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Schimmel entfernen

Schimmel sanieren

Hilfe, Schimmel! Wenn er in Form von meist schwarzen oder gelben Flecken in den eigenen vier Wänden auftaucht, sollte man schnellstens dafür sorgen, dass er wieder verschwindet! Keiner will ihn. Und vor allem will keiner, dass er immer wieder kommt und unter Umständen für gesundheitliche Probleme der Bewohner des befallenen Hauses sorgt.

Hier erfährst Du wie Du Schimmel bekämpfst und vorbeugen kannst!

Lesezeit 8 min. Schimmelschutz im Shop

Ursachen und Auswirkungen von Schimmel

Wie entsteht das Zeug überhaupt? Grundsätzlich beeinflussen drei Faktoren das Wachstum von Schimmel:

  • Feuchtigkeit (75 bis 90 %)
  • Temperatur
  • Nährstoffangebot

Eine Mindestfeuchte muss vorhanden sein, damit Schimmel überhaupt wachsen kann. Entscheidend dabei ist, dass das Material selbst nicht sichtbar feucht sein muss; es genügt eine relative Luftfeuchtigkeit von ungefähr 80 % an der Oberfläche des Materials. Besonders gut wächst Schimmel auf oder in Material, an dem sich Kondenswasser bildet.

Eine mögliche Ursache für die Bildung von Schimmel kann Feuchtigkeit sein, die durch das Mauerwerk, Risse, defekte Dächer oder Dachrinnen eintritt. Aber auch ein ungenügendes Austrocknen nach Baumaßnahmen kann die Schimmelbildung begünstigen.

Rohrbrüche und Überschwemmungen können ebenfalls das Entstehen von Schimmelpilzen nach sich ziehen. Aber auch eine permanent erhöhte Raumluftfeuchte durch unsachgemäßes Heizen und Lüften, insbesondere in luftdichten Gebäuden, und die Kondensation von Luftfeuchtigkeit an kalten Wänden können die Bildung von Schimmel verursachen.

Bewohner tragen zu einem großen Anteil zu erhöhter Luftfeuchtigkeit im Gebäude bei.

Unsachgemäßes Lüften in Verbindung mit Tätigkeiten, bei denen viel Feuchtigkeit entsteht, wie z.B. beim Kochen, Duschen, Wäsche trocknen etc., erhöhen die Luftfeuchtigkeit erheblich. Das wird in Gebäuden ein Problem, die aus Energiespargründen aufwendig abgedichtet wurden.

Ein idealer Nährboden für Schimmel können verschiedene Holzarten, Papier, Karton, Tapeten, Tapetenkleister, Kunststoffe, Silikon, Teppichböden, Farben, Lacke, Leder sowie Zement und Beton sein.

Schimmel kann aber auch auf anderen Materialien wachsen, die selbst keine Nährstoffe bereitstellen, wenn sich darauf organische Partikel und Staub aus der Luft abgesetzt haben, z.B. auf Glas.

Schimmel Wand

Auswirkungen von Schimmel

Studien belegen einen Zusammenhang zwischen der Belastung mit Schimmel und Atemwegsbeschwerden. Sowohl Sporen als auch die Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen können allergische oder reizende Reaktionen auslösen.

Beim ersten Kontakt müssen noch keine allergischen Reaktionen auftreten, da der Körper sich zunächst auf den Kampf mit dem Schadstoff einstellt. Erst beim erneuten Kontakt kann es zu allergischen Reaktionen kommen. Reaktionen können sein:

  • Schnupfen
  • gerötete Augen
  • Hautausschlag
  • Juckreiz
  • Halsreizungen
  • Husten
  • Kopfschmerzen
  • Befindlichkeitsstörungen
  • Übelkeit
  • Müdigkeit und viele weitere

Bei Menschen mit stark geschwächtem Immunsystem können auch Infektionen durch Schimmelpilze ausgelöst werden. Diese können nur von lebenden Schimmelpilzen ausgehen, während allergische und reizende Reaktionen von lebenden und abgestorbenen Pilzen hervorgerufen werden.

Dass Deine Wohnung von Schimmel befallen ist, bedeutet nicht grundsätzlich, dass eine Gesundheitsgefahr für Dich besteht. Dafür spielen zu viele verschiedene Faktoren eine Rolle. Vielmehr sollte aus Gründen der Vorsorge der Schimmel beseitigt werden, bevor es eventuell zu Erkrankungen kommt.

Besteht der Verdacht, dass Du gesundheitlich durch Schimmel in der Wohnung beeinträchtigt bist, solltest Du zum Hausarzt gehen.

Übrigens zählt der Befall einer Mietwohnung mit Schimmelpilzen als Mietmangel. Lass Dich als Mieter oder Vermieter bei Streitigkeiten rechtlich beraten. Auch an der Bausubstanz können durch Schimmel Schäden entstehen, was zusätzlich ein rasches Handeln erforderlich macht.

Schimmel bekämpfen

Schimmel bekaempfen Schutzkleidung

Wichtig: Erst die Ursachen für den Schimmel klären, bevor Du mit Sanierungsmaßnahmen oder dem oberflächlichen Bekämpfen von Schimmel beginnst!

Denn Schimmel kann ganz unterschiedliche Ursachen haben. Beseitigst Du lediglich die oberflächlichen Spuren, z. B. mit einem Schimmelspray, bringt das nur kurze Linderung, da es nur den Schimmel selbst, nicht aber die Ursache bekämpft. Der Schimmel kommt dann schneller wieder als Du Dich umschauen kannst.

Der Aufwand der Sanierung hängt ab von:

  • der Größe der befallenen Fläche
  • der Stärke
  • der Tiefe
  • den Arten der Schimmelpilze
  • den befallenen Materialien
  • der Art der Raumnutzung

Kleinere Flächen von maximal einem halben Quadratmeter Fläche können im allgemeinen ohne fachmännische Hilfe beseitigt werden, wenn nicht bauliche Mängel für den Schimmel verantwortlich sind. Lass Dich aber vorher von einem Fachmann beraten.

Größere Sanierungsmaßnahmen solltest Du von Firmen durchführen lassen, die sich mit dieser Problematik auskennen!

Was kann man tun?

Schimmelplatten nehmen Feuchtigkeit auf und entziehen dem Schimmel somit die Lebensgrundlage. Baubiologisch ist diese Variante unbedenklich, da keine Giftstoffe zum Abtöten des Schimmelpilzes eingebracht werden.

Mundschutz, Schutzbrille und Schutzhandschuhe sind für die Sanierung trotzdem unerlässlich, da große Mengen an Sporen freigesetzt werden können.

Allergiker sollten möglichst nicht selbst die Bekämpfungsmaßnahmen vornehmen. Nach der Schimmelbekämpfung muss die Umgebung gründlich gereinigt werden. Du selbst sollten danach unbedingt duschen und die Kleidung waschen!

Schimmel sanieren

Du möchten zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und die Schimmelsanierung mit der Innenwandsanierung samt Wärmedämmung kombinieren? Ist möglich!

So genannte kapillaraktive Systeme ermöglichen einen Dampfdiffusionsstrom in die Wand hinein, nehmen Feuchtigkeit auf, transportieren sie und geben sie auch wieder ab. So wird die Feuchtigkeit in der Wand dauerhaft auf ein unkritisches Maß beschränkt.

Auch Feuchtigkeitsspitzen in der Raumluft werden durch diffusionsoffene Systeme gemildert und die Wahrscheinlichkeit von Schimmelbildung auf ein Minimum reduziert.

Schimmel sanieren 2

Antischimmelsystem für die Schimmelsanierung

Ein Anti-Schimmel-System (beispielsweise von Baumi) ist ideal für die Schimmelsanierung geeignet und kann Schimmel vorbeugen. Grundlage des Systems sind Kalziumsilikatplatten, die sehr saugfähig sind, kondensierte Feuchtigkeit aufnehmen, gleichmäßig in der kompletten Platte verteilen und nach und nach wieder abgeben.

Hierfür ist es wichtig, dass die Funktionen der Platte nicht eingeschränkt werden, z. B. durch falsche Endbeschichtungen. Idealerweise verwendest Du die Systemprodukte wie beispielsweise bei Baumit den Antischimmel 2 in 1 Spachtel und ergänzend dazu den Kalkputz Kalkin weiß oder Kalkglätte Kalkin W.

Die Trägerplatte aus Calciumsilikat ist asbest- und schadstofffrei und hilft sogar bei der Wärmedämmung innen. Somit eignen sich die Silikatplatten auch für die Innendämmung von Außenwänden. Die Platten lassen sich unkompliziert schneiden und staubarm in bewohnten Räumen einbauen.

Systemaufbau

Schimmel sanieren Systemaufbau

  1. Antischimmel Fluid zum Aufsprühen
  2. Antischimmel 2 in 1 (als Kleber, links; als Endbeschichtung, rechts)
  3. Calciumsilikatplatte
  4. Antischimmel Grund
  5. Kalkin Kalkglätte W
  6. Kalkin Kalkputz weiß
  7. Silikatfarbe Innen

Schimmelfrei in 6 Schritten

1. Arbeitsschritt

Entferne alle alten Tapeten sowie lose Bestandteile. Dies ist notwendig, damit anschließend das Anti-Schimmel-Fluid alle von Schimmel betroffenen Stellen auf der Wand erreicht und vom Schimmel befreit werden können.

2. Arbeitsschritt

Sprühe Antischimmel-Fluid auf die betroffenen Stellen und entferne den Schimmel. Achte hierbei auf die Kennzeichnung und Produktinformation.

Schimmelfrei Schritt 1 2

3. Arbeitsschritt

Ziehe Antischimmel 2 in 1 auf die Wand auf. Dieser Klebe- und Putzmörtel wird mit Wasser angerührt und kann sowohl zum Kleben als auch zum dünnschichtigen Verputzen der Kalziumsilikatplatten verwendet werden.Er ist diffussionsoffen, kapillaraktiv, mineralisch und kalkhaltig mit geringem Zementanteil und unterstützt somit die Funktionsweise der Silikatplatten.

4. Arbeitsschritt

Verlege die Calciumsilikatplatten speziell zur Schimmelsanierung im Verbund an der Wand. Diese Platten sind bauaufsichtlich zugelassen, nicht brennbar, dämmend, ungezieferresistent und mit handelsüblichen Handwerkzeugen leicht und staubarm zu verarbeiten.

Schimmelfrei Schritt 3 4

5. Arbeitsschritt

Trage Antischimmel Grund auf. Diese weiße, quarzgefüllte Grundierung bereitet die Silikatplatten auf den Auftrag von Antischimmel 2 in 1 Spachtel, Kalkin Kalkputz weiß bzw. Kalkin Kalkglätte W vor.

6. Arbeitsschritt

Ziehe Antischimmel 2 in 1 auf der Wand auf und strukturiere es nach Belieben oder verwende im Anschluss Kalkputz Kalkin weiß (erhöhte Festigkeit, für stärker beanspruchte Bereiche im gesamten Innen- und Feuchtebereich) oder Kalkglätte Kalkin W (zur Erzielung glatter Oberflächen). Anschließend kannst Du die Wand mit Silikatfarbe Innen streichen.

Schimmelfrei Schritt 5 6

So beugst Du Schimmel vor

Richtiges Lüften und Heizen sind ganz wichtig, wenn Du keine Probleme mit Schimmel bekommen willst. Mehrmaliges tägliches Stoßlüften (5 bis 10 Minuten bei weit geöffnetem Fenster) und ausreichendes Heizen verringern die Schimmelbildung erheblich, wenn bauliche und bauphysikalische Schäden ausgeschlossen werden können.

Kann wegen längerer Abwesenheit der Bewohner die Wohnung nicht gelüftet werden, sollten alle Türen offen gehalten werden, damit sich die eventuelle Feuchtigkeit aus Bad oder Küche in der ganzen Wohnung verteilen kann.

Neubauten und sanierte Räume müssen anfangs vermehrt gelüftet werden, da die erhöhte Luftfeuchtigkeit nicht durch die dichte Gebäudehülle oder Fenster abgeleitet wird.

Zusatz für wasserbasierte Baustoffe

Ein spezielles Anti-Schimmel-Produkt ist als Zusatz für Dispersionsfarben, Spachtel- und Fugenmassen geeignet und kann auch zur Untergrundsanierung vor Tapezier- und Malerarbeiten auf allen saugfähigen Untergründen verwendet werden. Es verhindert die Bildung von Schimmel, Moos, Pilzen und Algen.

Ausreichender Abstand zu den Außenwänden

An den Außenwänden sollten keine Schränke mit einem geringeren Abstand als 10 cm von der Wand aufgestellt werden, damit die Luft zirkulieren kann und Taupunktunterschreitungen vermieden werden. Auch Bilder oder schwere Gardinen sollten an diesen Wänden vermieden werden.

Bauliche Voraussetzungen
Ein Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2:2001-03, ein Schutz vor Schlagregen nach DIN 4108-3, eine Abdichtung gegenüber aufsteigender Bodenfeuchte nach DIN 18195 sowie eine regelgerechte Dachkonstruktion und ordnungsgemäße Wasserinstallationen sind die baulichen Voraussetzungen, die einer Schimmelbildung entgegen wirken.

Kontrollierte Lüftungssysteme

Auch mechanische Be- und Entlüftungssysteme kommen zur Vorbeugung von Schimmelpilzbildung in Betracht. Abluftventilatoren, die über Feuchtesensoren geregelt werden, führen feuchte Luft nach außen ab. Eine moderne Variante sind Zu- und Abluftsysteme mit Wärmerückgewinnung, sodass wertvolle Heizenergie trotz Luftaustausch erhalten bleibt.

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