Eine Katzenklappe ist sinnvoll, wenn Deine Katze selbstständig ein- und ausgehen soll und die baulichen Voraussetzungen stimmen. Die wichtigste Entscheidung betrifft den Einbauort und die passende Klappenart. Größe der Katze, Material von Tür oder Wand sowie gewünschter Zugangsschutz bestimmen, welche Lösung geeignet ist.
Das solltest Du wissen:
- Die Einbaustelle muss ausreichend Platz bieten und für Deine Katze gut erreichbar sein.
- Die Größe der Katzenklappe richtet sich nach den Maßen Deiner Katze und nicht nur nach ihrem Gewicht.
- Elektronische Modelle begrenzen den Zugang gezielt und eignen sich bei erhöhtem Sicherheitsbedarf.
- Nicht jede Tür oder Verglasung erlaubt einen gleich einfachen Einbau der Katzenklappe.
Verschiedene Haustierklappen im Überblick
Es ist an der Zeit. Zeit für mehr Selbstständigkeit für Dein Tier. Eine Haustierklappe soll Dir und Deiner Katze das Leben leichter machen.
Grundsätzlich gibt es Katzenklappen mit einem Sicherheitssystem oder ohne Sicherheitssystem.
Sicherheitssysteme erkennen Deine Katze und lassen gezielt nur Dein Haustier rein – Dein eigener Türsteher quasi. Je nach Art des Sicherheitssystems wird Deine Katze z. B. anhand des Mikrochips erkannt. Wenn Du also keinen unerwünschten Besuch von Nachbars Katze oder Hund bekommen willst, solltest Du auf eine Katzenklappe mit Sicherheitssystem setzen.

Wie die Erkennung des Tieres funktioniert, ist ganz unterschiedlich. Es gibt beispielsweise Katzenklappen mit
- Magnet-Erkennung: Achtung bei der Magnet-Erkennung, falls der Nachbar auch Magnet-Klappen hat – die funktionieren gegenseitig!
- Infrarot-Erkennung: Die Infrarot-Erkennung mit verschiedenen Wellen sorgt dafür, dass niemand in der näheren Nachbarschaft dieselben hat.
- Chip-Erkennung: Die Katzenklappe liest alle standardmäßig zur Tierkennzeichnung verwendeten Chips, aber auch Halsbandanhänger aus.
Tipp: Sicherheitshalsband verwenden
Bei der Verwendung von Anhängern solltest Du dringend darauf achten, das nur in Verbindung mit einem Sicherheitshalsband zu tun. Tiere können beim Spielen im Garten leicht am Geäst oder spitzen Gegenständen hängen bleiben und sich ernsthafte Verletzungen zuziehen.
Platzierung der Katzentür
Eine der wichtigsten Fragen in Zusammenhang mit einer Katzenklappe: Wo baust Du die Katzenklappe am besten ein?
Die meisten Katzenklappen können in Fenstern, Türen oder Mauerwerk installiert werden. Abhängig von der Tiefe des Tunnels der Klappe und der Stärke der Tür oder der Mauer kann allerdings die Verwendung von Installationszubehör wie eine Tunnelverlängerung notwendig sein.
Hinzu kommt, dass einige Katzenklappen isolierende Eigenschaften haben und damit bei schlechtem Wetter auf jeden Fall Vorteile gegenüber gewöhnlichen Katzentüren haben.
Eine Katzenklappe sorgt also für eine Schwachstelle in der Wärmedämmung. Deshalb hier Tipps für den passenden Einbauort für die Katzentür:
- Baue die Katzentür im besten Fall nicht in eine Tür oder ein Fenster, das direkt in einen beheizten Raum führt.
- Perfekt sitzt die Katzenklappe z. B. in einer Kellertür oder in einer Garagentür.
- Achte auf jeden Fall auf eine wind- und wettergeschützte Lage für die Katzenklappe.
- Der Einbau einer Katzenklappe in ein Fenster oder eine Glastür ist knifflig. Hol Dir Hilfe von einem Glaser ins Haus. In der Regel brauchst Du eine neue Scheibe. Achtung: Beim falschen Einbau der Katzenklappe in eine Glastür gehen Eigenschaften der Wärmedämmung verloren.
- Sicherheitsglas ist für den Einbau einer Katzenklappe nicht geeignet.
Katzenklappe in Mietwohnung einbauen
Du wohnst zur Miete? Du brauchst vorab die Erlaubnis Deines Vermieters, bevor Du die Katzenklappe einbaust – denn die Katzentür ist eine bauliche Veränderung. Wenn Du ausziehst, musst Du die Änderung dann auch wieder rückgängig machen. Kann bedeuten, dass Du dann z. B. eine neue Tür einbauen musst.
Die passende Katzenklappe finden
Passt die Katze durch die Klappe? Das ist die wichtigste Frage, die Du vor dem Kauf einer Katzentür beantworten musst.
Solltest Du Dir nicht ganz sicher sein, zeichne einfach die Innenmaße der Katzenklappe auf Karton, schneide die Öffnung aus und lass' Deine Katze durchsteigen.
Damit Deine Katze die Katzentür entspannt nutzen kann, nimm Maß: Messe aus, wie hoch der Abstand zwischen Bauch und Boden ist – bei einer normal großen Katze sind das in etwa 15 cm. Setze auf dieser Höhe eine Markierung an der Tür. Das wird der untere Rand der Öffnung.
Grundsätzlich findest Du dazu aber immer auch Informationen im Benutzerhandbuch Deiner Katzenklappe.

Katzenklappe einbauen
Natürlich kommt es darauf an, ob Du die Katzenklappe in eine Holz- oder Metalltür, in Glas oder in eine Wand einsetzt. Je nach Material gibt es Unterschiede im Einbau. In der Regel findest Du aber detaillierte Informationen im Benutzerhandbuch Deiner Katzenklappe – damit Du für jede Situation gerüstet bist.
So schnell kann es gehen, eine Katzenklappe in eine Tür aus Holz oder Kunststoff einzusetzen:
- Bei Katzenklappen z. B. mit Mikrochip-Erkennung macht es Sinn, die Katzen hinzuzufügen, bevor Du mit dem Einbau der Katzenklappe beginnst.
- Jetzt geht's los: Markiere zuerst die richtige Position für die Katzenklappe an Deiner Tür. Du kannst dafür den Rahmen der Katzentür mit Klebegummi an der passenden Stelle befestigen und mit einem Bleistift den inneren Rand nachzeichnen. Manche Hersteller legen der Katzenklappe auch eine Bohrskizze bei, die Du nutzen kannst.
- Bohre Löcher in die Ecken und schneide die Öffnung der Katzenklappe mit der Stichsäge aus.
- Prüfe, ob die Katzenklappe durch die so entstandene Öffnung passt – von innen und von außen.
- Katzenklappe sitzt? Markiere die Bohrlöcher und prüfe die Schraubenlänge. Wenn alles passt, kannst Du die Katzenklappe wieder entfernen.
- Bohre die Löcher für die Schrauben.
- Katzenklappe wieder einsetzen und verschrauben.
Einbruchschutz trotz Katzenklappe
Damit die Katzentür Einbrechern kein leichtes Spiel macht, solltest Du darauf achten, dass die Klappe so weit wie möglich von Tür- und Fenstergriffen entfernt ist. Achte auch darauf, dass die Tür, in der sich die Klappe befindet, abgeschlossen ist, wenn Du nicht zu Hause bist.
Katzentreppe bauen
Deine Katze muss nach der Katzenklappe noch ein paar Zentimeter überbrücken, bis sie z. B. vom Balkon in den Garten kann? Dann kannst Du ihr leicht eine Katzentreppe bzw. eine Kletterhilfe aus Holz bauen.
Du brauchst ein Holzbrett, das mind. 40 cm breit ist. Mit einem Abstand von etwa 20 cm nagelst Du Querleisten auf das Brett, damit Deine Katze bequem hoch und runter gehen kann. Die Katzentreppe wird länger als 5 m? Dann plane ein Zwischenpodest ein.
Entscheidend für eine Katzenleiter ist ein Winkel von 45° – so kann Deine Katze bequem den Höhenunterschied nehmen. Muss der Winkel aufgrund der Gegebenheiten vor Ort steiler ausfallen, klebe Teppichreste aufs Holz. Das erhöht den Halt. Mit Haken am Ende kannst Du die Katzentreppe am Balkon einhängen.
Katzenklappe einbauen: häufige Fragen
Ja, für viele Fliegengitter gibt es passende Katzenklappen oder Nachrüstlösungen. Achte darauf, dass das Fliegengitter stabil genug bleibt und die Klappe zur Größe Deiner Katze passt.
Ja, viele Katzenklappen lassen sich in Fenster oder Glastüren einbauen. Das ist allerdings knifflig und erfordert meist eine neue Scheibe, deshalb solltest Du einen Glaser hinzuziehen.
Nicht jede Tür ist geeignet. Katzenklappen lassen sich häufig in Holz-, Kunststoff- oder bestimmte Metalltüren einbauen, bei besonderen Materialien solltest Du die Herstellerangaben prüfen.
Nur mit Zustimmung des Vermieters. Der Einbau einer Katzenklappe gilt als bauliche Veränderung und muss beim Auszug in der Regel wieder rückgängig gemacht werden.
Orientiere Dich an der Bauchhöhe Deiner Katze. Bei einer normal großen Katze liegt der untere Rand der Öffnung meist etwa 15 cm über dem Boden.
Du kannst Deiner Katze den Zugang selbst öffnen oder eine Tür bzw. ein Fenster kontrolliert offenlassen. Soll nur ein Höhenunterschied überbrückt werden, kann auch eine Katzentreppe oder Kletterhilfe die passende Lösung sein.



