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Ratgeber

Die Entdeckung des gesunden Wohnens

Lesezeit 6 min.
entdeckung gesunden Wohnens kv

Die Corona-Pandemie zwang uns mit Lockdowns, Homeoffice-Pflicht und Bleibt-zu-Hause-Botschaften in den letzten Monaten für die meisten Stunden des Tages in unsere häusliche Umgebung. Der Rückzug ins Private befeuerte nicht nur die Lust am Heimwerken und Selbermachen, sondern ändert auch unseren Blick, unsere Beziehung zu unserem eigenen Zuhause.

Schadstofffreie Wohnwelt

Dabei geht es weniger um kuschelige Trends wie Hygge und Cocooning, sondern vielmehr um die fundamentale Frage: Wie fühle ich mich wohl und sicher? Der Aspekt der (Wohn-)Gesundheit spielt dabei eine nicht unerhebliche Rolle.

Die allermeisten Menschen verbringen den Großteil ihres Tages in geschlossenen Räumen. Doch nicht überall fühlen wir uns gleich wohl. Es gibt eine ganze Reihe von Faktoren, die unser Wohlbefinden in einem Raum beeinflussen, dieses steigern oder uns im umgekehrten Fall sogar krank machen können. Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Allergien und Konzentrationsstörungen sind keine Seltenheit – und vermeidbar, wenn man weiß, wo man suchen muss.

Häufigste Verursacher von körperlichen Beschwerden und Unwohlsein in einem Raum: Schadstoffe in der Luft. Bleiben diese über längere Zeit in der Raumluft enthalten, kann dies gesundheitliche Folgen haben.

„Grundsätzlich emittieren alle Materialien, von Harzen aus Hölzern bis zu Duftstoffen aus ätherischen Ölen. Das ist etwas ganz Natürliches und grundsätzlich erst einmal auch nicht schlimm“, erklärt Andreas Back, Leiter Qualitätsmanagement und Umwelt der HORNBACH Baumarkt AG.

„Interessant wird es, wenn man die Luftwechselrate in die Betrachtung mit einbezieht.“ Und diese hat sich in vielen Räumen dank besserer Dämmung und luftdichter Fenster in den letzten Jahren drastisch verringert. „Können Schadstoffe aus der Luft nicht mehr ausreichend abtransportiert werden, steigt die Gefahr, Allergien oder Krankheiten auszubilden“, so Back.

Wenn die eigenen vier Wände krank machen

Die Liste potenzieller Schadstoffquellen ist erschreckend lang. Neben den physikalischen Schadstoffen wie Lärm, Feuchte und Elektrosmog, gibt es noch die biologischen und die chemischen Schadstoffe.

Zu den biologischen Schadstoffen zählen Hausstaubmilben, Schimmel und Bakterien. Beeinträchtigen Hausstaubmilben vor allem Allergiker, kann ein Schimmelbefall für jedermann gefährlich werden. Er entsteht dort, wo sich Feuchtigkeit sammelt und schlechte Lüftungsbedingungen herrschen. Meist ist er mit dem bloßen Auge nicht erkennbar.

Chemische Schadstoffe stecken oft in den verwendeten Baustoffen, Ausbauprodukten und Möbeln eines Raumes.

Zu ihnen gehören in den schlimmsten Fällen Asbest, Pestizide wie Pentachlorphenol (PCP) und flüchtige organische Verbindungen (VOC), die in Klebern, Farben und Bodenbelägen vorkommen können. Ob und wie stark eine Person auf Schadstoffe reagiert, ist individuell sehr unterschiedlich.

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Wann also gilt ein Raum als wohngesund?

Vereinfacht gesagt: Wenn die emittierenden Schadstoffe in möglichst großem Umfang reduziert werden konnten. Wir erinnern uns: Eine Schlüsselrolle kommt dabei der Luftqualität bzw. der Luftwechselrate zu. Durch regelmäßiges Lüften werden Schadstoffe wie Kohlenstoffdioxid (CO2) und sonstige Ausdünstungen aus Lacken, Möbeln und Gegenständen gegen frische, sauerstoffreiche Luft ausgetauscht.

Außerdem wird durch das Lüften die Luftfeuchtigkeit im Raum reguliert. Auch Pflanzen können zur Verbesserung der Raumluft beitragen, indem sie Kohlendioxyd effektiv in Sauerstoff umwandeln, zum Teil gefährliche Schadstoffe aus der Luft filtern und die Luft mit Feuchtigkeit anreichern. Ihre Blätter sorgen zudem für eine angenehme Raumakustik.

Ob wir uns in einem Raum wohlfühlen, hängt jedoch nicht alleine vom Grad seiner Schadstoffbelastung ab. Auch Licht, Farbe und Akustik tragen zu Wohlbefinden und Entspannung bei – und diese werden zwischenzeitlich als wichtige Bausteine einer ganzheitlichen Betrachtungsweise von Gesundheit gesehen.

Gut für die Umwelt, gut für mich?

Seit einigen Jahren schon begleiten uns – auch und gerade beim Thema Bauen und Renovieren – Nachhaltigkeitstrends. Konsumenten achten verstärkt darauf, Produkte zu kaufen, die umweltfreundlich hergestellt und entsorgt werden können. Bauherren setzen auf natürliche Materialen und nachwachsende Rohstoffe.

Neben Nachhaltigkeitsaspekten rückt aber auch das Thema Gesundheit stärker in den Fokus.

Laut der „OTTO Trendstudie zum ethischen Konsum“ 2020 ist für 72 Prozent der Deutschen eine nachhaltige Lebensweise der Schlüssel für die eigene Gesundheit.

Doch sind natürliche oder nachhaltige Produkte auch immer die beste Wahl, wenn es um die Wohngesundheit geht? Pauschal ließe sich das am ehrlichsten mit einem klaren „Jein“ beantworten. Ökologisch und nachhaltig ist nicht immer direkt wohngesund. Und wohngesund ist nicht immer auch ökologisch und nachhaltig.

Menschen können Allergien auf Inhaltsstoffe natürlicher Materialien ausbilden und auch ökologisch produzierte Tapeten sind nicht vor Schimmelbefall gefeit.Trotzdem ist die Vermutung, dass bei ökologischen, natürlichen Produkten der Anteil an Schadstoffen insgesamt niedriger ist, nicht ganz von der Hand zu weisen. Dass Wohngesundheit und Nachhaltigkeit durchaus Hand in Hand gehen können, zeigt das Beispiel der Farbe HORNBACH Naturweiss.

Diese speziell für gesundheitlich sensible Personen und Allergiker entwickelte Farbe ist frei von Reizstoffen, Löse- und Konservierungsmitteln. Ab Herbst kann die „wohngesunde“ Farbe zusätzlich mit nachhaltigen Aspekten aufwarten.

„Das für die Herstellung der Farbe verwendete Bindemittel wird nicht wie herkömmliches Bindemittel aus Rohöl, sondern aus erneuerbaren Rohstoffen hergestellt“, erklärt Heiko Drieß, zuständiger Merchant. „Die BASF hat ein Verfahren entwickelt, bei dem Biomethan, das aus organischen Rohstoffen gewonnen wird, für die Produktion des Bindemittels genutzt werden kann. Das ist die nachhaltigere Variante wie übrigens auch der Eimer, in dem die Naturweiss verkauft wird, der aus recyceltem Kunststoff (Rezyklat) besteht.“

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Heute gibt es eine ganze Reihe an Farben und Putze, für die der Aspekt der Wohngesundheit eine zentrale Rolle

Eine Frage der Perspektive

Gesundheitsbewusstsein und grünes Gewissen schließen sich also nicht aus. „Die Erfahrung der Pandemie lehrt uns, dass unser individuelles Wohlergehen untrennbar mit unserer Umgebung zusammenhängt – und damit auch nicht losgelöst von der Gesundheit unseres gesamten Planeten betrachtet werden kann“, bringt es Corinna Mülhausen,Trend- und Zukunftsforscherin, in einer aktuellen Studie des Zukunftsinstituts zum Thema Gesundheit auf den Punkt. Wenn das keine guten Aussichten sind – für unsere Gesundheit und unser Klima.

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