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Wissenswertes zu Pooltechnik

pooltechnik

Du gehörst wohl zu den Glücklichen, die sich einen Pool zulegen oder sogar schon einen haben. Dann weißt Du, was es heißt, jederzeit die Klamotten abzustreifen und ins Wasser zu springen. Allerdings braucht ein Pool mehr als ein Becken und Wasser. Nur mit der richtigen Technik bleibt das Wasser sauber und der Badespaß maximal.

Lesezeit 6 min. Pooltechnik im Shop

Warum eine Filteranlage?

Ungetrübten Badespaß kannst Du nur genießen, wenn Du an Deinem Pool eine Filteranlage anbringst. Poolfilter verhindern, dass Dein Schwimmbecken zu einem miefenden Tümpel mutiert, in dem sich Keime und Bakterien sammeln. Eine Filteranlage verhindert auch, dass Dein Pool eine Brutstätte für Grind und Algen wird.
Es ist wichtig, den richtigen Filter zu wählen, der auch einen guten Job erledigt und nicht Dein Budget sprengt.

Wichtige Aufgaben der Pumpe einer Filteranlage

  • Die wichtigste Aufgabe der Pumpe ist das Umwälzen: Sie saugt das Wasser aus dem Pool in die Filteranlage, dort wird es gesäubert und meist über ein oder mehrere Düsen zurück in das Becken gespült. Eine gute Pumpe sollte es schaffen, den kompletten Inhalt des Pools in rund 8 Stunden 1,5 Mal komplett umzuwälzen und zu reinigen.
  • Wenn Dein Schwimmbecken beheizt ist, dann hat die Pumpe zusätzlich die Aufgabe, das Wasser durch den Wärmetauscher zu pumpen – mit der gleichen Methode wie zuvor: Heraussaugen, aufheizen und wieder zurückspülen.
  • Außerdem soll sie die Chemikalien, die Du in Deinen Pool gibst, gleichmäßig verteilen.

filteranlage pumpe

Die richtige Filteranlage finden: Kartuschenfilter oder Sandfilteranlage?

Nicht nur Pools, auch Schwimmbad-Pumpen gibt es in unglaublich vielen verschiedenen Varianten – in Bezug auf die Größe, die Form und die Leistungsstärke. Lass Dich vor dem Kauf ruhig beraten – am besten von unseren Fachleuten im Markt.

Hast Du erst mal die falsche Pumpe für Deinen Pool, nervt das ganz schön. Denn wenn die Pumpe zu wenig Power hat, wird das Wasser nicht richtig gereinigt und der Badespaß ist bald vorbei. Wenn die Pumpe zu groß ist für Deinen Pool, verbraucht sie unnötig viel Strom und somit Geld.

Generell unterscheidet man in Kartuschenfilter und Sandfilteranlagen. Die funktionieren unterschiedlich und haben auch verschiedene Stärken.

Filtermethode

Kartuschenfilter Sandfilter
Schmutz wird in einer Papierkartusche aufgefangen. Filtert das Wasser, indem er es durch Quarzsand leitet. Der fängt die Partikel auf.
Eignen sich vor allem für kleinere Pools oder im Innenbereich. Eignen sich vor allem für Pools im Außenbereich.
Kann im Freien schnell verschmieren und muss häufiger gereinigt werden. Zusätzlich können Flockmittel eingesetzt werden. Sie binden kleine Schmutzteilchen zu größeren. Die lassen sich besser filtern.
Flockmittel sollten hier nicht verwendet werden. Sie können den Filter verkleben.  

Reinigung des Filters

Kartuschenfilter Sandfilter
Filter muss abgespült oder ausgetauscht werden. Reinigt sich durch "Rückspül-Funktion" quasi selbst.
Häufigkeit richtet sich nach Verschmutzungsgrad des Wassers und Standort des Pools. Wasser wird dabei in die andere Richtung durch den Filter gespült, und dadurch wird Schmutz herausgespült.
  Spülvorgang dauert etwa 2-4 Minuten und sollte einmal die Woche durchgeführt werden.
  Manometer zeigt Druck im Filter an und gibt Auskunft, ob eine Rückspülung nötig ist.

Berechnen der passenden Filterleistung

Je nach Nutzungs- und Verschmutzungsgrad sollte der Beckeninhalt täglich 1–1,5 Mal umgewälzt werden. Besonders kleinere Planschbecken, in denen das Wasser lange steht, können sich zu einem Keimreservoir entwickeln.

So kannst Du die passende Filterleistung für Deinen Pool berechnen.

Rechenbeispiel:

  • Dein Becken enthält 30 m³ Wasser
  • 30 m³ x 1,5 = 45 m³
  • 45 m³ : 7,5 Stunden = 6 m³/h
Ergebnis:

Für einen Beckeninhalt von 30 m³ brauchst Du eine Filteranlage, die mindestens 6 m³/h fördert.
Unsere Verkäufer in den Märkten zeigen Dir gerne die passenden Anlagen.

Hinweis:

Für eingelassene Pools, bei denen die Filteranlage oberhalb des Wasserspiegels steht, darf nur eine selbstansaugende Filterpumpe verwendet werden. Außerdem sollte bei Einbaupools ein Rückschlagventil auf der Saugseite eingebaut werden. Dies verhindert, dass die ausgeschaltete Pumpe des Filters leerläuft.

Poolfilter einbauen

Nur in einen sauberen Pool will man reinspringen. Damit er sauber bleibt, brauchst Du eine Filteranlage. Sie einzubauen ist kein Hexenwerk. Wenn Du den passenden Filter ausgesucht hast, geht es an die Montage. Aber bevor Du durchstartest, solltest Du erst noch den Standort festlegen.

  • Die Filteranlage muss gemäß der Sicherheitsvorschriften mindestens drei Meter vom Becken entfernt aufgestellt werden.
  • Je weiter die Anlage vom Becken entfernt steht, desto höher ist der Druckverlust.
  • Bei einer Sandfilteranlage, die oberhalb des Wasserspiegels aufgestellt wird, solltest Du ein Rückschlagventil zwischen dem Skimmer und der Sandfilteranlage installieren, damit das dreckige Wasser nicht ins Becken zurückfließt.

Das brauchst Du für den Filtereinbau:

  • ca. 6 m Schlauch mit einem Durchmesser von 38 mm
  • 4 Schlauchschellen (32–50 mm)
  • 1 Rolle Teflonband
  • Schraubendreher
  • optional: Schwimmskimmer-Set

poolfilter einbauen

So schließt Du die Sandfilteranlage an

Wenn Du nach folgenden Schritten vorgehst, klappt's mit dem Anschließen der Filteranlage für Deinen Pool.

  • Umwickle die Muffe am Skimmer mit 2 bis 3 Lagen Teflonband.
  • Montiere das eine Ende des Schwimmbadschlauches an der dafür vorgesehen Muffe des Skimmers.
  • Ziehe die Schlauchschelle fest an. Vorsicht bei Plastikteilen!
  • Umwickle die Muffe am Einlauf der Pumpe mit 2 bis 3 Lagen Teflonband.
  • Befestige das andere Ende des Schlauchs am Einlauf der Pumpe!
  • Umwickle die Muffe am „Return“- Stutzen der Sandfilteranlage mit 2 bis 3 Lagen Teflonband.
  • Befestige ein weiteres Stück Schwimmbadschlauch am Ventil der Sandfilteranlage am „Return“-Stutzen. Das ist bei normalem Filterbetrieb der Rücklauf zum Becken.
  • Umwickle die Muffe an der Rücklaufdüse des Swimming-Pools mit 2 bis 3 Lagen Teflonband.
  • Als Nächstes musst Du den Vorfilter der Sandfilteranlage mit Wasser füllen (Filterpumpe darf niemals trocken laufen). Stelle dazu den Hebel am Ventil auf „Filtern“ und schließe die Anlage an das Stromnetz an. Bei Neubefüllung mit Quarzsand muss dieser zunächst per Rückspülung gereinigt werden.
  • Überprüfe die Schlauchverbindungen auf Lecks. Sollte an verschiedenen Stellen Wasser austreten, muss vielleicht die Schlauchschelle nachgezogen oder die Abdichtung mit Teflonband nachgebessert werden.

Bei einer Filteranlage mit Skimmer musst Du folgende Schritte zu Beginn erledigen:

  • Verschließe die Öffnungen des Pools (sofern vorhanden).
  • Montiere das Schwimmskimmer-Set wie in der Montageanleitung beschrieben.
  • Bringe das eine Ende des Schwimmbadschlauches an der dafür vorgesehenen Muffe des Skimmers an.
Weitere Einzelheiten zu den Funktionen der Sandfilteranlage entnimmst Du bitte der Bedienungsanleitung!

Laufende Kosten für Poolfilteranlagen

laufende kosten

Bei beiden Typen von Filteranlagen fallen Stromkosten an. Die Sandfilteranlage ist beim Kauf etwas teurer als die Kartuschenfilteranlage und es fallen zusätzlich Kosten für den Quarzsand an. Den solltest Du alle 1 bis 2 Jahre (maximal alle 3 Jahre) austauschen. Sonst brauchst Du nichts und die laufenden Kosten für eine Sandfilteranlage sind im Betrieb durchaus überschaubar.

Eine Kartuschenfilteranlage ist beim Kauf günstiger als die Sandfilteranlage. Hier kommen aber noch die Kosten für Ersatzkartuschen hinzu. Je nachdem, wie stark Dein Pool beansprucht bzw. verschmutzt wird, muss der Kartuschenfilter häufiger oder seltener ausgewechselt werden.

Kartuschenfilteranlage Zu den Artikeln Sandfilteranlagen Zu den Artikeln

Pool heizen

Klassische Wärmepumpen

In so einen Pool gehen schon ein paar Liter Wasser rein. Bis das dann richtig warm ist, kann das schon ein Weilchen dauern. Blöd, wenn es dann nur ein kurzes Zeitfenster gibt, in dem das Wasser die passende Temperatur hat. Hilf doch einfach nach und verlängere die Badesaison im eigenen Garten!

Mit einer Wärmepumpe hat Dein Poolwasser immer die Temperatur, die Du gerne hättest. Dieses Extra schont Deinen Geldbeutel und gleichzeitig die Umwelt. Mit Wärmepumpen können bis zu 80 % der ausgegebenen Energie aus der Umgebungsluft gewonnen werden.

Eigenschaften von Wärmepumpen:

  • Einfache Montage und Bedienung
  • Sicher vor Rost durch Anti-Rost-Gehäuse und Anti-Rost-Titan-Wärmetauscher
  • Für Außentemperaturen über 10 °C geeignet
  • Umweltfreundliches Kühlmittel
  • Leise Kompressoren

Heizen mit Solaranlagen

Yippie, warmes Wasser! Nutze die kostenlose Kraft der Sonne, um Dein Schwimmbadwasser zu erwärmen. Mit dem Solarabsorber, der Sonnenheizung für Deinen Pool, kannst Du ohne zusätzlichen Energieaufwand wesentlich früher die Badesaison in Deinem Garten eröffnen und länger planschen, als in einem nicht beheizten Pool.

Einheizer: Unsere drei Solarabsorber-Systeme

Wie groß muss der Solarabsorber sein?

In Mitteleuropa sollte die Solarabsorberfläche der Beckenoberfläche entsprechen.

Hier ein Rechenbeispiel:
Die Formel für die Berechnung der Kreisfläche bei einem Rundbecken mit 4,60 Metern Durchmesser lautet:

A= π * r²
A = π * 2,30 m²
A = 16,5 m²

Das bedeutet:
Die Solarabsorberfläche sollte rund 16 m² betragen, um den gewünschten Effekt von 3 bis 5 °C Erwärmung zu erhalten. Wird das Becken mit einer Abdeckung (Solar- oder Luftpolster-Abdeckplane) gegen Wärmeverlust geschützt, reduziert sich die Solarabsorberfläche auf 60 % der Beckenoberfläche. In diesem Fall wären das 60 % von 16,5 m² = 10 m².
Übrigens: Der Solarabsorber kann ohne Probleme um ein zweites Set erweitert werden.

Welche Pumpe braucht die Solaranlage?

Damit Du von Deiner Solaranlage nicht enttäuscht bist, musst Du daran denken, dass Deine Pumpe die passende Power hat. Die wird auch beeinträchtigt durch die Entfernung bzw. den Höhenunterschied zwischen Filteranlage und Solaranlage. Je größer Abstände und Höhenunterschiede sind, desto stärker muss die Pumpe sein.

Beispiel:
So sollte z. B. der Höhenunterschied zwischen einer Sandfilteranlage mit 6 m³/h Umwälzleistung und einer „Pool Solar Deluxe“ Solaranlage maximal 4,5 Meter betragen. Das gilt bei einem Leitungsweg von ca. 5 Metern zum Becken und 50-mm-Verrohrung bzw. 50-mm-PVC-Schlauch.

Montage-Tipps

Die Absorber müssen in jedem Fall hochkant moniert werden: die Sammelrohre für Vor- und Rücklauf müssen also immer oben bzw. unten ausgerichtet sein, niemals seitlich.

Montagebeispiel

1. Solarabsorber
2. 3-Wege-Ventil
3. Verrohrung
4. 90°-Bogen
5. EPDM-Muffe
6. Edelstahlschellen
7. EPDM-Endkappen
8. T-Stück
9. Sandfilteranlage

montage tipps

Solarabsorber überwintern

Wenn der Solarabsorber mit Wasser gefüllt ist, ist er nicht frostbeständig. Er muss vor der kalten Jahreszeit restlos entleert werden. Wasserrückstände in den Rohren können gefrieren und die Rohre platzen. Um das zu vermeiden, sollte der Absorber über Winter abgebaut werden.

Poolheizung Zu den Artikeln Poolpumpen Zu den Artikeln

Extras für Pools

Bis dahin sind das die Basics, die Du brauchst, um Deinen Pool zu betreiben und zu pflegen. Darüber hinaus gibt's natürlich viele Spielereien und Extras, die nicht nötig sind, aber dafür eine Menge Spaß machen. Erweitere Deinen Pool und mach dem Stadtbad Konkurrenz.

extras fuer pools

Die Sonne sorgt für sauberen Poolspaß. Das funktioniert: und zwar mit Solarduschen! Mit einer Dusche am Pool sparst Du generell Wasserpflegemittel, weil die Schwimmer weniger Schmutz in den Pool schleppen, wenn sie sich vorher abduschen. Eine Solardusche hat den Vorteil, dass das Wasser von der Sonne angenehm aufgewärmt wird.

Hinweis: Zur Sicherheit hat die Dusche einen Mischer, damit beim Aufdrehen zuerst kaltes Wasser kommt und sich niemand verbrüht. Mit dem Drehgriff kannst Du dann die richtige Wassertemperatur einstellen.

Wenn Du nicht ganz so viel Platz im Becken hast, um Bahnen zu schwimmen, ist eine Gegenstromanlagen vielleicht die Lösung. So kannst Du auch in kleinen Pools schwimmen so lange und so schnell Du willst. Keine nervigen Wendemanöver mehr!

Tauch Deinen Pool in ein ganz besonderes Licht. Leuchtelemente in verschiedenen Farben und Formen, zum Beispiel Lichtkugeln oder Leuchtquadrate verleihen Deinem Pool das gewisse Extra! Zum Nachrüsten einer Unterwasser-Beleuchtung eignen sich Unterwasser-Scheinwerfer zum Einhängen hervorragend. Unterwasserlichter, die mit Magneten angebracht werden, machen Deinen Pool gleich exklusiv.

Im Handumdrehen ein Whirlpool! Mit einer Whirlpoolmatte verwandelst Du Dein Schwimmbecken in einen Whirlpool. Diese Matten sind für alle Pools bis zu 130 cm Beckentiefe geeignet. Sie sind ganz einfach zu montieren. Mit Pool-Bubble reduzierst Du auch den Verbrauch an Wasserpflegeprodukten, da der Pool eine erhöhte Sauerstoffzufuhr genießt.

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