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Richtig kleben

Kleben

Ob Tapetenkleister, Holzleim, Heiß- oder Alleskleber – die verschiedenen Kleberarten sind so vielfältig wie ihre Einsatzbereiche. Wie Du beste Kleberesultate erzielst, wann es sich lohnt die Bohrmaschine mal zugunsten eines Klebers liegen zu lassen und wie Du unschöne Klebereste rückstandslos entfernt erfährst Du jetzt.

Lesezeit 3 min. Kleber & Kleister

Klebstoffarten

Nassklebstoffe werden nur auf einer Seite der miteinander zu verklebenden Teile aufgetragen, die dann direkt miteinander verbunden werden. Die Teile müssen fixiert werden, da die Haftung verzögert eintritt. Die endgültige Klebekraft tritt erst ein, wenn die Lösungsmittel verdunstet sind. Bei lösungsmittelfreien Klebstoffen ist Wasser die Trägersubstanz. Offenporige Materialien begünstigen die Trocknung von Nassklebstoffen.

Kontaktklebstoffe werden auf beide Seiten der miteinander zu verklebenden Teile aufgetragen. Die Klebeflächen werden nicht sofort miteinander verbunden – erst wenn sie angetrocknet sind, werden die beiden Klebeflächen mit hohem Druck zusammengepresst. Durch die Ablüftzeit verdunsten die Lösungsmittel im Gegensatz zu denen des Nassklebers bereits vor dem Zusammenfügen der Werkstoffe. Dadurch kann das Werkstück schnell belastet werden.

In der Regel sind Reaktionsklebstoffe lösungsmittelfrei mit 100% Festkörperanteil. Sie sind flüssig bis pastös und härten chemisch, physikalisch oder katalytisch aus. Dabei sind mindestens zwei Reaktionspartner beteiligt. Wenn die beiden Komponenten vor der Verarbeitung in einem bestimmten Mischungsverhältnis zusammengefügt werden müssen, spricht man von einem 2-Komponenten-Klebstoff, sonst handelt es sich um einen 1-Komponentigen Kleber.

  • 1-Komponentenklebstoffe werden einseitig auf die Klebestelle aufgetragen. Die Reaktion wird durch die in der Umwelt oder auf der Klebefläche vorhandene zweite Reaktionskomponente sofort gestartet.
  • 2-Komponentenklebstoffe müssen exakt im angegebenen Mischungsverhältnis gemischt werden. Die Aushärtung beginnt sofort. Die Härtezeit hängt allerdings vom Kleber und der Umgebungstemperatur ab.

Schmelzklebstoffe kommen als Patronen, Stifte, Pulver, Granulat, Netze oder Folien zum Einsatz. Sie sind lösungsmittelfrei, in der Regel sind keine Misch- oder Dosiervorgänge nötig. Schmelzklebstoffe werden durch Temperatur zwischen 110°C und über 220°C geschmolzen – entweder direkt in der Klebefuge, wie z.B. beim Aufbügeln von Umleimer oder mittels einer Klebepistole, aus welcher der heiße Klebstoff auf den Werkstoff aufgetragen wird.

Haftklebstoffe sind Produkte, die permanent klebefähig bleiben. Diese Materialien werden dort verwendet, wo eine Klebung nicht dauerhaft ist. Die Trennung der miteinander verklebten Teile ist jederzeit möglich. Sie finden z.B. bei Klebefilmen und -bändern, bei doppelseitigen Klebebändern und -kissen sowie bei Haftnotizen Verwendung.

Kleben statt Bohren

Innovative Klebesysteme können Dir den Griff zur Bohrmaschine, zu Nägeln oder Reißzwecken ersparen. Dabei musst Du natürlich nicht auf bombenfesten Halt verzichten. Egal ob auf Tapete oder Fliesen, ob trockene oder nasse Umgebung, leichte oder schwere Gegenstände - wir haben eine passende Lösung für Dich parat.

Diese Materialien eigenen sich für Klebeverbindungen:

  • Naturstein
  • Fliesen
  • Glas
  • Beton
  • Metall
  • Holz
  • viele Kunststoffe
Die Voraussetzung ist, dass Du den richtigen Kleber hast, und den Untergrund richtig vorbereitest. Denn auf den Untergrund kommt es an! Je nachdem, ob dieser glatt ist oder Poren hat, solltest Du den passenden Kleber verwenden. Offenporige Materialien begünstigen z. B. die Trocknung von Nassklebstoffen.

Kleben statt bohren

Kleben vorbereiten

Um zwei Materialien miteinander zu verkleben, stehen diverse Verbindungsmöglichkeiten zur Auswahl. Damit die Klebestelle auch lange hält bedarf es jedoch ein paar Vorbereitungen.

Schaffe die optimale Grundlage

  • Befreie die Oberfläche von Schmutz, Rost, Farbresten und anderen Fremdstoffen. Dafür eignet sich beispielsweise eine milde Seifenlauge.
  • Raue danach die Oberfläche mit Schleifpapier an.
  • Anschließend entfettest Du die Klebeflächen, z. B. mit Aceton, Alkohol oder Nitroverdünner. Achte dabei unbedingt auf die Materialverträglichkeit.
  • Nach dem Trocknen solltest Du die Klebefläche nicht mehr berühren, da sonst Hautfett darauf zurückbleibt und die Klebefähigkeit einschränkt.
  • Trage dann den Klebstoff gleichmäßig und dünn auf. Bitte achte bei Kontaktklebern auf die Ablüftzeit!
  • Halte Schmutz und Staub von frisch mit Klebstoff eingestrichenen Flächen fern. Unterbrich dafür Schleifarbeiten etc. bis die Teile zusammengefügt sind.

Kleben vorbereiten

Badaccessoires zum Kleben

Im Badezimmer ist der Bedarf an Accessoires zum Kleben groß. Denn wer möchte schon gerne Löcher in die Fliesen bohren und dabei Sprünge, Risse oder die Beschädigung von Leitungen riskieren?

Ob Haken und Handtuchhalter, Seifenspender, Toilettenpapierhalter oder Duschkörbe - nahezu für jeden Verwendungszweck gibt's das passende Produkt, das Du ganz einfach mittels innovativer Klebetechniken an Deinen Wänden befestigen kannst. Die Kleber halten einige Kilo an Gewicht aus, wie viel findest Du am jeweiligen Artikel.

Nachhaltig denken! Die Kleber lassen sich rückstandslos und ohne Probleme wieder entfernen - ohne Löcher, ohne Ärger.

Nie wieder bohren im Bad

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Klebereste entfernen

Da jeder Klebstoff spezielle Eigenschaften mit sich bringt, gibt es leider keinen Universal-Entferner. Wenn Dir bereits beim Auftragen was daneben geht, kannst Du das noch leicht entfernen. Ist er aber bereits getrocknet oder schon älter kann es schwieriger werden, den Kleber rückstandslos zu entfernen.

Im Idealfall kennst Du den Kleber und weißt, wie Du die Oberfläche bearbeiten kannst auf der er sich befindet. Wenn Du nicht weißt, welcher Kleber verwendet wurde, musst Du vielleicht ein paar Tipps zum Entfernen ausprobieren bis Du den richtigen gefunden hast.

  • Wasserlösliche Klebstoffreste kannst Du durch Einweichen mit warmem Spülwasser entfernen.
  • Alte Aufkleber kannst Du mit einem Föhn erwärmen, damit sie sich besser ablösen lassen. Für fest haftende Etiketten gibt's Aufkleber-Entferner.
  • Butter, Speiseöl oder andere Fette rücken Kleberesten ebenfalls zu Leibe. Aber Vorsicht vor Fettflecken.
  • Klebstoff auf der Haut kannst Du mithilfe von Gallseife kinderleicht entfernen, Sekundenkleber mit Babyöl.
  • Klebereste auf Textilien kriegst Du z. B. mit Bleichmitteln weg.
  • Pflasterlöser aus der Apotheke kann auch bei anderen Klebstoffen wahre Wunder vollbringen.

Wenn Dich diese Tipps nicht weiterbringen, kannst Du es noch mit Lösungsmitteln wie z. B. Reinigungsbenzin, Feuerzeugbenzin, Spiritus oder Nagellackentferner sowie Abbeizmitteln versuchen. Aber Vorsicht, teste das zuvor lieber an einer nicht sichtbaren Stelle, um unerwünschte Veränderungen zu vermeiden. Achte außerdem immer auf eine gute Belüftung des Raums.

Mehr als ein Klebstoffentferner

Mit dem UHU Klebstoffentferner entfernst Du nicht nur Klebstoffreste, alte Aufkleber und Sekundenkleber – mit diesem Alleskönner beseitigst Du auch Farb-, Fett-, Tinten- und Ölflecken.

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