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Ratgeber

Das richtige Fitting finden

Lesezeit 8 min.
Das richtige Fitting finden 2400x1600

Rohre zu Vereinen - das ist hier das Thema und dafür brauchst Du das richtige Verbindungsstück, Fitting genannt. Fittings sind genormte Zubehörteile in der Sanitär- und Heizungstechnik. Damit geht die Rohrverarbeitung schneller, genauer und auch sicherer.

Eigenschaften und Anwendungsbereiche

Hier findest Du alles, was Du über so ein Fitting wissen solltest, um Deine Rohrinstallation dicht zu halten. Konkret lassen sich mit dem richtigen Passstück viele unterschiedliche Rohrleitungsverbindungen herstellen:

  • gerade Verbindungen
  • Richtungswechsel durch Winkel oder Bögen
  • Abzweigungen durch T-Stücke
  • Verbindung zu Einbauteilen
  • Trennstellen für Montage- und Wartungsarbeiten
  • Rohre mit unterschiedlichem Durchmesser
  • Reduzierungen/Durchmesserwechsel
  • Rohre zwischen unterschiedlichem Rohrmaterialien: Beispielsweise werden zwischen Stahl- und Kupferrohren Messing- oder noch besser Rotgussfittings eingesetzt.

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Anwendungsübersicht

Du bist Dir nicht sicher welches Fitting für Deine Wasserrohre geeignet ist, oder Du benötigst ein Ersatzfitting und kennst die Eigenschaften des alten Fittings nicht? Die folgende Tabelle informiert Dich darüber, welche Art von Fitting für die entsprechenden Rohrmaterialien verwendet werden können. Damit findest Du das passende Teil ganz einfach.

  Quetschen/
Klemmen
Pressen Schrauben Löten Kleben
Kupferrohr    
Mehrschicht-Verbundrohr      
Stahlrohr, verzinkt      
Messingrohr unbehandelt/verchromt      
Kunststoffrohr      
Edelstahlrohr        

Pressfittings

Pressfittings ermöglichen eine zweckmäßige, schnelle und vor allem sichere Verarbeitung, denn die Rohre werden nur noch auf die gewünschte Länge geschnitten und mithilfe des Fittings verbunden.

Diese Art von Fitting wird für Kupfer-, Edelstahl- und Mehrschichtverbundrohre immer häufiger verwendet, denn sie haben einige Vorteile.

Pressfitting-Vorteile

  • Zeitersparnis durch schnelle Verarbeitung
  • sichere Verarbeitungstechnik ohne Flamme
  • kein Transport von schweren Gasflaschen
  • saubere Optik durch präzise Verarbeitung
  • die Presskontrolle „dicht/undicht“ ist unmittelbar nach der Montage möglich

Bestandteile der Pressfitting-Systeme bei Metallverbundrohren

  • ein Messingkörper
  • zwei O-Ringe, die die thermische Ausdehnungen des Rohres ausgleichen und somit eine perfekte Dichtung schaffen
  • eine Edelstahlhülse, die durch das Pressen verformt wird und
  • ein transparenter Kunststoffring, der die Edelstahlhülse mit dem Messingkörper verbindet.

Bestandteile der Pressfitting-Systeme bei Kupfer- und Rotgussrohre

Hier besteht das Fittingsystem lediglich über ein EPDM-Dichtelement und ist deshalb für Heizungs- und Trinkwasserleitungen geeignet.

Was ist EPDM?

EPDM steht als Abkürzung für: Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk.

Dabei handelt es sich um einen synthetischen Kautschuk, der sich durch eine gute Heißwasser-, Wasserdampf-, Alterungs- und Witterungsbeständigkeit auszeichnet und deshalb für einen großen thermischen Anwendungsbereich von -35 °C bis +130 °C bestens geeignet ist.

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Klemmfittings

Kupfer-, Mehrschicht- und Aluverbundrohre sowie verzinkte Rohre werden häufig mit Klemmringverschraubungen verbunden – das geht einfach und schnell.

Mit den Klemmringverschraubungen kannst Du ohne Presszange und ohne Pressbacken preisgünstige Rohrverbindungen herstellen. Durch einfaches Anziehen der Mutter mithilfe eines handelsüblichen Schraubenschlüssels entsteht eine absolut dichte Verbindung. Durch das Festziehen wird der Klemmring verformt und somit der Stützkopf fixiert.

Neben dem Rohr und dem Verbindungsstück benötigst Du lediglich eine Rohrschere oder einen Kupferrohrschneider, einen Schraubenschlüssel sowie einen Rohrkalibrierer/Rohrentgrater.

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Quetschfittings

Ähnlich wie Klemmverschraubungen funktioniert auch diese Art von Fittings und wird vorrangig für Kupfer-, Mehrschicht- und Aluverbundrohre sowie verzinkte Rohre eingesetzt.

Die Quetschverschraubung findet vor allem bei Sanitäranlagen ihre Verwendung. Sie besteht aus einer konisch geformten Überwurfmutter, die mit dem Dichtring über den sogenannten Klemmkonus zusammengedrückt wird. Es folgt ein Einlegering, der das Verdrehen und Beschädigen der Gummidichtung verhindert, sowie die Quetschdichtung – sie stellt die eigentliche Dichtung zwischen den Rohren her. Für die Installation benötigst Du lediglich einen Schraubenschlüssel.

Lötfitting

Trinkwasserleitungen aus Kupfer werden oft gelötet – dabei verwendet man aus Korrosionsschutzgründen (bis DN/Nennweite 25) das Weichlötverfahren.

Um Kupferrohre mit Lötfittings zu verbinden benötigst Du einen Lötkolben sowie Lötzinn und Flussmittel. Achte beim Löten auf eine möglichst große Fügefläche, damit sich Kräfte gut übertragen können. Mehr Infos zum Weichlöten und Hartlöten findest Du im folgenden Ratgeber.

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Klebefittings

Klebefittings finden vor allem im Trinkwasser- und Abwasserbereich ihre Verwendung. Die Kunststoffrohre müssen sauber, trocken, staub- und fettfrei sein. Das Verkleben stellt eine nicht lösbare Verbindung her.

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Schraubfittings

Schraubfittings werden überwiegend für verzinkte Stahlrohre verwendet. Sie werden einfach nur verschraubt. Das hält dicht ohne zu Löten, zu Schweißen, zu Klemmen, zu Quetschen oder zu Kleben! Neben den Schraubfittings brauchst Du allerdings Dichtungshanf, Neo-Fermit oder Gewindedichtband. Zur Installation benötigst Du außerdem eine Wasserpumpenzange – mehr Spezialwerkzeug ist nicht notwendig!

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