, dass der vorhandene Lufthohlraum unterhalb der Konstruktion dauerhaft trocken ist, sodass die Gleichgewichtsfeuchte der Holzkonstruktion zu keiner Jahreszeit gestört ist und somit auf eine PE-Folie als Dampfbremse verzichtet werden kann. Die Verlegung von Bodendielen erfolgt immer quer zur Verlegung vorhandener Holzdielen als Untergrund.

6 gute Gründe für die Trittschalldämmung

Geh- und Trittschall werden in erster Linie von der Dämmunterlage des jeweiligen Bodenbelags beeinflusst. Einige Laminat- und Parkettböden besitzen daher von vornherein eine dämmende Unterlage.

Sollte Dein harter Bodenbelag nicht über eine schalldämmende Schicht verfügen, so schaffen moderne Produkte aus dem Bereich der Folien- und Trittschalldämmung Abhilfe bei unangenehmen Schallgeräuschen. Oftmals ist mit Folien und einer Trittschalldämmung eine Halbierung des Schallpegels möglich, das sind ca. 5–6 dB!

Tipps unterlagsfolie Trittschalldaemmung

Tipps zu Unterlagsfolie und Trittschalldämmung

  • Stärke der Dämmunterlage
    Dämmmaterialien sind in verschiedenen Stärken mit oder ohne integrierten Feuchtschutz erhältlich (z. B. 1,6–5 mm, Hersteller: Selit). Dünne Dämmmaterialien eignen sich vor allem bei geringen Aufbauhöhen, dickere verfügen über gute wärmedämmende Eigenschaften und eignen sich z. B. zum Ausgleich alter Dielenböden. Folien mit Feuchtschutz sind für die Verlegung auf mineralischen Untergründen geeignet. Beachte beim Kauf generell immer alle Angaben der Hersteller oder lasse Dich fachmännisch beraten.
  • Folien und Fußbodenheizung
    Achte vorab darauf, ob Dein Laminat- oder Parkettboden für die Verlegung auf Fußbodenheizungen geeignet ist.

    Die Verlegung der meisten Dämmunterlagen ist auf einer elektrischen Fußbodenheizung möglich.
    Bei einer Warmwasser-Fußbodenheizung musst Du zu der Dämmunterlage zusätzlich eine PE-Folie verlegen (es sei denn, die Dämmunterlage verfügt bereits über eine integrierte Dampfsperre). Beachte zudem, dass der Wärmedurchlasswiderstand des Bodenaufbaus (Nutzboden und dämmende Unterlage) den Wert von 0,15 m²K/W nicht überschreitet, ansonsten würde die Heizleistung Deiner Warmwasser-Fußbodenheizung beeinträchtigt.
  • Folien und Unebenheiten
    Wenn Dein neuer Laminat- oder Parkettboden über eine bereits integrierte Dämmunterlage verfügt, achte bitte darauf, dass diese nicht zu dünn ausfällt (weniger als 1 mm).

    Bei zu dünnen Unterlagen können Unebenheiten auf dem Untergrund nicht ausgeglichen werden. Ist dies beim Verlegen vonnöten, so empfiehlt sich der Kauf einer zusätzlichen Dämmunterlage, die kleinere Unebenheiten zu einem gewissen Grad ausgleichen kann und druckstabil ist. Für genauere Angaben zum Ausgleich von Unebenheiten bitte die Herstellerhinweise auf dem jeweiligen Produkt beachten.
  • Doppelt hält besser?
    Cleverer Gedanke: Wenn man eine Folie zur Trittschalldämmung doppelt – also zwei Schichten übereinander – verlegt, könnte man doch meinen, dass eine doppelte Dämmwirkung eintritt. Leider falsch gedacht!
    Bei der doppelten Verlegung von Dämmunterlagen tritt keine Verbesserung der Geh- bzw. Trittschallwerte ein. Daher ist die doppelte Verlegung nicht freigegeben. Firma Selit

Probleme bei der Verlegung oder nach dem Verlegen
Du hast Probleme bei der Verlegung oder danach mit Deinem Boden? Bei der schwimmenden Verlegung von Laminat- und Parkettböden auf Dämmmaterialien gibt es hin und wieder ein paar typische Fehlerquellen. Hier findest Du eine Auswahl davon.


  • Offene Fugen und Aufspritzungen der Dielen
    Im Stoßbereich von Klick-Verbindungen können Schäden auftreten, wenn das Dämmmaterial einen zu hohen Reibungswiderstand besitzt oder die Dämmunterlagen sich überlappen.
  • Trotz Dämmung gibt es Laufgeräusche
    Gründe können sein: Kein optimal vorbereiteter Untergrund oder eine Überlappung der Dämmunterlagen.
  • Der Bodenbelag verformt sich konkav
    Mögliche Gründe: Fehlende Feuchtsperre, falls der Boden auf einem mineralischen Untergrund verlegt wurde oder eine fehlende Stoßabdichtung der PE-Bahnen bzw. zu geringe Überlappung separat verlegter PE-Dampfbremsen. Zudem könnte die verwendete Dampfbremsfolie beschädigt sein.
  • Risse im Stoßbereich des Bodenbelags (meist rechtwinklig verlaufend)
    Die Dämmunterlage ist möglicherweise aus zu weichem Material. Empfehlenswert sind Dämmmaterialien, die bei einer Druckbelastung von mind. 2t/Kubikmeter nur max. 0,5 mm Materialstauchung zulassen.
  • Die Kanten des Bodens sind aufgequollen oder gewölbt
    Prüfe, ob die Wannenbildung zur Wand hin beim Verlegen einer PE-Dampfbremse nicht durchgeführt oder die Wandanschlussverklebung (bei Produkten inkl. Dampfbremse) nicht korrekt angebracht wurde.
  • Schimmelbildung und Geruchsbelästigung an Sockelleisten
    Die Verwendung von Dampfbremsen bei der Verlegung auf organischen Böden kann zur Bildung von Schwitzwasser und Kondensat führen, die für Fäulnis- und Pilzbildung sorgen können.
  • Die Warmwasser-Fußbodenheizung erreicht nicht mehr die gewünschte Temperatur
    Wenn die verwendete Dämmunterlage einen Wärmedurchlasswiderstand von mind. 0,15 m2K/W aufweist, kann nicht genügend Wärme durch den Bodenbelag dringen.
  • Anstatt einer Dämmunterlage wird ein alter Teppichboden verwendet
    Hierbei kann es durch Verlegefehler zu ungewollter Fugenbildung und dadurch evtl. zu Quellungen und Wölbungen des schwimmend verlegten Bodenbelags kommen. Also besser den alten Teppichboden entfernen und Dämmunterlagen verwenden.

Untergrund beachten!

Achte generell immer auf einen optimal vorbereiteten Untergrund vor der Verlegung der Dämmmaterialien bzw. Deines Bodens! Damit gewährleistest Du eine optimale Funktionalität der Dämmung und hast lange Freude an Deinem neuen, fachgerecht gedämmten Boden!

Dämmunterlagen verlegen

  1. Untergrund vorbereiten
    Vor dem Verlegen der Dämmfolie den Untergrund mit einem Besen reinigen und ggf. noch vorhandene Spuren von Klebstoff oder Farbe entfernen.
  2. PE-Folie verlegen
    Soweit notwendig, eine PE-Dampfbremsfolie verlegen (bei mineralischen Untergründen und wenn im eigentlichen Dämmmaterial nicht bereits integriert).
  3. PE-Folie fixieren
    PE-Folie ggf. an den Wänden ca. 5 cm hoch stehen lassen. Die einzelnen Bahnen ca. 10 cm überlappen lassen und die Bahnen mit einem Alu-Dichtband dampfdicht miteinander verkleben.
  4. Dämmunterlage auslegen
    Nun die Dämmfolie ausrollen und bündig zur Wand verlegen. Einzelne Bahnen mit einem Dichtband miteinander fixieren.
  5. Fertig!
    Nun kannst Du Deinen Bodenbelag spielend schwimmend verlegen.

Folien & Trittschalldämmung Zu den Artikeln

Abstandshalter für Bodenbeläge

Abstandshalter Bodenbelaege

Einige Bodenbeläge, z. B. Laminat, werden immer schwimmend verlegt. Damit ist gemeint, dass die Dielen nicht mit dem Untergrund verbunden werden. Um bei Temperaturschwankungen Längenausdehnungen ausgleichen zu können, werden zwischen dem Bodenbelag und den Wänden sowie Pfeilern, Säulen etc. Dehnungsfugen angelegt. Bei größeren Flächen ist das noch wichtiger als bei kleineren. Auch werden durch die Dehnungsfugen Schallbrücken zum aufsteigenden Mauerwerk verhindert.

Mit Hilfe von Abstandshaltern werden die Abstände bei der Verlegung zwischen Wand und Bodenbelag erstellt. Beachte beim Einsatz der Abstandshalter bei der Verlegung eine umlaufende Rand-/Dehnfuge von 10-15 mm.

Mit Dicht- und Distanzband Zeit sparen

Arbeite zeitsparend, indem Du kombiniertes Dicht- und Distanzband verwendest. Dann kannst Du komplett auf Abstandshalter oder Distanzkeile verzichten, da das Distanzband bereits für die nötige Dehnungsfuge sorgt, wenn es nach dem Verlegen des Bodenbelags entfernt wird.

Verlegewerkzeuge Zu den Artikeln

Abschlussleisten und Fußleisten

Abschlussleisten Fussleisten

Erst mit den passenden Sockelleisten entfaltet Dein neuer Bodenbelag seine ganze Wirkung. Zudem verhindern Abschlussleisten zwischen Bodenbelag und Wand, dass sich Schmutz in den Dehnungsfugen absetzen kann oder Stöße die Wand verschmutzen, z. B. beim Reinigen oder Staubsaugen des Bodens. Sockelleisten gibt es in zahlreichen Dekoren und Ausführungen.

Bei unseren Böden im Sortimentsbereich ist immer die passende bzw. empfehlenswerte Leiste zum entsprechenden Boden zugeordnet. Nahezu alle erhältlichen Sockelleisten kannst Du einfach mit einem Befestigungssystem und ohne sichtbare Schrauben oder Nägel montieren. Die Standardlängen der Leisten können, je nach verwendetem Trägermaterial, variieren.

Unterschiedliche Wirkung von weißen Sockelleisten

Weiße Leisten sind modern und liegen voll im Trend. Doch ist Dir klar, dass nicht nur die Farbe, sondern auch die Form Deiner neuen Sockelleiste die Raumwirkung beeinflusst? Die folgenden Bilder unterscheiden sich ausschließlich in der Höhe und Form der Fußleisten in Weiß. Alle anderen Bildelemente sind ganz genau gleich. Trotzdem wirkt der Raum mit unterschiedlichen Sockelleisten komplett anders. Schau's Dir an!

Sockelleisten streichen

Du willst die Farbe Deiner Sockelleiste exakt in Deiner Wandfarbe? Dann wähle doch einfach Sockelleisten aus, die sich mit handelsüblichen Dispersionsfarben überstreichen lassen.

Highlights mit LED-Sockelleisten setzen

Diese indirekte Beleuchtung sieht nicht nur hammermäßig aus, sondern bringt interessante Lichteffekte in jeden Raum. Du kannst die LED-Beleuchtung im Boden-, Wand- oder Deckenbereich montieren, je nach persönlichem Geschmack.

Kombiniere den LED-Kanal mit einer Sockelleiste und führe diese z. B. an Treppen entlang. So schaffst Du auch im Dunkeln sichere Wege. Farbiges Licht sorgt für eine extra Portion Stimmung – warme Farben bringen Gemütlichkeit und eine angenehme Atmosphäre in den Raum, kühle Farben hingegen vermitteln den Eindruck von Ordnung und Struktur.

Highlights mit LED Sockelleisten

Tipps zur Montage von Sockelleisten

  • Die Leisten werden immer an der Wand und nicht an den Dielen verschraubt. Bei Verwendung von Befestigungsprofilen in Verbindung mit den dazu passenden Parkettleisten bleiben die Verschraubungen unsichtbar. Nach dem Befestigen eines Basisprofils wird einfach nur noch das passende Dekorprofil aufgesteckt. Für die Ausführung der Eckverbindungen sind nicht einmal Gehrungsschnitte nötig, weil hierfür eigene Eckverbinder verwendet werden. Einfacher geht's nicht.
  • Bei zusammengesetzten Leistenabschnitten die Schnittflächen im Schrägschnitt ausführen. Dadurch sind die Stoßstellen später kaum sichtbar.
  • Kabelsalat ade! Fußleisten mit integrierten Kabelkanälen eignen sich hervorragend zur Unterbringung von Lautsprecher- und Antennenkabeln oder größeren Elektroinstallationen.

Sockelleisten über Eck montieren

Sockelleisten Zu den Artikeln Ecken, End- & Zwischenstücke Zu den Artikeln

Profile und Profilleisten

Profile und Profilleisten

Denke an die passenden Profile für Deinen Bodenbelag. Je nach Verlegeart, Abschluss und Einsatzbereich wird ein Übergangsprofil, Anpassungsprofil, Endprofil oder Treppenkantenprofil benötigt. Es gibt sie zum Dübeln, Clipsen und Schrauben.

Tipp

Ein Vorteil der meisten Profile ist – neben ihren oben genannten Eigenschaften – dass durch integrierte Kabelkanäle eine verdeckte Verlegung von Kabeln durch den Raum möglich ist.

Achte beim Kauf auch darauf, für welche Belagstärken die jeweiligen Profile geeignet sind.

Montagetipps für Profile

Je nach Profil und Befestigungsart unterscheidet sich auch das Vorgehen bei der Montage. Hier gibt's Tipps, damit nachher auch alles richtig sitzt.

Montage von Übergangsprofilen

Montage von Profilen zum Dübeln

Montage von Profilen zum Clipsen

Montage von Profilen zum Schrauben

Montage von Kabelkanälen

Montage von Treppenkantenprofilen

Übergangsprofile & Abschlussprofile Zu den Artikeln

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