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Schnee räumen und richtig streuen

schneefraesen

Der Winter schlägt zu – und Du schlägst zurück. Mit dem richtigen Werkzeug und dem richtigen Wissen bist Du bereit um dafür zu sorgen, dass Dein Gehweg immer geräumt und gestreut ist. Beides bekommst Du von uns.

Lesezeit 5 min. Schneefräsen im Shop

Schön ist er ja, der Schneefall. Aber auch mit Arbeit verbunden, da man als Hausbesitzer bzw. Eigentümer die Pflicht hat, für Sicherheit zu sorgen und natürlich auch selber vorankommen will.

Je nach Schneemenge in Deiner Region und Größe der zu räumenden Fläche kommen unterschiedliche Geräte und Maschinen zum Einsatz. Für kleine Flächen und niedere Lagen reicht in der Regel eine Schneeschaufel oder Schneewanne. Im (sub)alpinen Bereich mit großen Schneemengen macht eine Schneefräse absolut Sinn, da sie Dir das Leben extrem erleichtert.

Die passende Schneefräse finden

Schneeschaufeln ade! Den Buckel krumm schaufeln war gestern. Mit Schneefräsen räumst Du Deine Wege schneller frei – und vor allem mühelos! Der Schnee wird von der Maschine sowohl aufgenommen und an einer geeigneteren Taustelle wieder ausgeworfen.

Welche Schneefräse für Deine Zwecke die richtige ist, hängt von vielen Faktoren ab. Hier die wichtigsten in Kürze zusammengefasst:

  • Flächengröße und Untergrund: Hast Du viel oder wenig Fläche zu räumen? Ist der Untergrund abschüssig, uneben, etc.?
  • Geografische Lage: Kommt bei Dir nur ab und an Pulverschnee vom Himmel gerieselt oder musst Du im Winter mehrmals am Tag Schneemassen räumen?
  • Räumbreite: Wie breit sollen die Bahnen sein, die Deine Schneefräse bei einem Arbeitsgang freiräumt? Diese Kennzahl ist vor allem ein Anhaltspunkt dafür, wie schnell Du Wege mit der Fräse freiräumen kannst.
  • Schneehöhe: Wie hoch muss die maximale Schneehöhe sein, die sie in einem Arbeitsgang bewältigen können?
  • Wurfweite und -richtung: Die Wurfweite und -richtung ist bei allen Schneefräsen einstellbar, jedoch in unterschiedlichem Maße je nach Modell.
  • Leistungsstärke: Diese Kennzahl wird in Tonnen Schnee pro Stunde angegeben. Die Leistung hängt unmittelbar von der Art des Antriebs der Schneefräse ab.

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Antriebsarten und Varianten von Schneefräsen

Grundsätzlich lassen sich Schneefräsen grob in Elektro- und Benzin-Schneefräsen einteilen. Diese sind wiederum einteilbar in einstufige und zweistufige Schneefräsen.
Weitere Unterscheidungen: Einige Schneefräsen müssen auf Rädern vorwärts geschoben werden, andere haben einen eigenen Antrieb und manchmal einen Raupenantrieb für unebene Untergründe. Hier kannst Du Dir einen Überblick über die Antriebsarten und Arbeitsweisen von Schneefräsen verschaffen:

Vor- und Nachteile einer Schneefräse mit Benzinmotor

  • Leistungsstarke und robuste Maschinen
  • werden mit nassem Schnee und größeren Schneemengen fertig
  • Räumen von hohen Schneemassen ist möglich
  • schnelles Arbeiten durch meist große Räumbreiten
  • kein Kabelanschluss, dadurch hohe Mobilität
  • aufgrund des Gewichts kostet die Bedienung etwas Kraft
  • wartungsintensiv
  • lauter als Elektro-Schneefräsen
  • stoßen Abgase aus
Benzinmotoren von Schneefräsen werden mit verschiedenen Startersystemen angeboten: Zugseil, batteriebetriebener Anlasser oder 230-V-Elektrostarter. Die Bedienung eines Zugseil-Anlassers erfordert etwas Übung. Mit Elektrostartern geht das Starten einfacher.

Vor- und Nachteile einer Schneefräse mit Elektromotor

  • leise
  • wartungsarm
  • umweltfreundlich
  • leicht und daher handlich
  • weniger leistungsstark als Benzinmodelle
  • man muss beim Bedienen auf das Kabel achten, das auch die Reichweite der Maschine einschränkt

Mittlerweile gibt es auch Akku-Schneefräsen, die ähnliche Vorteile wie Elektro-Schneefräsen haben (siehe oben). Sie können mit einer Akkuladung meist 45-60 Minuten lang arbeiten. Allerdings brauchen die Akkus je nach Leistungsklasse viele Stunden bis sie wieder geladen sind. Gegen diesen Nachteil helfen zusätzliche Reserve-Akkus. Es muss darauf geachtet werden, dass die Akkus für den Betrieb nicht zu kalt sind. Sie müssen im beheizten Raum aufbewahrt oder (im Freien) am Ladegerät angeschlossen bleiben. Die Leistungsstärke solcher Modelle ist im Vergleich zu Benzinern sehr gering.

Bei einer einstufigen Schneefräse fräst sich ein Schleuderrad durch den Schnee. Es nimmt ihn auf und schleudert ihn durch einen Auswurfschacht wieder raus. Am Schleuderrad befinden sich Gummilippen. Es übernimmt auch die Aufgabe des Antriebs. Daher können einstufige Schneefräsen nur auf ebenen Untergründen zum Einsatz kommen. Steine und Äste könnten die Gummilippen beschädigen.
Die Räumbreite und Auswurfweite von einstufigen Schneefräsen sind begrenzt. Auf der anderen Seite sind sie durch ihre einfache Konstruktion günstig und wendig. Sicherlich ist eine einstufige Schneefräse für regelmäßiges Schneeräumen in Einfahrten und auf Gehwegen völlig ausreichend und empfehlenswert.
Einstufige Schneefräsen gibt es wahlweise mit Elektro- oder Benzinmotor.

Für große Flächen und unbefestigte Untergründe sind zweistufige Schneefräsen die bessere Wahl. Sie bewältigen größere Schneemengen und können die Schneemenge in der Regel weiter werfen als einstufige Modelle. In der ersten Stufe wird Schnee durch eine Räumschnecke zum Auswurfkanal befördert. Dort pustet ein Gebläse den Schnee zum und durch den Auswurfkanal. Der Antrieb der Schneefräse erfolgt über die Räder.
Zweistufige Schneefräsen werden in der Regel mit einem Benzinmotor betrieben, da die Abhängigkeit von einem Elektrokabel ihre Einsatzmöglichkeiten zu sehr einschränken würde.

Bei zweistufigen Schneefräsen kann man sich zwischen einem Rad- oder Raupenantrieb entscheiden. Räder sind deutlich leichter zu steuern und wendiger. Der Raupenantrieb hat hingegen den Vorteil, dass auch bei vereisten Strecken ein permanenter Vortrieb gewährleistet ist.

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Schnee raeumen

Hinweis

Wie viel PS sollte eine Schneefräse haben? Das ist eine häufig gestellte Frage. Die im Alltag noch häufig verwendete Einheit (PS), um die Leistung eines Geräts anzugeben.

Sie ist mittlerweile aber nicht nur veraltet, sondern darf nicht mal mehr verwendet werden! Bis 2009 durfte in der Werbung PS nur zusätzlich zu Kilowatt (kW) angegeben werden. Seit der letzten Änderung der Richtlinie 80/181/EWG, die am 1. Januar 2010 in Kraft getreten ist, ist die alleinige Aufführung von PS und allen anderen Nicht-SI-Einheiten in der gesamten EU nicht mehr zulässig.

Beim Arbeiten mit Schneefräsen und anderen lautstarken Maschinen solltest Du auf ausreichenden Lärmschutz achten. Um einen passenden Lärmschutz bestimmen zu können, empfiehlt es sich auf folgende Angaben des Herstellers zu achten:

  • der Schallleistungspegel (LwA)
  • der Schalldruckpegel (LpA)

Schallleistungspegel

Die Maschinenlärmverordnung (2000/14/EG) beinhaltet eine Richtlinie, die die Kennzeichnung des Schallleistungspegels für Maschinen und Geräte verbindlich vorschreibt.Schallleistungspegel LwAWie viel an Schallabstrahlung eine Maschine (Schallquelle) insgesamt erzeugt, kann man der Angabe des Schallleistungspegels (LwA) entnehmen. Er ist abhängig von der Intensität der abgestrahlten Schallwellen und von der Größe der Maschine. Die Größe und Form des Raumes, in der die Maschine betätigt wird und die Entfernung zwischen Schallquelle und Messpunkt hat für den Wert hingegen keine Bedeutung.
Je höher die Summe aller Schallleistungspegel mehrerer Maschinen, desto lauter ist es im entsprechenden Raum.
Der Wert des Schallleistungspegels als Einzelangabe ist in zwei Schreibweisen möglich:

  • LwA in dB
  • Lw in dB(A)

Schalldruckpegel

Der Schalldruckpegel (LpA) beschreibt die Stärke der Schallabstrahlung, die von einer Schallquelle, z.B. einer Schneefräse, abgegeben wird. Der Wert kommt dem Empfinden des menschlichen Gehörs gleich, also dem Geräusch, welches am menschlichen Ohr ankommt. Einflüsse durch den Raum oder andere Gegenstände bleiben dabei unbeachtet, was den Wert allerdings in seiner Vergleichbarkeit einschränkt.
Damit der Wert aussagekräftig abgebildet werden kann, bedarf es noch zusätzlicher Größen:

  • Entfernung zwischen Schallquelle und Messpunkt
  • Größe des Raumes
  • Standort der Schallquelle im Raum
  • Raumakustische Eigenschaften (Angaben über die Halligkeit mit Hilfe der Nachhallzeiten)

Nimm den Schnee auf die Schaufel. Oder den Besen?

schnee raeumen und richtig streuen

Schneeschaufeln und Schneeschieber

Da brauchst Du noch wirklich Muskelkraft. Mit der besonders breiten Schaufel lässt sich Schnee gut aufnehmen und zur Seite schieben. Es gibt sie in verschiedenen Materialien von klassich Holz über Plastik bis zu Aluminium. Jedes Material hat seine Vorteile bezüglich Gewicht, Langlebigkeit und Preis.

Schneewannen

Eine Abwandlung der Schneeschaufel ist die Schneewanne. Wenn Du in Regionen lebst, wo viel Schnee fällt, dann bist Du mit ihr besser dran, denn sie nimmt größere Schneemengen auf. Sie ist aber nur dafür geeignet den Schnee zur Seite zu schieben. Anheben kannst Du die volle Wanne nicht mehr.

Besen

Wenn der Schnee noch schön pulvrig ist, dann ist schon ein Besen super. Denn dann lässt sich der Schnee ganz einfach wegfegen. Und wo kein Schnee mehr ist, da kann sich auch nichts platt treten und glatt werden.

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Wichtige Fakten zur Räumpflicht

Wer muss räumen oder streuen?
Grundsätzlich: der Hauseigentümer oder der Vermieter eines Gebäudes. Der Hauseigentümer kann jedoch die Schneeräumung auch an einen Räumdienst, einen Hausmeister oder an die Mieter übertragen. Eine solche Regelung muss von Anfang an im Mietvertrag oder der Hausordnung stehen. Der Vermieter bleibt dennoch mitverantwortlich und muss kontrollieren, ob das Räumen und Streuen klappt. Er muss auch Schneeschaufeln, Besen und Streumittel für diejenigen bereitstellen, an die er die Aufgabe delegiert hat.

Wo muss geräumt oder gestreut werden?
Es muss vorrangig auf dem Gehweg vor dem Haus Schnee geschaufelt und bei Glätte gestreut werden. Besondere Regelungen bestehen, wenn innerhalb des Ortsgebiets keine Gehsteige vorhanden sind bzw. in Fußgängerzonen, Wohnstraßen oder bei Radwegen.

Beachte bitte etwaige spezifische Regelungen Deines Bundeslandes bzw. die Straßenwinterdienstsatzung Deiner Heimatgemende. Das heißt am besten am Gemeindeamt oder Magistrat informieren.

Wann muss geräumt werden?
Prinzipiell zwischen 6:00 und 22:00.

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Richtig streuen

Streusalz

Salz ja oder nein?

Zu Beginn jeder Streu-Saison wird über die Benutzung von Streusalz debattiert. Wir stellen klar, was Du darfst und, was Du nicht darfst.

In einigen Gemeinden wurde der Einsatz von klassischem Streusalz für Privatanwender bereits stark eingeschränkt. Allgemeingültig ist in Sachen Streusalz aber nichts. Denn jede Ortschaft hat dazu ihre eigenen Vorschriften. Deshalb: Wenn Du Dir unsicher bist, frag bitte wie bei der Räumpflicht beim Gemeindeamt oder Magistrat nach.

Es gibt auf jeden Fall einige Gründe, die gegen Streusalz sprechen:

  • Bäume und Sträucher werden geschädigt, da Böden versalzen, Wurzelschäden auftreten und somit die Wasseraufnahme insgesamt gestört wird. Das ist umso kritischer, weil durch die immer trockeneren und heißeren Sommermonate gerade die zahlreichen Straßenbäume ohnehin schon einen schweren Stand haben.
  • Böden und Grundwasser werden belastet.
  • Die Pfoten von Hunden und Katzen werden wund und können sich entzünden.
  • Salz greift unsere Schuhe, die Kleidung und Beton an.

Mittlerweile gibt's aber auch umweltfreundliche Alternativen ohne Salz:

Info

Das „Salzverbot" gilt nicht für kommunale Anwender und Straßenmeistereien. Auf Straßen und Autobahnen kann also der Winterdienst aus Gründen der Verkehrssicherheit weiterhin mit Salz streuen.

Streusplitt und Streugutbehälter

Auch Streusplitt ist auf Gehsteigen eine Alternative. Er schmelzt das Eis zwar nicht weg, hemmt aber die Rutschglätte, die bei Glatteis verheerend sein kann. Mit einem praktischen Streugutbehälter hast Du auch immer genug davon vorrätig. Außerhalb der eisigen Zeit eignet sich ein solcher Universalbehälter übrigens auch gut zum Verstauen von anderen Dingen!

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